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Keiner knipst öfter als Sascha Heil

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Von: Steffen Kollmann

Sascha Heil SG Kerzell Max Vilmar Elters
Sascha Heil hat in der B-Liga Fulda bereits 20-mal getroffen. Darunter ein Hattrick innerhalb von vier Minuten. © Jonas Wenzel

Beim Blick auf die Torjägerliste kommt man an Sascha Heil nicht vorbei. Keiner hat mehr Treffer erzielt als die 20 des Offensivmanns der SG Kerzell/Löschenrod II. Auch wegen Auftritten wie am vergangenen Sonntag.

Gegen Maberzell/Gläserzell II schnürte Sascha Heil in der B-Liga Fulda einen Sechserpack. Besonders eilig hatte es der 31-Jährige in der Anfangsphase, als ihm zwischen der zweiten und sechsten Minute ein Hattrick gelang. „Da kam viel zusammen“, rekapituliert Heil seinen speziellen Moment. Beim ersten Treffer bekam er den Ball vom gegnerischen Torwart in die Füße gespielt, die anderen beiden Tore seien super herausgespielt gewesen.

Torjägerkanone für Sascha Heil nicht wichtig

Später in der Partie folgten beim 9:1-Kantersieg drei weitere Buden, so dass kein Seniorenspieler in der Region mehr Tore erzielt hat als Heil: 20 an der Zahl. „Natürlich wünscht man sich, dass es so weitergeht. Aber der Titel des Torschützenkönigs ist mir ziemlich egal. Davon kann ich mir nichts kaufen, wenn wir am Ende Vierter werden“, lässt der offensive Mittelfeldspieler keine Zweifel aufkommen, was sich die Reserve-Spielgemeinschaft für diese Saison vorgenommen hat.

„Unser Ziel ist der Aufstieg“, betont Sascha Heil. Dabei war der Sprung in die A-Liga in den vergangenen Jahren gar nicht möglich – da Löschenrod mit seiner ersten Mannschaft in selbiger Liga antrat. Nach dem Aufstieg in die Kreisoberliga und dem guten Saisonstart scheint der Weg nun frei zu sein – zumal es anders als in der Vorsaison, als Frischauf Fulda durch die Liga marschierte, keine Übermannschaft zu geben scheint.

Heil hat trotzdem einige andere Mannschaften aber auf dem Zettel: Da wären Buchonia Fulda oder der kommende Gegner (Freitag, 19 Uhr) Aschenberg United, die sich auf den Plätzen zwei und drei einreihen. Oder Hosenfeld II – die Spvgg. hat nach einer Niederlage zum Start alle Spiel gewonnen – sowie die ungeschlagene SG Sickels II. Verstecken muss sich Kerzell/Löschenrod II aber keineswegs. Alle acht Spiele wurden gewonnen, das Torverhältnis von 51:4 spricht eine deutliche Sprache.

Heil lobt Zusammenarbeit zwischen SG Kerzell und SG Löschenrod

„Es ist manchmal fast schon ein bisschen unfair. Unsere Anfangsformation gehört sicherlich nicht in die B-Liga“, sagt Heil, der sich vor der Saison dazu entschlossen hat, beim Kerzeller Gruppenliga-Team kürzerzutreten und neben dem Löschenroder Kevin Junk die Verantwortung für die Reserve zu übernehmen. „Bereut habe ich den Schritt kein bisschen, auch wenn ich mir den ein oder anderen Spruch anhören durfte. Es macht mega viel Spaß, Verantwortung zu übernehmen.“

Besonders lobt der 31-Jährige die „überragende“ Zusammenarbeit der beiden Stammvereine und die Unterstützung von oben: Kerzells Trainer Uwe Bleuel und Löschenrods Mirko Gerhard achten darauf, dass jeder Spieler Einsatzzeit erhält. Heil hat sich bereits revanchiert und nach einem Reserve-Einsatz in Neuhof noch für die erste Mannschaft in Eiterfeld gespielt. „Da hatten wir große Personalprobleme. Wenn Not am Mann ist, helfe ich gerne aus.“

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