Ein biernasser Enis Veapi hat den Hattenbacher SV zurück in die A-Liga geführt.
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Ein biernasser Enis Veapi hat den Hattenbacher SV zurück in die A-Liga geführt.

HSV und SGN-Reserve fortan A-Ligist

Meister ohne ein einziges Heimspiel

Zwei Meister, die Bock haben auf die A-Liga. Der Hattenbacher SV und die SG Neuenstein II haben die großen Sausen hinter sich und blicken nun mit Vorfreude auf die neue Saison.

Die einen – Hattenbach – kickten bislang eine Saison in der A-Liga. Die anderen – Neuenstein II – noch nie. Entsprechend brennen beide Clubs auf die Aufgabe. Dass der Aufstieg nicht wahrgenommen werde, wie bei manch anderem Club in der Vergangenheit, stand nie zur Debatte. „Wir haben uns das verdient, waren schließlich schon in der letzten, abgebrochenen Saison kurz vor dem Titel“, betonen beide Clubs unisono.

Hattenbacher SV nach vier B-Liga-Jahren zurück in der A-Liga

Was hat der HSV in der Runde 2017/2018 auf die Ohren bekommen. Gerade erst stand die Trennung vom SV Niederaula, da schepperte es in der A-Liga gewaltig. 190 Gegentore, nur fünf Punkte. Damals wie heute Trainer: Enis Veapi. „Kalli“, wie er genannt wird, hat Aufbauarbeit geleistet. Nun trägt der Club die Früchte. Vor etwas mehr als einem Jahr verkündete der HSV acht Neuzugänge. Ambitionen waren vorhanden. Wer „Kalli“ kennt, weiß aber, dass er das nicht an die große Glocke hängt. Nun gibt er zu, „dass wir ein super Team geformt haben. Jeder passt hinein. Die Meisterschaft, so sagen es zumindest die Konkurrenten, haben wir sehr verdient geholt.“ 

War Veapi lange Alleinunterhalter, gibt es nun einen Co- und Torwart-Trainer. Er selbst bleibt der Truppe erhalten. Ohne große Umschweife. Es ist schließlich sein Team. Seit zwölf Jahren schon, glaubt Veapi, ist er nun für sie tätig. Er kennt die Jungs in- und auswendig und meint, „dass es für die A-Liga reicht. Der Stamm ist gut. Wichtig ist, die Welle des Aufstiegs mitzunehmen und gar nicht erst unten hineinzurutschen.“ Dürfte sich „Kalli“ eine Liga aussuchen, würde er die Hersfelder Staffel wählen. In Aussicht steht aber auch eine Eingruppierung in die Hünfelder Staffel. „Wir kennen uns in beiden aus“, sagt Veapi, dessen Team das Kunststück Meistertitel ohne ein einziges Heimspiel fertigbrachte. 

Der Platz in Hattenbach wird seit einem Jahr saniert. In Eigenleistung ackern die Verantwortlichen. Bis wieder ein „richtiges“ Heimspiel über die Bühne gehen kann, wird es wohl noch ein halbes Jahr dauern. Als Ausweichplatz dient somit seit einem Jahr der Platz in Niederaula. Auch für die Reserve, die nur knapp den C-Liga-Titel verpasste.

Die Reserve der SG Neuenstein freut sich über den Aufstieg.

SG Neuenstein II macht‘s der Ersten nach

Ein Stückchen erfolgreicher gestaltete die SG Neuenstein II die bislang dreijährige Geschichte der Spielgemeinschaft. Nachdem die „Erste“ bereits den Aufstieg von der A-Liga in die Kreisoberliga realisieren konnte und dort zur Spitzengruppe gehört, hat die Reserve nun den Sprung aus der B-Liga geschafft. „Wir haben richtig Lust auf die neue Spielklasse. In drei Jahren zwei Aufstiege zu erleben, ist Wahnsinn. Jetzt lassen wir uns überraschen. Es ist schwierig zu beurteilen, für was es in der A-Liga reicht“, sagt David Heß aus dem Vorstandsteam. Das größte Lob verteilt er an Dennis Winter, der die Truppe drei Jahren betreute und nun aus privaten Gründen abtritt. 

„Dennis hatte immer das richtige Händchen. Er hat es hervorragend gemacht. Das zeigen die Spieler, die unglaublich trainingsfleißig waren. Unterm Strich haben wir konstante Leistungen gebracht. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist natürlich super“, lässt Heß verlauten. Künftig setzt die SGN-Reserve auf eine doppelte Lösung. Mit Sascha Lassok und Daniel Steinberg coacht ein Duo den neuen A-Ligisten. Beide sind im Verein verwurzelt und kennen die Gegebenheiten. Schöne Szenen spielten sich nach dem geschafften Aufstieg am letzten Spieltag ab. Verfolger FSG Bebra II war vor Ort und feuerte Neuensteins Gegner Friedlos II an; nach dem verpassten Aufstieg gratulierte Bebra in Form von Kapitän Max Eichhorn dem Meister aber fair. „Das ist Sportsgeist“, weiß Heß.

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