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Besondere Premiere zwischen Dresel und Gaul

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Von: Steffen Kollmann

Stefan Dresel (links) und Mike Gaul treffen erstmals in einem Ligaspiel aufeinander.
Stefan Dresel (links) und Mike Gaul treffen erstmals in einem Ligaspiel aufeinander. © Charlie Rolff , Oliver Müller

Wer kann Gruppenliga-Spitzenreiter Eiterfeld/Leimbach am ehesten gefährlich werden? Diese Frage wird voraussichtlich am Sonntag (15.30 Uhr) beantwortet, wenn die Verfolger SG Bronnzell und SG Schlüchtern aufeinander treffen.

Während Eiterfeld/Leimbach am Samstag (17 Uhr) gegen den Letzten Hosenfeld vor einer vermeintlichen Pflichtaufgabe steht, treffen sich der Zweite Bronnzell und der Vierte Schlüchtern. Der Rückstand der Viktoria auf Platz eins beträgt nur zwei Zähler; Schlüchtern könnte auf die gleiche Punktzahl kommen, sofern die SG ihre Nachholspiele gewinnt. „Wir wollen nichts herschenken, die Spannung hochhalten und ein bisschen die Großen ärgern. Aber wir sind nicht in dem Zustand, in dem wir sein sollten“, weiß Schlüchterns Trainer Mike Gaul.

Denn nach verletzungs- und corona-bedingten Ausfällen ist sich Gaul nach nur einer Trainingseinheit unsicher, auf welchem Stand sich seine Truppe befindet. Dazu kommt der „blutleere Auftritt“ im ersten Spiel bei Aulatal sowie die enorme Qualität des Gegners. „Das sind alles qualitativ richtig gute Fußballer. Und in Bronnzell hängen die Kirschen immer hoch“, weiß der Coach, der sich besonders auf das Duell mit seinem Gegenüber Stefan Dresel freut. Seit 20 Jahren arbeiten beide gemeinsam als Trainer im DFB-Stützpunkt, trafen – nach Gauls Erinnerung – aber nie in einem Pflichtspiel aufeinander. „Überall, wo Stefan als Trainer tätig war, kann man einen roten Faden erkennen“, lobt Gaul.

Mittlerweile wurde das erste Aufeinandertreffen von Dresel und Gaul jedoch witterungsbedingt abgesagt.

Abstiegsrunde

Deutlich größer ist der Druck bei den Teams aus der Abstiegsrunde. Auf Punkte angewiesen ist beispielsweise der SV Müs, der aus den Spielen gegen Petersberg (0:2) und bei Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (1:1) nur einen Punkt eingefahren hat und nun Hünfeld II empfängt (Sonntag, 15.30 Uhr). „Gegen Petersberg haben wir absolut verdient verloren, gegen Elters war ein Sieg drin. Jetzt stehen wir gegen Hünfeld unter Zugzwang, wir müssen punkten“, betont Kenan Duran, Teil des Trainerduos der Germania.

Drei Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang, dort ist derzeit Hünfeld II zuhause. Duran erwartet eine Wundertüte, rechnet damit, dass „zwei, drei Spieler“ aus der ersten Mannschaft, die in der Hessenliga tags zuvor im Einsatz ist, mit dabei sind. Solche Möglichkeiten hätte Müs gerne, stattdessen plagen den Verein seit Wochen Personalprobleme. Spielertrainer Denis Erovic sowie Dennis Möller sind unter anderem fraglich, Dzejlan Salkovic fehlt die kommenden beiden Spiele gesperrt. „Trotzdem Kompliment an die Mannschaft, wie sie dreimal die Woche im Training komplett mitzieht. Wir glauben fest daran, dass wir die Klasse halten werden. Wir wollen durch den Kampf in die Partie gegen Hünfeld reinkommen, auch ein dreckiger Sieg wäre okay“, sagt Duran.

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