Bronnzell Kapitän Marco Weiss gegen Schlüchterns Leon Busch
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Bronnzells Urgestein Marco Weiss (links) kann neun Jahre nach dem Gruppenliga-Aufstieg in die Verbandsliga aufsteigen. Schlüchterns Leon Busch können diese Entscheidung einen Tag früher herbeiführen.

Bronnzell vor Verbandsliga-Aufstieg

„Dann feiert das ganze Dorf mit“

Bronnzell bereitet sich auf eine Party vor. Im Heimspiel gegen den SV Großenlüder (Sonntag, 15.30 Uhr) kann die Viktoria den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen. Für Kapitän Marco Weiss wäre es der zweite Aufstieg mit seinem Heimatverein.

Rückblick in den März: Mit vier Punkten Vorsprung ist Eiterfeld/Leimbach in die Aufstiegsrunde gegangen. Bronnzell blieb also nur eins: "Unser Ziel war es, jedes Spiel zu gewinnen", sagt Marco Weiss. Zwei Spieltage vor Saisonende verfolgt die Viktoria das Ziel noch immer, hat bislang die volle Punkteausbeute eingefahren. Und Eiterfeld hat gepatzt. "Für uns hat alles gepasst. Wir haben nicht mehr groß damit gerechnet, heute in dieser Situation zu sein. Eiterfeld hat einen Bomben-Job gemacht. Jetzt fiebert jeder auf das Spiel hin", betont Weiss.

Entscheidet die SG Schlüchtern den Aufstieg schon am Samstag?

Von klein auf ist Weiss Bronnzeller. Durchläuft alle Jugendmannschaften, steigt mit der ersten Mannschaft 2013 in die Gruppenliga auf: "Da wurde schon gesagt, dass es der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte ist. Fast zehn Jahre später können wir sogar in die Verbandsliga aufsteigen. Wer hätte damit gerechnet? Das wäre ein riesen Ding, das ganze Dorf wird mitfeiern." Weiss sieht die Gründe für den Erfolg nicht nur in der Leistung am Platz: "In der Truppe passt es, die Stimmung passt, die Fans sind voll mit dabei und im Verein wird sehr gute Arbeit geleistet."

Der 29-Jährige drückt aber auch auf die Bremse. Weiß, dass Großenlüder für ein Fußballspiel nach Bronnzell kommen wird. "Wir richten den Fokus auf das Spiel, Großenlüder hat es uns im Hinspiel sehr schwer gemacht", sagt Weiss. Allerdings könnten ihm und seiner Mannschaft die Entscheidung gar abgenommen werden. Am Samstag (17 Uhr) trifft Eiterfeld/Leimbach auf die SG Schlüchtern. Gewinnt die Mannschaft von Ante Markesic nicht, dürfen in Bronnzell schon Samstagabend die Sektkorken knallen. Für Weiss und Co. wäre das jedoch kein Stimmungsabbruch: "Klar würde man es gerne im eigenen Spiel schaffen. Aber dann wäre es so. Dann hätten wir es geschafft und wären genauso froh darüber."

Abstiegsrunde: SV Müs steht vor dem Abstieg

Mit der SG Kressenbach/Ulmbach ist der zweite Absteiger nach der SG Gundhelm/Hutten gefunden. Die 1:5-Niederlage beim RSV Petersberg war zu viel, wobei Spielertrainer Tim Mulfinger die beiden verlorenen Partien gegen den TSV Künzell als entscheidend für den Abstieg bewertete. Am Wochenende kann es den SV Müs erwischen, eine Niederlage gegen den FV Horas (Sonntag, 15.30 Uhr) und die Germania muss den Gang in die Kreisoberliga antreten.

Aufgrund des nahenden Saisonendes scheint es ebenso das Schicksal für den Verlierer der Partie zwischen der SG Kerzell und dem RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr) zu sein. "Wir haben auf jeden Fall den Druck, gewinnen zu müssen", betont Kerzells Trainer Uwe Bleuel. Die bessere Ausgangslage hat der RSV mit einem Nachholspiel in der Hinterhand, allerdings wird sich auch Petersberg keine Niederlage mehr erlauben dürfen, wenn die Konkurrenz aus Hünfeld, Kerzell und Horas punktet.

Trotz nur einem Punkt aus den beiden vergangenen Partien sieht Bleuel sein Team nicht in einem Formtief: "Natürlich haben wir uns mehr versprochen, aber die Spiele waren in Ordnung. Uns hat das Matchglück gefehlt, die Leistung war aber gut." Eine wohl noch bessere Leistung wird es gegen Petersberg brauchen, das nach zwei Niederlagen im April wieder in Form gekommen ist und zuletzt zwei deutliche Siege verbuchte.

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