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„Klassenerhalt wäre wie Meisterschaft“

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Yannik Hilpert SG Eiterfeld/Leimbach und Paul Hohmann FT Fulda
Während Yannik Hilpert (links) mit der SG Eiterfeld/Leimbach Favorit auf die Meisterschaft ist, müssen Paul Hohmann und FT Fulda den Blick nach unten richten. © Charlie Rolff

Die Gruppenliga startet am Wochenende in ihre neue Saison. Doch sehen sich die Vereine bereits gerüstet für die Spielzeit? Wir blicken auf die Vorbereitung der Gruppenligisten zurück – Teil eins erscheint heute, der zweite morgen.

Besonders groß sind die Sorgenfalten auf der Stirn von Matthias Wilde. Alle vier Testspiele des FV Horas gingen verloren – die jüngsten drei gegen Kreisoberligisten. „Dazu kommt, dass wir meistens nur hinterhergelaufen sind. Bei den Spielern war die Zahl der Absagen häufig höher als die Zahl der Zusagen – eine Vorbereitung kann man das gar nicht nennen“, sagt der FVH-Trainer. Nach Cedrik Keller und Jason Lacis hat sich mit Daniel Fabrizius ein dritter Spieler einen Kreuzbandriss zugezogen, dazu kommen die verletzungsbedingten Ausfälle der Stürmer Kevin Muth und Juri Dieterle sowie die Abgänge von Mark Zentgraf (Hünfeld) und der Studenten. „Auf diesem Niveau kannst du die Ausfälle nicht ersetzen. Deshalb wäre der Klassenerhalt wie eine Meisterschaft.“

Ähnlich wie in Horas ist die Lage beim Stadtrivalen FT Fulda. Nach einem 6:2-Erfolg über A-Ligist SG Rönshausen gab es in den restlichen vier Testspielen zwei Niederlagen und keinen Sieg. „Die Ergebnisse sind die eine Sache. Wie die Spiele aber gelaufen sind, zeigt uns, dass es von Tag eins an gegen den Abstieg gehen wird. Das versuche ich dem Umfeld und der Mannschaft nahezubringen“, verdeutlicht FT-Trainer Romeo Andrijasevic. Einige junge Spieler sind neu zur Mannschaft gestoßen, die sich zunächst an den Fußball in der Gruppenliga gewöhnen müssen. Bei den älteren Spielern bemängelt Andrijasevic die Trainingsbeteiligung und dadurch fehlende Fitness: „Wir wissen, dass es auf diese Art und Weise nicht machbar ist. In der Gruppenliga warten auf uns ganz andere Kaliber.“

Die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach dürfte mit den bisherigen Testspiel-Auftritten ebenfalls nicht zufrieden sein. Keinen Sieg gab es in vier Partien, obwohl gegen A-Ligisten wie Germania Fulda und Kirchhasel getestet wurde. Vorteil der Dreier-SG aus der Rhön: Die Truppe von Stefan Huck ist zunächst spielfrei und muss erst am 7. August ins Geschehen eingreifen.

Eiterfelds Markesic: „Was bringt dir das Gerede?“

Gegner im Derby wird dann der SV Hofbieber sein. Der Neuling überzeugte mit Siegen gegen Verbandsligist Ehrenberg und A-Junioren-Hessenligist Barockstadt, hatte am vergangenen Wochenende aber Pech, dass beide geplanten Testspiele jeweils vom Gegner abgesagt wurden.

Eine richtige Generalprobe vor dem Saisonauftakt gegen Horas gab es für die Hofbieberer also nicht – mehr Glück hatten die Künzeller. Der TSV unterstrich beim 4:0 gegen Kreisoberligist Bimbach seine Ligazugehörigkeit. Die Mannschaft des neuen Trainers Timo Möller verlor ansonsten nur gegen die favorisierten Verbandsligisten Bronnzell und Flieden, der Gemeindepokal wurde mit drei Siegen souverän gewonnen.

Noch besser als in Künzell ist die Stimmung wohl einzig bei der SG Eiterfeld/Leimbach. Nur hauchzart verpasste die SG jüngst den Titel, nicht nur deshalb ist die Truppe von Ante Markesic Favorit Nummer eins. Zumal der ordentlich aufgehübschte Kader in der Vorbereitung performte. Nur zwei Gegentreffer (beim 1:2 beim Thüringenligisten Schott Jena und die drei Gegentore (0:3 im Finale des Gemeindepokals gegen Dittlofrod/Körnbach) in fünf Spielen – die Defensive lieferte wie die Offensive ab. Die Generalprobe ging mit 6:0 in Petersberg – alle Tore fielen vor der Halbzeit – gewonnen. „Favorit hin oder her. Was bringt dir das Gerede? Es klingt zwar dumm, aber es liegt allein an der Entwicklung der Mannschaft. Wir haben vergangene Saison nur ein Spiel verloren und dennoch nichts gewonnen. Im Team und Verein herrscht derzeit ein richtig gutes Klima. Wir wollen nach ganz oben, ohne Frage“, sagt Markesic, der aus gesundheitlichen Gründen drei Wochen in der Vorbereitung verpasste und „bestens“ von seinem Ex-Schützling Romeo Schäfer vertreten wurde.

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