Der Sonne mit der Reserve des Hünfelder SV entgegen, Niclas Rehm?
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Der Sonne mit der Reserve des Hünfelder SV entgegen, Niclas Rehm?

Kevin Kurz lobt Bronnzell

Leichtes oder gefährliches Restprogramm?

Teilweise noch drei, teilweise noch fünf Partien haben die Abstiegskandidaten in der Gruppenliga zu bestreiten. Drei der fünf Absteiger scheinen fix. Doch die restlichen beiden sind heiß umkämpft.

In den sauren Apfel muss derzeit die Hessenliga-Reserve des Hünfelder SV beißen. Mit 22 Zählern steht der erste Abstiegsplatz, punktgleich sind Horas und Kerzell, wobei Horas noch zwei Spiele mehr zu bestreiten hat. Die HSV-Reserve kennt sich mittlerweile aber bestens aus in dieser Region. Seit Beginn der Abstiegsrunde pendeln die Haunestädter in dieser Tabellenregion und haben stets Tuchfühlung zur Rettung und zum Abstieg. Woche für Woche steht ein Endspiel an, die Spannung hält sich quasi von alleine hoch. Was für manch einen belastend daherkommt, ist für Trainer Niclas Rehm völlig in Ordnung. „So ist es doch schöner als anders herum. Die Jungs wissen, worum es geht. Jeder kann sich darauf einstellen, dass jede Woche Überlebenskampf ist.“ 

Verletzungssorgen des Hünfelder SV wirken sich auf Gruppenliga-Team aus

Rehm betont zudem, dass es nicht selbstverständlich sei, dass sein Team noch in der Verlosung ist. Personelle Gründe schiebt er an. Die Gründe sind einleuchtend, hat doch der Hessenliga-Kader Verletzungssorgen, die sich folglich auf das Gruppenliga-Team auswirken. Und Rehm schaut sich deshalb des Öfteren bei den A-Junioren um. Immer wieder wechselndes Personal lässt ein eingespieltes Team nur schwerlich zu. „Da wird deutlich, was die Jungs abliefern. Wenn dann noch fünf, sechs Stammleute aus unserem Kader fehlen, sagt das alles.“ So kommt es, dass Torhüter Maurice Pappert im Sturm einspringen muss, ein Niklas Geyer wieder gegen den Ball tritt und Rehm selbst gar die Schuhe schnürt, wie in Kerzell geschehen. Stichwort Kerzell: „In einer Woche haben wir zweimal gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Das schmerzt besonders“, weiß Rehm. 

Mut sollte dem HSV das Restprogramm machen. Sonntag (15.30 Uhr) daheim gegen Müs, dann in Kressenbach und zum Abschluss daheim gegen Gundhelm. Das Trio also, dass so gut wie abgestiegen ist. Im Vergleich zur Konkurrenz ein leichtes Programm. „Das hat wenig zu heißen. Gerade weil es für sie um nichts mehr geht, wird es gefährlich. Sie können locker und unbeschwert sein, die Blockaden im Kopf fallen weg. Dennoch haben wir es selbst in der Hand, da mit drei Siegen wohl der Klassenerhalt fix sein sollte.“

„Chapeau, Bronnzell. Ihr macht einen guten Job.“

Darf die SG Bronnzell am Sonntag die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga bejubeln? Was es braucht, ist ein Sieg in Schlüchtern (15.30 Uhr) und einen zeitgleichen Punktverlust von Verfolger Eiterfeld/Leimbach in Hosenfeld. Dass der Titel einzig über Bronnzell führt, ist allerdings schon in allen Gruppenliga-Köpfen drin, vor allem bei den in der Hinrunde so stark spielenden Eiterfeldern. „Der Zug ist abgefahren und das vollkommen zurecht. Fünf Punkte in drei Spielen – da ist nichts zu machen. Chapeau, Bronnzell. Ihr macht einen guten Job“, kann Eiterfelds Kapitän Kevin Kurz dem baldigen Meister nur Respekt zollen. Verdient sei es, und dem Team gönne er es, „da die Truppe menschlich top ist und wir gerne nach den Spielen dort Zeit verbrachten“. 

Dabei sah es lange so aus, als würde Kurz und seine Nebenleute das Rennen machen. Nach der Winterpause konnte die SG jedoch nie an die Leistung aus dem Herbst anknüpfen. Anstatt einen Gang hochzuschalten, trat das Gegenteil ein. „Den Schuh müssen wir uns selbst anziehen. Jeder muss sich fragen, ob er es voll und ganz wollte. Alles andere sind nur Begleiterscheinungen. Mit Verletzungen plagt sich jedes Team rum, dass wir lange Pause hatten sind billige Ausreden. Uns hat die mannschaftliche Geschlossenheit stark gemacht und das konnten wir nicht erneut auf den Platz bringen“, schildert Kurz, dessen Team jüngst beim 8:1 in Freiensteinau zeigte, zu was es in der Lage ist. In den verbleibenden drei Spielen soll das Optimum herausspringen, ehe die Pause in vollen Zügen genossen wird. „Und dann freuen wir uns auf eine Normalrunde. Von Saisonzielen brauchen wir derzeit noch nicht reden.“

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