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Ein Platz mit eigenen Geschichten

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Von: Tobias Konrad

Maximilian Vilmar Elters Eckweisbach Schwarzbach
Augen zu und durch? Im Derby sollte EES-Akteur Maximilian Vilmar lieber den Durchblick behalten. © Memento36

Endlich wieder Gemeinde-Derby! Die SG Elters/Eckweisbach/Schwarz bittet am Sonntag (17 Uhr, Elters) in der Gruppenliga den SV Hofbieber zum Tanz. Auf diese Paarung mussten die Zuschauer fünf Jahre warten.

Im April 2017, damals noch in der Kreisoberliga Mitte, trafen beide zuletzt aufeinander. Der SVH siegte 2:1, ein halbes Jahr zuvor ging die Partie in Elters über die Bühne. Der Gast traf in der Nachspielzeit zum 1:1. „Eigentlich machen wir die Tore so spät in Elters. Anscheinend hat Hofbieber damals bergab gespielt“, blickt EES-Coach Stefan Huck humorvoll zurück. Sind alle seine Spieler schon seit jeher mit der Rivalität beider Vereine vertraut, musste der gebürtige Thüringer diese erst noch kennenlernen. Was ihm bislang zugetragen wurde? „Wenn wir gewinnen, brauchen die Jungs am Montag frei. Wir wollen es aber nicht höher hängen als es muss“, schildert Huck, bei dem in der vergangenen Woche die Hochzeitsglocken läuteten.

Und so war der spielfreie erste Spieltag doch gar nicht so frei für ihn und seine Spieler. Kurios wird es am Sonntag, denn das Duell gegen Hofbieber stellt schon den dritten Spieltag dar. Für EES wird es aber das erste Ligaspiel sein, da die Dreier-SG dem Wunsch Kerzells nachkam und die für heute angesetzten 90 Minuten verschoben wurde. Vollends ausgeruht geht die Spielgemeinschaft also ins Derby, während der Kontrahent schon 180 Ligaminuten absolviert hat. Vorteil oder Nachteil? „Das lässt sich schwer sagen. Unsere Belastung ist niedriger, Hofbieber hingegen schon eingespielter. Gewinnen sie heute, ist die Brust mit vier Punkten breit. Verlieren sie, können wir für einen Fehlstart sorgen. Wir spielen in Elters und jeder weiß, dass auf diesem Platz die Spiele ihre eigenen Geschichten schreiben“, erläutert Huck.

Spannend wird‘s werden, ein Leckerbissen für die Gemeinde ohnehin. Wie sich seine Mannschaft präsentiert, vermag der Coach nicht sagen. Er lasse sich überraschen, die Testspielergebnisse waren wenig überzeugend. „Darauf gebe ich nichts. Wir hatten nie den kompletten Kader beisammen. Niemand konnte die vergangenen Jahre verreisen, das durften die Jungs jetzt gerne nachholen. Wir hatten gute und teils weniger gute Ansätze. Jetzt fällt erst der richtige Startschuss.“

Erst bei drei Niederlagen ist Druck auf dem Kessel

Ein weiteres Derby steht zwischen der Spvgg. Hosenfeld und Teutonia Großenlüder an (Freitag, 19 Uhr). Die Aufregung vom ersten Spieltag über die Schiedsrichterleistung ist bei Großenlüders Trainer Francisco Martinez inzwischen verflogen, sagt er doch, "dass wir uns selbst ankreiden müssen, warum wir vier Gegentore kassieren". Martinez liefert das richtige Stichwort, denn das letzte Aufeinandertreffen im Derby endete ebenfalls mit vier Gegentreffern. Der Coach zieht gar einen Vergleich zum Oktober 2021. Die 3:4-Pleite in Hosenfeld habe die nicht allzu prickelnde Aufstiegsrunde eingeläutet. "Seitdem hatten wir unsere Probleme, weil wir uns nicht mehr nur auf den Fußball konzentriert haben. Wir müssen wieder an die guten Leistungen von vor einem Jahr anknüpfen."

Das Derby soll selbstredend gewonnen werden, den Gegner kann Martinez schwer einschätzen durch einen personell veränderten Kader. "Beide haben am ersten Spieltag verloren. Aber Druck ist noch nicht zu spüren." Dabei war die Teutonia in der Vorbereitung so gut unterwegs, siegte gegen die Verbandsligisten Eichenzell und Flieden. "Es sind halt zwei paar Schuhe zwischen Liga- und Testspielen", schildert der Lüder-Coach, der erst bei drei Niederlagen von "bösem Druck" spricht. Nach Hosenfeld steht das Duell gegen die TSG Lütter an. Ein Null-Punkte-Wochenende mag sich Martinez nicht ausmalen. "Aber es kann passieren, denn alle Teams in der Gruppenliga habe eine gute Truppe und niemand möchte rumgurken. Ich hoffe, dass unser Personal wieder etwas besser bestückt ist, da wir mit der Reserve ein wenig rotieren müssen."

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