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Interessanter Gast zum Topspiel an den Tannen

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Von: Ralph Kraus

Simon Müller SG Aulatal (links) Lars Jordan SG Schlüchtern
Simon Müller (links) und Georg Muratidi (rechts) sind am Wochenende mit der SG Aulatal im Spitzenspiel gegen den TSV Künzell gefordert. Schlüchterns Lars Jordan hat derweil einen Doppelspieltag vor der Brust. © Ralf Hofacker

Mal Hand aufs Herz: Wer kannte vor der Saison im Fuldaer Raum schon die Namen Martin Friedrich, Joshua Piel und Luca Eckhardt? Mittlerweile sollte das Trio aber jedem Fußballfan ein Begriff sein – zumindest, wenn ihm die Gruppenliga am Herzen liegt.

Die drei kamen im Sommer gemeinsam vom TSV Schwarzenborn aus der Kreisoberliga Schwalm-Eder zur SG Aulatal und stellen seitdem die Gruppenliga so ein bisschen auf den Kopf. Martin Friedrich übernahm den Trainerposten der Spielgemeinschaft aus Oberaula und Kirchheim von Horst Brandner. Genau von dem Horst Brandner, bei dem er sechs Jahre zuvor als „Co“ in Schwarzenborn ins Trainergeschäft einstieg und den er nach dessen Wechsel nach Aulatal in Schwarzenborn 2019 auf dem Cheftrainer-Posten beerbte.

Als Brandner im März aus gesundheitlichen Gründen der SG Aulatal für die Runde 2022/2023 eher kurzfristig wieder absagen musste, brachte er die Macher dort auch auf den Namen Friedrich. „Horst Brandner hat mich als sein Nachfolger empfohlen“, erklärt der 37-jährige Friedrich, der seine fußballerische Zeit komplett in Schwarzenborn verbrachte. Dort erwarb er als Co-Trainer von Brandner auch die B- und Torwart-Lizenz und legte so die Grundlagen für seinen Einstieg als „Chef“.

Ein Wechsel im Dreierpack zur SG Aulatal

„Dass wir jetzt im Dreierpack nach Aulatal gewechselt sind, hat einen anderen Weg genommen, als es vielleicht zunächst den Anschein macht. Ich als Trainer kam nämlich als Letzter zu einem Zeitpunkt, als die Gespräche mit Luca Eckhardt und Joshua Piel schon weit fortgeschritten waren“, erklärt Friedrich, der den überragenden Saisonstart nicht überbewerten will. „Das vorderste Ziel war der Klassenerhalt, allerdings schon mit der Ambition, dass wir einen vernünftigen, einstelligen Tabellenplatz erreichen wollen“, so der Trainer. „Daran hat sich auch nichts geändert, denn es wäre viel zu früh, irgendwelche neue Ziele zu definieren.“

Vor dem Schlagerspiel am Sonntag (15.30 Uhr) in Künzell ist Friedrich bestens vorbereitet: „Künzell habe ich beim Spiel in Eiterfeld gesehen. Das ist eine in sich geschlossene Mannschaft, die sehr diszipliniert als Team verteidigt und gleichzeitig gradlinig in der Offensive unterwegs ist“, so der Coach.

Trainer traut Stürmer Sprung in Verbands- oder Hessenliga zu

Seinem 21-jährigen Sturmtalent Luca Eckhardt traut er noch einiges zu: „Luca ist mir als Pimpf schon um die Knie herum gerannt. Er hat sowohl fußballerisch als auch charakterlich die Parameter, um noch einiges zu erreichen. Er ist ein sehr kompletter Spieler dem ich durchaus zutraue, dass es noch zwei Klassen nach oben gehen kann“, so Friedrich. Zahlen, die das belegen, sind folgende: 28 Treffer markierte er vergangene Runde in 30 KOL-Spielen für Schwarzenborn, eine Liga höher sind es nun bereits zehn Tore in neun Partien.

Was die Gruppenliga Fulda angeht, so hat Friedrich bereits eine erste klare Meinung. „Ich denke, dass die Liga mit der Gruppenliga Kassel vergleichbar ist. Der wichtigste Unterschied ist aber, dass die meisten Mannschaften zwei, drei Spieler in ihren Reihen haben, die schon ein, zwei Ligen höher gespielt haben. Die individuelle Klasse in den einzelnen Mannschaften ist etwas höher als die bei den Kasseler Vereinen“, unterstreicht Friedrich.

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