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Spielerfrauen: „Jeden Sonntag die gleiche Schei*e“ beim Fußball

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Von: Tobias Konrad

Hofbieber Frauen Shirts
„Jeden Sonntag die gleiche Scheiße“ – so steht es wortwörtlich auf den Shirts der Spielerfrauen des SV Hofbieber. © privat

„Immer wieder sonntags“ heißt ein bestens bekanntes Lied von Cindy & Bert. Die Zeilen des einstigen Schlagerduos stammen aus dem Jahr 1973, sind aber bei den Amateurfußballern fast 50 Jahre später noch allgegenwärtig.

Als Spielerfrau eines Kreisligafußballers braucht es ein dickes Fell. Nicht immer teilt man die Liebe zum Sport mit dem Gatten. Und dennoch ist der sonntägliche Gang zum Sportplatz Pflicht und eine Routine, obwohl die Freude darauf – vor allem in den kälteren Monaten – vielleicht nicht immer die allergrößte ist. Beim SV Hofbieber haben die Spielerfrauen eine ganz eigene Idee entwickelt, wie sie ihren Männern dies mitteilen können. T-Shirts mit dem Aufdruck „Jeden Sonntag die gleiche Scheiße“ streifen sich die Frauen seit einiger Zeit über. Dass sie widerwillig bei den Spielen des SVH dabei sind, soll damit nicht im Entferntesten kundgetan werden. Mehr ist es eine Aktion, die den Zusammenhalt untereinander darstellen soll.

Spielerfrauen: „Jeden Sonntag die gleiche Schei*e“ beim Fußball

Mit dem Aufstieg im Sommer erhielt der Verein ein noch engeres Gefüge. Der Erfolg hat zusammengeschweißt, im Dorf war das merklich zu spüren, wie Cäcilia Gehring, Mannschaftsbetreuerin des Gruppenligateams und zugleich eine der Spielerfrauen, verlauten kann. In dieser Zeit schwappte die Euphoriewelle ebenfalls über auf die Frauen und erreichte gar diejenigen, die nicht unbedingt für den Fußball brennen. „Die Lust war bei allen vorhanden und wir wollten, dass alle bei den Spielen mit dabei sind. Es soll ja nicht nur um Fußball gehen, sondern auch um das Drumherum“, erläutert Gehring und nennt die Traktorfahrt am letzten Spieltag der vergangenen Saison nach Margretenhaun als Beispiel. Die gesamte Mannschaft inklusive des Anhangs war auf dem überdimensionalen Anhänger versammelt. (Lest hier: Hofbiebers Meisterstück)

Der ausschlaggebende Punkt für die Erstellung der Shirts spielte sich mit dem jüngsten Aufstieg ab. Eine SVH-Kluft musste her, im Fundus der Trikotsätze der vergangenen Jahrzehnte sollte nichts gefunden werden. Also rasch ein eigenes Kleidungsstück entwerfen, dass mit dem auffälligen Spruch auf dem Rücken, der alles andere als abfällig gemeint ist, ein Blickfänger ist. „Die Leute lachen sich kaputt und machen ihre Scherzchen. Sie sollen einfach nur das Zusammenhaltgefühl unter uns darstellen“, sagt Gehring.

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