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Kreuzband-Drama beim FV Horas

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Von: Tino Weingarten

Fußball 2020-2021/Kreispokal Fulda 2020-2021/Viertelfinale/FV Horas (rot) - SV Buchonia Flieden (blau)
Daniel Fabrizius (links, im Duell mit Fliedens Luca Gaul), ist einer von fünf Spielern beim FV Horas, die mit einem Kreuzbandriss noch lange ausfallen werden. © Charlie Rolff

Als einziges Team der Gruppenliga wartet der FV Horas noch immer auf den ersten Saisonsieg. Was leicht zu erklären ist: Der Mannschaft von Trainer Matthias Wilde ist unvergleichliches Verletzungspech widerfahren.

Lediglich zwei Ersatzspieler fand Wilde bei der 0:2-Niederlage auf seiner Bank wieder. Viele Gesichter wird der Coach des FVH dieser Tage und Wochen eher neben als auf dem Platz sehen. Juri Dieterle ist weiterhin verletzt, dazu kommen gleich fünf Spieler, die allesamt mit einem Kreuzbandriss monatelang ausfallen. Cedrik Keller, Jason Lacis, Daniel Fabrizius, Fahad Malik und jüngst Leon Panfil werden Horas in dieser Saison wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. „Das sind Leute, die keine Mitläufer sind, sondern Unterschiedsspieler. Die Verletzungen sind alle in Zweikämpfen passiert, das ist unser Schicksal“, sagt Wilde.

Fünf Kreuzbandrisse beim FV Horas: „Nicht zu kompensieren“

Allein diese fünf Kreuzbandverletzungen seien in der Gruppenliga nicht mehr zu kompensieren. „Es hatte sich vorher schon abgezeichnet, dass es sehr problematisch wird, dass wir einen zu dünnen Kader haben. Es ist nicht absehbar, dass sich da bald was ändert“, betont der Trainer des FV Horas. Und doch scheint seine Mannschaft – mit Ausnahme der 2:6-Niederlage gegen Hönebach – nicht völlig chancenlos unterlegen zu sein.

Wilde zählt die Partien gegen Großenlüder, Thalau, Hohe Luft und Hosenfeld auf, in denen die Niederlagen unglücklich daher kamen. „Da war mehr drin gewesen. Dass wir dann Pech mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung haben, kommt dazu“, sagt er und hat dabei die Szene zum 0:2 gegen Hosenfeld im Kopf, als ein irregulärer Treffer doch seine Anerkennung fand.

Er ist ein Motivator. Solche Spieler können wir jetzt gut gebrauchen.

Matthias Wilde über Kevin Muth

Am Samstag sei in Schlüchtern ein Unentschieden verdient gewesen, der FVH erspielte sich gute Gelegenheiten, Schlüchterns Torjäger Leon Butsch setzte den Hoffnungen mit dem 2:0 in der Nachspielzeit jedoch ein Ende. „Die Jungs haben gekämpft und alles reingehauen, waren am Ball mutig. Wichtig ist, dass wir den Spaß am Sport bewahren“, fordert Wilde, der froh ist, dass zumindest Kevin Muth seine Verletzungspause hinter sich gelassen hat, wenngleich es noch dauern werde, bis der Angreifer wieder 100-prozentige Fitness erreicht habe: „Er ist ein Motivator. Solche Spieler können wir jetzt gut gebrauchen.“

Wirklich gut gebrauchen kann Wilde allerdings die Terminansetzung des Bitburger-Kreispokalspiels heute Abend (18.30 Uhr) bei Süd-Kreisoberligist SG Magdlos nicht. „Der Pokal hat bei uns aktuell keine hohe Priorität. Der Fokus liegt auf anderen Dingen.“ Der Sieger trifft im Achtelfinale auf den RSV Margretenhaun.

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