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Die Geschichte der „Langen Nacht“

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Von: Ralph Kraus

Die Mambo Kingx rocken am kommenden Samstag wieder für ihren Verein, den Gruppenligisten FT Fulda, auf der „langen Nacht“.
Die Mambo Kingx rocken am kommenden Samstag wieder für ihren Verein, den Gruppenligisten FT Fulda, auf der „langen Nacht“. © FT Fulda

Die Band Mambo Kingx und die Fußball-Abteilung von FT Fulda haben eine ganz besondere Verbindung. Am Samstag richten beide gemeinsam bereits zum zwölften Mal die „Lange Nacht“ auf dem Sportgelände von FT aus.

Mambo Kingx-Frontmann Uli Fromm und Gitarrist Julian Schnorr haben eine fußballerische Vergangenheit bei FT. Schnorr beispielsweise spielte ab Mitte der 1990er-Jahre in der ersten Mannschaft, war von 2002 bis 2005 sogar Kapitän der „Turner“.

„Die Fußball-Abteilung von FT wurde 1903 gegründet, hat also eine große Tradition. Trotzdem ist es eine kleine Abteilung, die einen anderen Weg geht als viele andere Fußballvereine, die auf große Sponsoren setzen“, erklärt Schnorr, der seit der Gründung der Mambo Kingx im Jahr 2001 mit der Band am Start ist, anfangs sogar zweigleisig Musik machte und Fußball spielte. „Man wusste aber genau, wenn ich samstags bis spät nachts einen Auftritt hatte und dann sonntags zum Auswärtsspiel beispielsweise in Ilbeshausen aufgeschlagen habe“, schmunzelt Schnorr rückblickend.

„Lange Nacht“ ein Erfolg: Einnahmen fließen in Jugendarbeit

An die Anfänge der „Langen Nacht“ denkt Schnorr gerne zurück. „Das Motto war und ist bis heute: Du hast keine großen Sponsoren, also hilf‘ dir selbst. So kam uns irgendwann die Idee von diesem Event. Wir wollten eben mal etwas anders machen als ein typisches Sportfest.“

Mit Erfolg: Denn für die „Lange Nacht“ hat FT mittlerweile regelmäßig ausreichend Sponsoren und Gönner am Start. „Bislang hatten wir immer Glück mit dem Wetter. Trotzdem ist es wichtig, dass die Basics wie Bühne oder Technik vorher abgedeckt sind. Sollte beispielsweise ein Starkregen aufkommen, was jederzeit passieren kann, hat FT zwar keine Einnahmen, aber zumindest auch keinen Verlust“, erklärt Schnorr. „Das sind fast durchweg Gönner, die sich sonst als potenzielle Sponsoren des Vereins nicht betätigen, aber für die lange Nacht zur Verfügung stehen.“

Weil FT zu den Vereinen gehört, der nicht bereit ist, große Zahlungen an Spieler im Seniorenbereich zu tätigen, werden mit den Einnahmen der „Langen Nacht“ Arbeiten am Sportlerheim investiert oder das Geld fließt in die Jugendarbeit. Mit Erfolg: Mittlerweile hat der Verein wieder eine hohe Zahl an Jugendspielern. „Daniel Schröder macht da als Jugendleiter hervorragende Arbeit. Gerade im Bereich der Bambini und E-Jugend sind wir sehr gut aufgestellt. Das könnte ein Lichtblick für die Zukunft sein“, hofft Schnorr, der aber auch weiß, „dass es nur noch ein Traum ist, dass die Spieler heutzutage von der E-Jugend bis in den Seniorenbereich in einem Verein bleiben. Doch auch wenn das eine Illusion ist, hoffen bei FT alle inständig, dass es gelingen wird, dass zumindest eine gewisse Zahl an Spielern später für die erste und zweite Mannschaft heranwächst.“

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