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Strittig und hitzig: Gruppenliga-Rückkehr endet 1:1

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Von: Tobias Konrad

Gruppenliga Erik Nüdling SV Hofbieber gegen FV Horas
Viel Betrieb im Strafraum: Hofbiebers Erik Nüdling steigt hoch, gefährlich wurde es aber nicht. © Memento36

Viel drin war bei der Gruppenliga-Rückkehr des SV Hofbieber nach sieben Jahren. Gegen den FV Horas setzte es ein 1:1 (1:0)-Unentschieden, mit dem letztlich beide Trainer gut leben können.

Nach einer schlechten Vorbereitung mit schlechten Ergebnissen gegen klassentiefere Teams sprach Horas-Coach Matthias Wilde im Vorfeld, dass sein Team Abstiegskandidat sei. Nach teils hitzigen 90 Minuten erneuerte er diese Aussage, wobei sein Team durchaus nach Spieltag eins mit drei Punkten hätte dastehen können. Tief stand der FVH, ließ Hofbieber das Spiel gestalten – und Daniel Wilde als einzige Sturmspitze sollte die Defensive der Hausherren beschäftigen. Was dem Stürmer gelang, denn Horas hatte gute Chancen, wenngleich es bis spät in die erste Halbzeit bis zum ersten Hochkaräter dauerte. Zuvor war der Aufsteiger bestimmend, Jonas Haas über außen (7.), Fabio Ruppert nach Umschaltspiel (27.) und Niklas Schuhmann aus spitzem Winkel (37.) verfehlten jeweils knapp das Tor.

Auf der Gegenseite wurde es kurz darauf nicht zum letzten Mal richtig knifflig. Wilde war durch, die Fahne ging hoch. Eng war's – und im Gegenzug ging Hofbieber in Führung. Julian von Keitz brachte eine Ecke auf den zweiten Pfosten. Unglücksrabe war FVH-Keeper Tim Seitz, der ins eigene Tor boxte (41.), sich dabei noch am Finger verletzte und zur Pause raus musste. Bis dahin hätte Horas ausgleichen müssen – natürlich durch Wilde. Doch erst spritzte ihm Hofbiebers Roadrunner Haas dazwischen, ehe Wilde schon Torhüter Sebastian Hahner umspielte, aber am auf der Linie stehenden Torsten Müller scheiterte. Haas und Müller war Szenenapplaus garantiert. Für Horas galt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Rote Karte? „Der Ball war nicht dabei“

Waren die Gäste von Beginn an robust im Spiel, gewöhnte sich Hofbieber während des Spielverlaufs daran. "Es wird ein anderer Fußball in der Gruppenliga gespielt. Das müssen die Jungs verstehen", merkte Trainer Oliver Bunzenthal nach Spielschluss an. Und im nächsten Atemzug nannte er den Knackpunkt für den weiteren Verlauf. Erst hatte sein Team die große Doppelchance auf das 2:0, doch Schuhmann traf per Kopf nur die Latte, während Ruppert im Nachschuss am glänzenden Ersatztorhüter Dennis Schäfer scheiterte (48.). Horas bestrafte umgehend: Die Hausherren war sich uneinig und klärten den Ball schlecht, so dass Wilde für Thomas Fabrizius auflegen konnte (49.). Was anschließend folgte? Wenig. Die fußballerische Linie war fast weg, das Treiben wurde durch Einflüsse von außen hitzig. Torchancen waren nicht mehr vorhanden, wenngleich Horas stark von Schiedsrichterin Sabine Stadler erzürnt wurde. Lion Awalom wurde von Erik Nüdling abgegrätscht – eine klare Rote Karte, wie beide Trainer anmerkten. "Ball war da nicht dabei", sagte Awalom, während Übeltäter Nüdling nach Abpfiff Richtung Kabine verschwand.

Dass sein Team dem Gegner das Spiel überließ, hatte laut Wilde Plan: "Wir haben in diesem Jahr nicht die fußballerischen Mittel, um ein Spiel gestalten zu können. Allerdings haben wir gefährliche Spieler und versuchen diese gewinnbringend zu nutzen. Den Punkt nehmen wir mit, zumal ich glaube, dass Hofbieber im oberen Tabellendrittel mitspielen wird." Sein Gegenüber sieht das ein wenig anders: "Es war zu sehen, dass wir nicht mehr in der Kreisoberliga spielen. Horas hat schon seine Erfahrungen in der Liga sammeln dürfen. Da müssen wir erst noch hinkommen. Ich bin froh, dass wir den Zähler haben, da am Ende doch die eine oder andere Szene glücklich für uns lief. Die zweite Halbzeit war chaotisch, hatte viele Ungenauigkeiten und es war nicht schön anzusehen. Letztlich hätte es in beide Richtung kippen können", sagte Bunzenthal.

Statistik

SV Hofbieber: Hahner; Faber, Müller, Nüdling, J. Haas – Günther – Schuhmann (75. Ochs), Gradl, Ruppert (83. T. Bleuel), von Keitz – Y. Bleuel (74. Vogel).
FV Horas: Seitz (46. Schäfer); Lübeck, Pekala, Eckard, Malik – Wagner (82. Abramski), Kremer – Kabezki (69. Rippert), Fattah (60. Awalom), T. Fabrizius – Wilde.
Schiedsrichterin: Sabine Stadler (SV Gläserzell).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Tim Seitz (41., Eigentor), 1:1 Thomas Fabrizius (49.).

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