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Gelernter Torwart trifft doppelt zum Derbysieg

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Von: Johannes Götze

Kreisoberliga Fulda Mitte/FT Fulda (weiss) - SV Hofbieber (rot)
Jahrelang stand Robin Fischer für den SV Hofbieber zwischen den Pfosten. Nun stürmt er - und entschied das Derby. © Charlie Rolff

König Fußball, du schreibst die schönsten Geschichten manchmal ganz von allein. Ein Beispiel lieferte gestern das Derby zwischen Hofbieber und Elters/Eckweisbach/Schwarzbach mit einem Helden, der dafür vor drei Jahren nie und nimmer infrage gekommen wäre.

Denn Robin Fischer fing als kleiner Bub mit dem Fußballspielen an. Als Torwart. Erst nach der Corona-Zwangspause schulte er um – oder vielmehr: Er entschied sich um. Nun wollte er lieber stürmen und startete beim SV Hofbieber schnell durch, erspielte sich einen Stammplatz, um jäh von einer Schulterverletzung ausgebremst zu werden. In dieser Saison kam er deshalb bislang kaum zum Einsatz, vor dem gestrigen Derby nur 146 Minuten. Ein Tor war ihm bislang nicht vergönnt.

SV Hofbieber: Gelernter Torwart Robin Fischer trifft doppelt

Doch ausgerechnet im Derby passte alles zusammen: Nachdem Mittelstürmer Yannik Bleuel kurz nach der Pause verletzt raus musste, kam Fischer und erzielte nach tollem Solo das wichtige 2:1 nach knapp einer Stunde. Den Sack machte der 26-Jährige dann im Konter mit seinem zweiten Tor zu. „Das war das schönste Spiel für den SV Hofbieber. Vor so einer Kulisse hat das Toreschießen besonders Spaß gemacht“, sagte er nach Abpfiff und gab Einblick in seinen Positionswandel: „Ich war immer jemand, der gerne Ausdauersport betrieben hat und im Tor war es dann doch recht langweilig.“

Dass sich Fischer umschulte, freut seinen Coach Oliver Bunzenthal: „Das war die richtige Entscheidung. Für ihn freut es mich ganz besonders, denn nach seiner komplizierten Schulterverletzung hat er etwas Zeit benötigt.“ Bunzenthal, der morgen 50 Jahre alt wird, sah einen verdienten Sieg seines Teams. Denn nach ausgeglichener erster Halbzeit kaufte Hofbieber dem Gast den Schneid ab und entwickelte auch nach Fischers Treffern weiter Druck nach vorne. Zittrig wurde es nur in der siebenminütigen Nachspielzeit, denn die SG EES wachte erst nach dem 2:3-Anschlusstreffer durch Marcel Zehner in der Nachspielzeit wieder auf.

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