Fußball 2021-2022/Gruppenliga Fulda Gr.1 2021-2022/RSV Petersberg (grün) - FT Fulda (rot) 0:2
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Sven Aschenbrücker und der RSV Petersberg müssen sich wohl in die Kreisoberliga verabschieden.

Dreikampf um einen Nichtabstiegsplatz

„Todtrauriger“ RSV Petersberg steht kurz vor dem Abstieg

Am vorletzten Spieltag sind zahlreiche Entscheidungen im Gruppenliga-Abstiegskampf gefallen. Horas und Oberzell/Züntersbach sind gerettet, Müs ist abgestiegen, im Dreikampf um den letzten Nichtabstiegsplatz hat Kerzell die Nase vorn.

„Diesmal hatten wir das Matchglück, das wir in den zwei Spielen zuvor nicht hatten“, freute sich Kerzells Trainer Uwe Bleuel nach dem knappen 1:0-Erfolg gegen Petersberg. Eine Szene Mitte der zweiten Halbzeit machte den Unterschied, als die Hausherren den RSV auskonterten und Tristan Niklas überlegt einschob. Der Torschütze flog in der Nachspielzeit aber noch wegen einer Zuschauerbeleidigung vom Platz und fehlt nächste Woche im Endspiel in Schwarzbach. Ein Sieg reicht der Helvetia, um die Klasse zu halten. „Wir haben immer noch alles in der eigenen Hand“, unterstrich Bleuel.

Im Gegensatz zu Petersberg. Selbst wenn der RSV beide ausstehenden Spiele gegen Müs und Oberzell/Züntersbach gewinnt, dürften Kerzell und Hünfeld II (gegen den Letzten Gundhelm/Hutten) ihrerseits nicht siegen. „Es sieht schlecht aus. Wir durften alles, nur nicht dieses Spiel verlieren. Wir sind todtraurig“, gab Petersbergs Trainer Jürgen Krawczyk nach der knappen Pleite zu Protokoll.

Nach der Pause hatten die Gäste zwar mehr vom Spiel, erspielten sich aber zu wenige zwingende Chancen – zumal Torjäger Karlo Vidovic per Manndeckung aus dem Spiel genommen wurde. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, der Einsatz hat gestimmt. Es ist sehr schade, weil wir in diesem Jahr unglaublich viel investiert haben“, haderte Krawczyk.

Lange Unterbrechung in Kressenbach

In einer ähnlichen Situation wie Petersberg befindet sich Hünfeld II. Auch die Hessenliga-Reserve ist auf Schützenhilfe angewiesen, Elters/Eckweisbach/Schwarzbach darf gegen Kerzell nicht verlieren. Gleichzeitig braucht der HSV einen Heimsieg gegen Gundhelm/Hutten. „Das ist nicht unmöglich. Wir müssen zuerst unsere Hausaufgaben machen und dürfen danach spekulieren“, betonte Hünfelds Trainer Niclas Rehm.

Der 32-Jährige erlebte in Kressenbach abermals eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Hünfeld II führte zur Pause hochverdient mit 2:0, schwächte sich dann aber mit einer Roten Karte durch Ivan Lovakovic. Nach der Pause glich Kressenbach/Ulmbach durch zwei Standards aus, ehe Max Vogler – die einzige Verstärkung aus dem Hessenliga-Kader – für die erneute Führung und späteren 3:2-Endstand sorgte, als die Partie zu kippen drohte. Einen Wermutstropfen gab es aber noch: Sven Sorian bekam bei einem Zusammenprall einen Schlag auf die ohnehin lädierte Hüfte ab, so dass er sich nicht mehr bewegen konnte und der Krankenwagen kommen musste. Das Spiel war eine halbe Stunde lang unterbrochen.

Julian Keller rettet den FV Horas

Jubeln konnte derweil Horas. Durch das 2:1 in Müs hat der FVH den Klassenerhalt sicher. „Es fühlt sich an wie eine Meisterschaft“, gab Trainer Matthias Wilde zu, der erleichtert war, dass es am letzten Spieltag nicht zum Endspiel gegen Kressenbach/Ulmbach kommt. „Das wünscht sich niemand, dass es in so einem Spiel dann noch um die Wurst geht. Gerade bei einer jungen Mannschaft wie unserer können die Nerven eine Rolle spielen.“

Der Druck war Horas auch in Müs anzumerken. Die Hausherren, die nun sicher abgestiegen sind und denen auch ein Sieg nicht weitergeholfen hätte, waren die bessere Mannschaft. „Die haben sich voll reingehängt. Es ist für mich völlig unverständlich, dass Müs mit einer solchen fußballerischen Qualität absteigt“, sagte Wilde. Mit einer tollen Moral drehte Horas den frühen Rückstand – vor allem dank Julian Keller, der in Leipzig studiert und erst zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Einsatz kam. Der 23-Jährige verwandelte zwei Freistöße direkt – den ersten schlitzohrig, als Müs-Torhüter Mahsuni Algac noch die Mauer stellte.

Oberzell/Züntersbach durfte ebenfalls jubeln. Durch das 4:2 gegen Künzell, bei dem Julian Ankert mit drei Treffern in der ersten Halbzeit überragte, hat die SG vor dem letzten Spiel nun sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Statistik Aufstiegsrunde

ESV Hönebach – Spvgg. Hosenfeld 4:2 (3:2). Schiedsrichter: Marc-Philipp Auerswald (SG Sontra). Zuschauer: 120. Tore: Tore: 1:0 Tim Schwarz (1.), 2:0 Marcel Katzmann (29.), 2:1 Eyanawa Landry Aquiteme Pitakani (38.), 2:2 Marc Wettels (41., Foulelfmeter), 3:2 Patrick Störl (44.), 4:2 Stefan Brandenstein (71.). 

Statistik Abstiegsrunde

SG Kerzell – RSV Petersberg 1:0 (0:0). Schiedsrichter: k. A. Zuschauer: 220. Tor: 1:0 Tristan Niklas (67.). Rote Karte: Tristan Niklas (Kerzell) wegen Zuschauerbeleidigung (90.+3).

SG Oberzell/Züntersbach – TSV Künzell 4:2 (4:1). Schiedsrichter: Justus Dietrich (VfL Eiterfeld). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Julian Ankert (16.), 1:1 Munir Tekleyes (23.), 2:1 Julian Ankert (28.), 3:1 Julian Ankert (31.), 4:1 Julian Müller (44.), 4:2 Julian Parzeller (51., Foulelfmeter).

SV Müs – FV Horas 1:2 (1:2). Schiedsrichter: Sören Rolfs (FV Cölbe). Zuschauer: 180. Tore: 1:0 Dzejlan Salkovic (2.), 1:1 Julian Keller (34.), 1:2 Julian Keller (42.). Gelb-Rote Karte: Dominik Golbach (Horas, 90.+4).

SG Kressenbach/Ulmbach – Hünfelder SV II 2:3 (0:2). Schiedsrichter: Eric Wettels (JFV Gemeinde Petersberg-Fulda). Zuschauer: 50. Tore: 0:1 Max Vogler (4.), 0:2 Nils Witte (32.), 1:2 Jan Rink (49.), 2:2 Tim Mackenroth (58.), 2:3 Max Vogler (65.). Rote Karte: Ivan Lovakovic (Hünfeld II) wegen einer Tätlichkeit (45.+2).

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