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Eine bekannte Konstellation

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Von: Tobias Konrad

Martin Friedrich, Trainer von Gruppenligist SG Aulatal
Martin Friedrich freut sich mit der SG Aulatal, neue Sportplätze in der Region Fulda kennenzulernen. © Verein

Zum zweiten Mal binnen einem Jahr stellt Fußball-Gruppenligist SG Aulatal einen Trainer vor, der zuvor keine Berührungspunkte mit der Region Osthessen hatte. Wer ist also Martin Friedrich, der im Sommer auf Horst Brandner folgt?

Friedrich auf Brandner? Im Schwalm-Eder-Kreis wird so mancher Fußballkenner hellhörig. Denn jene Konstellation gab es schon einmal. Im Sommer 2020 nämlich, als Brandner seinen Trainerjob beim TSV Schwarzenborn zur Verfügung stellte und Friedrich übernahm. Nun tritt der 37-Jährige also erneut die Nachfolge seines einstigen „Chefs“ an. Beim TSV war der Berufssoldat erst zweieinhalb Jahre dessen „Co“. Die ersten Schritte als Trainer unternahm er unter Brandners Leitung, konnte Dinge mitnehmen wie beispielsweise die Mannschaftsführung. Fußballerisch und inhaltlich, sagt Friedrich, habe er seinen eigenen Stil entwickelt. Was logisch erscheint, kommt der neue Aulatal-Coach aus einer anderen Trainer-Generation.

Offensiver Fußball beim Gruppenligisten?

Mit seinen 37 Jahren wird er den TSV erstmals verlassen. Die komplette Jugend durchlief er, spielte danach 13 Jahre im Seniorenbereich und war lange Jahre Kapitän. Friedrich ist ein Ur-Schwarenbörner, der nach und nach die C-Lizenz, Torwarttrainer-Lizenz und B-Lizenz erwarb. „Wichtiger sind allerdings die praktischen Erfahrungen. Nur so kannst du dich weiterentwickeln“, schildert der Noch-Coach des Kreisoberligisten. Seine Gedanken bei der Ausrichtung der Mannschaft sind offensiv, was allein an der Statistik deutlich wird. Schwarzenborn hat als Tabellenfünfter mit Abstand die meisten Tore erzielt. Doch in der Defensive drückt ein wenig der Schuh. „Allerdings haben wir ein wenig mehr Stabilität reinbekommen. Klar ist aber, dass die Ausrichtung immer vom Potential des Kaders abhängt.“

Den Schritt nun zur SG Aulatal habe er sich wohl überlegt. Ambitioniert sei Friedrich, die Weiterentwicklung sucht er. „Die SGA ist eine gute Adresse. In allen Belangen macht der Verein seit einigen Jahre gute Arbeit. Als das Angebot kam, musste ich nicht allzu lange überlegen.“ War er als Sportler bislang nur in der Schwalm unterwegs, lernt der B-Lizenz-Inhaber künftig den Fuldaer Raum kennen. „Ich freue mich darauf. Es ist eine interessante Region“, führt Friedrich aus.

Friedrich hat ein Spielsystem für SG Aulatal im Kopf

Über sein neues Team möchte er noch nicht zu viele Worte verlieren. Zu frisch sei noch alles, die Entscheidung erst einige Tage her. „Zuerst möchte ich die Mannschaft kennenlernen, ehe ich in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der SGA die Detailplanung angehe. Wir wollen junge Spieler hinzugewinnen“, sagt Friedrich, der auf ein gutes Umschaltspiel und hohen Balldruck setzt: „Hat der Gegner den Ball, müssen wir aktiv sein und mit dem nötigen Druck Umschaltmomente erzwingen. Bei eigenem Ballbesitz wollen wir vertikale Spielmuster auf den Platz bringen, dabei strukturiert agieren, um auf Ballverluste reagieren zu können.“

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