Patrick Lesser wird das Spielertraineramt beim TSV Bachrain übernehmen. Foto: Kevin Kremer
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Patrick Lesser wird das Spielertraineramt beim TSV Bachrain übernehmen.

Fünf Jahre Henry Lesser als Lektüre

Beim TSV Bachrain wird der bisherige Spieler Patrick Lesser in der neuen Saison seine erste Station als Spielertrainer antreten. Der Stürmer folgt beim Mitte-Kreisoberligisten auf Marius Link.

Irgendwann einmal als Trainer zu agieren, spielte in Lessers Kopf schon früh eine Rolle. Konkret wurden die Pläne aber lange nicht, der 33-Jährige genoss es bislang, einfach nur als Spieler agieren zu können. Doch die Ansichten des früheren Lehnerzers änderten sich allmählich, als er eine Familie gründete. Mit seiner Frau bekam er vor rund anderthalb Jahren seinen ersten Sohn. „Man muss jetzt viel mehr Verantwortung übernehmen. Und als die Bachrainer Verantwortlichen Jochen Scholz und Venko Pavic auf mich zugekommen sind, hat es einfach gepasst. Ich hätte nie bei einem Verein, mit dem ich nie zu tun hatte, mein erstes Traineramt übernommen. Hier in Bachrain starte ich in einem gewohnten Umfeld“, erklärt Lesser.

Auf mehr als 200 Spiele bringt es der Angreifer in Hessen- und Verbandsliga, seine prägendste Zeit war unter Papa Henry – obwohl dieser mal sagte, dass ein Trainer-Spieler-Verhältnis zwischen Vater und Sohn ausgeschlossen sei. Mit dem TSV Lehnerz gelang erst der Hessenliga-Aufstieg, später wurde der Sprung in die Regionalliga über die Aufstiegsrunde nur knapp verpasst. „In dieser Zeit habe ich viel gelernt, weil ich aufgrund der besonderen Konstellation immer liefern musste. Aber jeder wusste in dieser erfolgreichen Zeit, was er zu tun hatte. Fünf Jahre unter Henry Lesser geben dir eine Lektüre, die dich für einen späteren Trainerjob prägen kann“, betont der 33-Jährige.

Der defensive Umschalt-Fußball von Henry Lesser soll in Bachrain Grundlage für den Erfolg sein. Tipps aus der Familie kann sich Patrick Lesser auch von Bruder Max abholen, der bei Bundesligist VfB Stuttgart als Spielanalyst arbeitet. „Beide sind meine ersten Bezugspersonen. Mein Vater kennt den regionalen Fußball und war aus meiner Sicht hier der Abstand beste Trainer. Vergleichen will ich mich mit ihm aber nicht, angesichts seiner Erfolge wäre das eine Frechheit.“

Lesser wird bei seinen ersten Gehversuchen von Sprachrohr und Abwehrorganisator Friedrich Walt und Pierre Mistretta, der in Horas als Jugendtrainer tätig ist, als Co-Trainer unterstützt. Das Trio wechselte erst vor der Saison geschlossen von Horas an den Geisküppel. Unsicher ist, ob der bisherige Trainer Marius Link als Spieler bleiben wird, ansonsten soll das Gerüst des Kaders gehalten werden. „Wir haben sehr viele junge Spieler mit Potenzial, die ihre Stärken noch kaum einzusetzen wissen. Wir wollen die Mannschaft weiterentwickeln und schauen, wo die Reise hingeht“, unterstreicht Lesser, der sich mit Kampfansagen noch zurückhält. Aber langfristig möchte der TSV in die Gruppenliga zurückkehren.

Frauen suchen Coach

Im Gegensatz zum Herren-Team sind die Frauen aus der Kreisoberliga auf der Suche nach einem neuen Coach. Robby Neuhäußer hatte sein Amt bei der 2019 neu gegründeten und 2020 im Spielbetrieb gestarteten Truppe zum Jahreswechsel niedergelegt.

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