„Der Abstieg nach der letzten Saison war extrem schmerzhaft und ärgerlich. Es tut mir immer noch weh, wenn ich daran zurückdenke. Deshalb wollten wir von Beginn an wieder aufsteigen. Jeder Einzelne von uns hat alles dafür getan. Wir haben hart trainiert und die Meisterschaft ist der Lohn dafür“, fasste RSV-Kapitän Adrian von Pazatka-Lipinski die letzten Monate zusammen.
Auf den Meister-Shirts mit dem Konterfei von Trainer Jürgen Krawczyk stand passend geschrieben: „Der Messias und seine Jünger – Kreisoberliga-Meister 2022/2023“. „Das Design hat unser Spieler Michel Ickler entworfen. Die Shirts sind großartig. Ohne unseren Trainer wäre das alles nie so gekommen, wie es jetzt gekommen ist“, lautete das Lob durch von Pazatka-Lipinski an Krawczyk.
Manchmal haben wir uns mit den Schichtarbeitern morgens um 9 Uhr im Niesiger Wald getroffen und sind losmarschiert.
Vorstandsmitglied Mathias Lissek hatte sogar noch ein älteres Meistershirt unter der Jacke. „Aus dem Jahr 2016. Damals sind wir unter Goran Gajic in die Verbandsliga aufgestiegen“, sagt Lissek schmunzelnd. Eine Meisterschaft auf dem „Sofa“ – sprich ohne selbst zu spielen – ist für Lissek auch neu. „Das habe ich so noch nicht mitgemacht.“
Stolz auf seine Truppe ist Trainer Krawczyk. „Wir haben wirklich viel für den Erfolg getan, haben oft Training angeboten, was von den Spielern regelmäßig und intensiv wahrgenommen wurde. Manchmal haben wir uns mit den Schichtarbeitern morgens um 9 Uhr im Niesiger Wald getroffen und sind losmarschiert.“ Dass der RSV nun Meister ist, überraschte Krawczyk nicht. „Da habe ich ehrlich gesagt schon mit gerechnet, weil wir nach dem Abstieg mit Ausnahme von Karlo Vidovic (Hünfelder SV) alle Mann halten konnten. Damit hat der Verein die Grundlage für den heutigen Erfolg gelegt. Was mich aber schon überrascht ist der große Vorsprung und dass wir so früh feiern können.“
Nach „leichtem Anfeiern“ auf dem Platz in Bimbach zog der RSV-Tross weiter in den Garten zu Spielführer von Pazatka-Lipinski, ehe es ins Vereinsheim ging. Früher konnte man dort die Zelte nicht aufschlagen, weil Patrick Stupp eine private Familienfeier seit langer Zeit geplant hatte. Ab 21 Uhr aber war dann das Häuschen für alle offen.