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Tore satt beim Petersberger Auftaktsieg

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Von: Ralph Kraus

Eduard Appelhans (links) spielte mit dem KSV Niesig in der Kreisoberliga Mitte gegen Richard Masoldt und den RSV Petersberg
Eduard Appelhans (links) spielte mit dem KSV Niesig in der Kreisoberliga Mitte gegen Richard Masoldt und den RSV Petersberg © Rolf Herchen/Charlie Rolff

Das erste Punktspiel zwischen dem KSV Niesig und dem RSV Petersberg in der Geschichte beider Vereine war eine interessante Veranstaltung. Am Ende jubelte der Favorit aus Petersberg. Beim Gruppenliga-Absteiger stotterte der Motor zwar zunächst eine Weile, als die Maschinerie dann aber ratterte, war Niesig chancenlos. 7:3 (2:2) lautete schließlich das Ergebnis beim RSV-Auswärtssieg für den RSV auf dem Sandberg.

Vor dem Match wussten beide Trainer nicht wirklich, wo ihr Team aktuell steht. „Mit der Vorbereitung bin ich überhaupt nicht zufrieden“, sagte RSV-Coach Jürgen Krawczyk. „Wir hatten viel Corona, viele Urlauber. Von den 34 Einheiten, die ich angeboten habe, hat über die Hälfte der Mannschaft die 50 Prozent nicht erreicht“, so Krawczyk, der auf Danu Bojii, Florian Bug, Gent Bislimi und Roman Samet verzichten musste. „Die hätten alle vier gespielt“, so der Trainer.

Allerdings waren die Sorgen auf der anderen Seite nicht geringer: Mit Tobias Eberlein (Urlaub), Marcel Rudolf und Christopher Bech fehlte auch bei Niesig drei Spieler. Den Abgang von Stürmer Dennis Broschke kompensierte Trainer Daniel Weiß mit Eduard Appelhans im Zentrum.

Das Spiel an sich bot für die 180 Besucher höchsten Unterhaltungswert. Weil beide Abwehrreihen alles andere als sattelfest waren, ergaben sich in kurzen Abschnitten immer wieder gute Möglichkeiten. Niesig ging vor der Pause zweimal in Führung, weil Waldmann einen Befreiungsschlag, der zum Pressschlag wurde, zum ersten Tor nutzte und weil später Phiri mit einem platzierten Flachschuss zum 2:1 traf.

Petersberg rannte früh dem Rückstand hinterher, glich aber durch die schöne Direktabnahme von Pazatka-Lipinski und den Freistoß von Stupp beide Male aus. Das 2:2 zur Pause war okay, wobei Petersberg anhand der besseren Chancen eigentlich schon hier hätte führen müssen.

Nach dem Wechsel machte Ehresmann schnell das 2:3, ehe es zur Schrecksekunde kam, als von Pazatka-Lipinski und Umutcan Topal mit den Köpfen zusammenstießen. Während der Petersberger mit einem Turban weiterspielen konnte, musste Topal mit einem Nasenbeinbruch in die Klinik.

Rein sportlich konnte Niesig jetzt nicht mehr Schritt halten. Beste Spieler beim RSV waren der dreifache Torschütze Adrian von Pazatka-Lipinski und Jorrit Ehresmann.

Statistik

KSV Niesig: Schöbeck; Schlereth, F. Stähler, Baldauf, Kilian, Günder, Waldmann, Neu, Phiri, Topal, Appelhans; Brehler, Günther.
RSV Petersberg: Labendsch; Tranchina, Bott, M. Aschenbrücker, von Pazatka-Lipinski, Becker, L. Aschenbrücker, Masoldt, Stupp, J. Ehresmann, Mebouinz Bonny.
Schiedsrichterin: Janika Balzer (Blankenau).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Adrian Waldmann (3.), 1:1 Adrian von Pazatka-Lipinski (16.), 2:1 Tinotenda Phiri (36.), 2:2 Patrick Stupp (45.+1), 2:3 Jorrit Ehresmann (54.), 2:4 Adrian von Pazatka-Lipinski (68.), 2:5 Jorrit Ehresmann (79.), 3:5 Felix Baldauf (83.), 3:6 Adrian von Pazatka-Lipinski (90.+1), 3:7 Paul Dimitri Mebouinz Bonny (90.+4).

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