1. torgranate
  2. Region
  3. Fulda
  4. Kreisoberliga Fulda-Nord

„Denis brennt 24 Stunden für den Fußball“

Erstellt:

Von: Ralph Kraus

Fabian Fey FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen
Fabian Fey blickt als Kapitän und Vorstand der FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen auf die Saison 2022/2023 in der Kreisoberliga Fulda Nord voraus © Charlie Rolff

Am Sonntag startet die Kreisoberliga Nord mit dem Derby zwischen der FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen und dem SV Burghaun. Fabian Fey ist mit 27 Jahren nicht nur der Kapitän, sondern gleichzeitig auch im geschäftsführenden Vorstand für den Bereich Sport der FSG zuständig.

Wie siehst du das Team für das Derby gerüstet?

Wir haben eine ganz gute Vorbereitung hinter uns. Wie überall gab es auch bei uns einige verletzte Spieler und Ausfälle durch Urlauber, so wie es mittlerweile bei fast allen Vereinen Alltag ist. Ich persönlich kann das nicht ganz nachvollziehen, dass man während der Vorbereitung in den Urlaub fahren muss. Das Spiel am Sonntag ist natürlich ein Highlight. Es ist das erste Gemeinde-Derby seit 2018. Wir haben alle Bock drauf und sind gut gewappnet. Rundherum spielt der ein oder andere Verein nicht. Vielleicht kommen einige Kurzentschlossene nach Rothenkirchen und gucken sich ein hoffentlich heiß umkämpftes Derby an.

Was erwartest du von der Mannschaft? Unabhängig vom Ergebnis.

Wir haben in der Vorbereitung das System wieder von Dreier- auf Viererkette umgestellt. Da sind wir noch in der Findungsphase – auch wegen der Neuzugänge. Aber wir haben unser Potenzial in der Vorbereitung durchaus aufblitzen lassen.

Beim Blick auf den Spielplan kommt dieser alles andere als ideal für die FSG daher. Nach dem Auftakt folgt ein spielfreies Wochenende, wieder ein Heimspiel gegen Niederaula/Kerspenhausen, ehe erneut spielfrei ist. Wird es schwierig, in den Rhythmus zu kommen?

Das ist natürlich nicht optimal. Aber wir haben sieben Vorbereitungsspiele gemacht und nehmen es wie es kommt.

Mit Denis Erovic ist ein Trainer aus der Gruppenliga vom SV Müs gekommen. Wie ist der erste Eindruck aus der Sicht des Spielers Fabian Fey?

Bei Denis hat man gleich beim ersten Treffen gemerkt, dass er für den Fußball brennt. Es ist Wahnsinn, wie er mit dem Fußball umgeht. Er lebt den Sport 24 Stunden am Tag, ist mega motiviert und ehrgeizig. Letzte Runde hat er schon einige Spiele von uns vor Ort angeschaut und daher war er schon gut informiert.

Mit Adrian Happe hat der beste Torschütze den Verein verlassen. Neu dazu kamen mit Erovic und Burak Ilgar zwei gestandene und ansonsten nur junge Spieler. Wie siehst du die Mannschaft aufgestellt?

In der Breite haben wir uns verstärkt. Den Stamm haben wir ja gehalten – auch wenn gestandene Spieler wie Patrick Kraft leider erst einmal eine Pause einlegen.

Was ist realistisch?

Wir wollen schon einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

Der Verband hat den Verein in die Nord-Staffel umgruppiert. Wie kam das beim Verein an? Wie geht man damit um?

Aus Sicht des Spielers ist es schade, dass wir aus der Mitte-Gruppe herausgenommen wurden, weil wir uns da die vergangenen Jahre behauptet haben. Dazu kam mit Petersberg eine Mannschaft runter, gegen die ich gerne mal um Punkte gespielt hätte. Da wären ein paar geile Spiele dabei gewesen. Aber insgesamt ist die Nord-Gruppe für uns attraktiver. Wir haben viele kurze Wege, zahlreiche Derbys. Die meisten Vereine liegen im Umkreis von maximal 20 Kilometern entfernt.

Was weißt du über die Nord-Vereine? Wie ist der Informationsfluss der vergangenen Jahre?

Ganz ehrlich? Wir haben uns schon auf die Mitte-Staffel konzentriert. Man kennt die Vereine im Norden, aber das sind ja völlig andere Mannschaften geworden als 2016, als wir zum letzten Mal im Norden waren.

Seit April stehst du an der Spitze eines mit knapp 20 Leuten breit aufgestellten Vorstandsteams. Wie fällt dein erstes Resümee aus. Hat sich die Idee bewährt?

Alles ist noch in der Strukturierungsphase; die Übergabe mit dem ehemaligen Vorstand läuft noch. Was wir gemerkt haben ist, dass wir uns für den Anfang zu viel vorgenommen haben. Jeder hat so seine Projekte, in die aber sowohl die wirtschaftlichen als auch die zeitlichen Faktoren eine Rolle spielen. Wir haben beispielsweise noch keine Fördermittel, um den Umbau des Sportlerheims zu beginnen.

Ist es für dich als junger Kerl eher spannend oder nervig, dass das so ist?

Man würde gerne manche Sachen schneller angehen, hat aber keinen Einfluss darauf. Es ist eher spannend.

Auch interessant