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Der Kreis Hersfeld/Rotenburg dominiert

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Von: Ralph Kraus

Jubel SG Dittlofrod Körnbach
Schafft die SG Dittlofrod/Körnbach noch eine Aufholjagd und die Dominanz des Kreises Hersfeld/Rotenburch zu durchbrechen? © Charlie Rolff

Die Vereine aus Hersfeld/Rotenburg bestimmen das Geschehen in der Kreisoberliga Nord. Die SG Dittlofrod/Körnbach ist bester Verein aus Lauterbach/Hünfeld und muss als einziger Club aus dem Kreis nicht um den Ligaerhalt bangen. 

Die Lage

Vier, vielleicht sogar sechs Teams, dürfen sich noch Hoffnungen auf den Titel machen. Einzige Voraussetzung: Spitzenreiter SG Neuenstein muss den Restrundenstart ein bisschen verschlafen. Verlieren Niederaula/Kerspenhausen und Dittlofrod/Körnbach ihre beiden Nachholspiele, dann hätte die Liga tatsächlich ein kleines Mittelfeld. Bestehend aus eben jenen beiden Teams.

Ab der SG Haunatal auf Platz sieben ist schon der Blick nach unten angesagt. Das gilt auch für Kiebitzgrund/Rothenkirchen, Steinbach II und vor allem für den enttäuschenden SV Burghaun.

Top

2007 schlossen sich die Vereine TSV Mansbach und TSV Ransbach zur FSG Hohenroda zusammen. Damals startete der Verein in der A-Liga. Seitdem ist die Spielgemeinschaft zweimal bis in die Gruppenliga aufgestiegen, beide Male ging es aber direkt wieder runter. Jetzt macht sich Hohenroda auf, um das Kunststück möglicherweise zum dritten Mal zu schaffen. Hinter der FSG liegt eine starke erste Saisonhälfte, die mit Rang zwei abgeschlossen wurde. Einer steht stellvertretend für den Aufschwung: Im Vorjahr wurde Marlon Weitz Torschützenkönig im Norden – 23 Treffer markierte der Torjäger. Nun hat er bewiesen, dass das keine Eintagsfliege war. Schon 17 Tore hat der Stürmer in der ersten Hälfte der laufenden Runde für den Erfolg seiner FSG Hohenroda beigetragen.

Flop

14 von 15 Spielen verloren, mit drei Punkten abgeschlagen am Tabellenende: Die SG Wildeck ist wohl nicht mehr zu retten. „Das überrascht uns schon“, gibt Trainer Mike Lindemann zu. „Nachdem uns in der Vorsaison kurzfristig einige junge Spieler verlassen haben, hatten wir eigentlich gut die Kurve bekommen und haben den Klassenerhalt geschafft. Eigentlich dachten wir, dass diese Runde nochmal ein Ruck durch die Mannschaft geht – aber das Gegenteil ist der Fall“, bedauert der ehemalige Torjäger.

„Es stimmt, dass wir permanent mit einer anderen Mannschaft spielen mussten, dass der Kader klein ist und wir immer zwischen vier bis acht Leute ersetzen mussten. Aber die Gründe sind tiefer: Fußball hat leider bei einigen heute keinen Stellenwert mehr, und dass zu einem Teamsport eine gewisse Zuverlässigkeit gehört, das schert auch nur noch wenige. Leider ging der Zusammenhalt – je mehr junge Leute dazu gekommen sind – mehr auseinander. Das hatten wir uns anderes vorgestellt“, betont Lindemann.

In Erinnerung bleibt

Der Traumstart der SG Neuenstein thront über allem: Die ersten zehn Spiele hat die SGN bei 35:9-Toren alle gewonnen. Dann setzte es beim 2:5 gegen Kerspenhausen eine deftige Heimklatsche.

Bitter war der Spielabbruch im Derby zwischen Steinbach II und Dittloford/Körnbach, als Torwart Nikolai Kornder und Steinbachs Stürmer Christian Beikirch mit den Köpfen zusammenknallten und ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Beide nahmen die Aktion mit Humor und organisierten sich ein Doppelzimmer.

Zahlenspiel

Das torreichste Spiel war bislang das Duell zwischen Kiebitzgrund/Rothenkirchen und Neuenstein (4:5). Den höchsten Sieg landete die FSG Bebra beim 7:0 gegen Niederjossa/Breitenbach. Der klarste Auswärtssieg ging an Steinbach II beim 6:1 in Friedlos. 429 Tore fielen in den bisher 121 Spielen. Das sind im Schnitt 3,5 Treffer pro Spiel. 14 Rote Karten schlagen bislang zu Buche.

Ausblick

Die SG Neuenstein kann sich eigentlich nur selbst um den Titel bringen. Spannend wird aber das Rennen um die Relegation. Wildeck steht als Absteiger so gut wie fest und auch dem Neuling SV Burghaun hilft nur eine extreme Leistungssteigerung, will man noch den Weg raus aus den Abstiegsrängen finden.

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