1. torgranate
  2. Region
  3. Fulda
  4. Kreisoberliga Fulda-Nord

Gavos‘ fast perfekter Geniestreich

Erstellt:

Von: Tobias Konrad

SV Rot Weiss Burghaun SG Haunetal Jonathan Neuber Lorenz Wenzel Fabian Hutfless
Haunetals Jonathan Neuber grätscht, Burghauns Lorenz Wenzel und Fabian Hutfleß (rechts) kommen einen Tick zu spät. © Memento36

Der SV Rot Weiß Burghaun mausert sich in der Kreisoberliga Nord weiter von Punkt zu Punkt. Im dritten Spiel nach dem Aufstieg setzte es das dritte Unentschieden. Am Freitagabend war die SG Haunetal im Derby zu Gast.

Und dennoch steht RWB vor Nachbar Haunetal, denn die Elf von Cino Schwab sackte erst zwei Zähler ein. Ein ernüchternder Start? Nicht für den neuen Spielertrainer. „Wir müssen uns erst noch finden. Die Vorbereitung war nicht so prickelnd. Es ist aber zu spüren, dass es langsam wird. Die Jungs brennen auf die Spiele. Ich predige aber seit Wochen, dass wir erst zum sechsten, siebten Spieltag voll auf der Höhe sein werden“, sagte Schwab.

Die 90 vorigen Minuten waren für ihn und seine Truppe mühsam – und für die Zuschauer ebenfalls. Beide Mannschaften hätten einige Gänge zulegen können. Entsprechend trudelte das Geschehen lange vor sich hin, bis Kai Fischer tatsächlich hätte die Führung für die Hausherren erzielen können. Fischer schien jedoch zu wenig gefrühstückt, seine harmlosen Roller bei einer Doppelchance stellten keine Gefahr dar (38.). Wer RWB merklich fehlte, war der verletzt fehlende Stürmer Manuel Kröning – und ab Mitte der ersten Halbzeit Kapitän Janis Gavos, der wohl unbeabsichtigt den Ellenbogen von Haunetals Rückkehrer Volodymyr Makovii – er spielte zuletzt beim SV Steinbach – ins Gesicht bekam und blutend mit einem Nasenbeinbruch den Rasen verließ.

Makovii war es indes bei den Gästen, der über die Außenbahn immer wieder versuchte Akzente zu setzen. Wie kurz nach Wiederbeginn, als RWB-Keeper Julian Lenk das einzige Mal im Derby ernsthaft bei Makoviis Flachschuss zupacken musste. Es schien, als hätte die SGH den Schalter nach der Pause gefunden. Doch anstatt dranzubleiben, ebbte das Geschehen wieder ab und wurde ruppiger – was acht Gelbe Karten unterstreichen. Der Lucky Punch zeichnete sich nicht ab, doch Burghaun hätte beinahe dennoch den Dreier eingesackt. Nico Gavos hätte um ein Haar das Tor des Jahres markiert, sein Schuss von der Mittellinie war perfekt, doch Haunetals Schlussmann Christian Zirpel kratzte im Rückwärtsgang den Ball über die Latte (81.).

„Ein solches Tor hätte zum Spiel gepasst“, resümierte Burghauns Trainer Franz Atzler, der „weder Fisch noch Fleisch“ sah. „Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden, wobei wir auch hätten gewinnen können. Chancen waren vorhanden. Teils war es ein hartes Derby. Defensiv war das in Ordnung von uns.“

SV Rot Weiß Burghaun: Lenk; J. Gavos, Heppe, Dörr, Schwalbach – Keller – Seifert, N. Gavos, Fischer, Hutfleß – Wenzel (Altstadt, Balzert, Kimpel).
SG Haunetal: Zirpel; Neuber, Schuhmann, Mansouri, Paul – Fohr – Adel, Schwab, Schmidt, Makovii – M. Schott (Fattah, Reul, Gebhardt).
Schiedsrichter: Jannik Schwarz (TSV Raboldshausen).
Zuschauer: 120.
Tore: Fehlanzeige.

Auch interessant