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KOL Nord? Nein danke!

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Fabian Fey Kiebitzgrund/Rothenkirchen
In welcher Klasse darf Fabian Fey in der kommenden Saison mit Kiebitzgrund/Rothenkirchen Tore bejubeln? Zur Auswahl steht die KOL Nord und KOL Mitte. © Charlie Rolff

Es droht mächtig Ärger im Hünfelder Altkreis: Denn nachdem alle 48 Kreisoberligisten der kommenden Saison feststehen, ist schon jetzt klar: Die Nord-Staffel ist bei zwei Teams unbeliebt – doch eines wird mit ziemlicher Gewissheit genau dort spielen.

Wie im Vorjahr werden in der Region Fulda insgesamt 48 Kreisoberligisten am Start sein, die sich in drei Staffeln à 16 Teams aufteilen. Was im Süden einfach einzuteilen scheint, könnte sich weiter nördlich als Drahtseilakt herausstelllen. Die Gründe sind vielschichtig: Nur noch zwölf und damit zwei Kreisoberligisten weniger als noch in der gerade abgelaufenen Saison stellt der Kreis Hersfeld/Rotenburg, entsprechend werden vier Teams aus dem Kreis Lauterbach/Hünfeld in der kommenden Saison in der Nord-Staffel spielen – zwei mehr als bislang.

Infrage kommen hierfür drei Teams: Aufsteiger Burghaun, Absteiger Hünfeld und der bisherige Mitte-Kreisoberligist Kiebitzgrund/Rothenkirchen. Rein geografisch liegt Hünfeld am südlichsten. Die Einteilung ist Sache der vier Kreisfußballwarte, die meist Mitte Juni beratschlagen. In der Vergangenenheit gab es schon öfters Beschwerden beim Verband, der daraufhin nicht selten ein Machtwort sprechen musste.

Droht der Absprung des Trainers?

Starke Bauchschmerzen mit einer etwaigen Umgruppierung hat die FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen, wie Andreas Schmier, Sportlicher Leiter der FSG, erklärt: "Die FSG hat im Vorfeld der aktuellen Situation bezüglich der Klasseneinteilung ihre Hausaufgaben gemacht und klar an die Klassenleitung kommuniziert, dass sie davon ausgeht, auch in der neuen Saison in der KOL Mitte zu spielen. Die sportlichen Konsequenzen einer Umgruppierung kann der Verein aktuell nicht einschätzen und hofft, dass alle getroffenen Zusagen auch eingehalten werden." Schmier meint hiermit die Trainersituation, denn der neue Coach Denis Erovic wohnt in Angersbach und hätte weite Strecken zu absolvieren. Die kleinen Vereine seien laut Schmier mal wieder der Spielball der Funktionäre auf Verbandsebene: "Wir sind froh, dass wir alles in trockenen Tüchern haben und dann kommt vielleicht ein externer Funktionär zwei Wochen vor dem Traininingsstart und schmeisst alles um."

Mario Rohde, Fußballchef des HSV, hinterlässt derweil einen entspannten Eindruck: "Ich finde, dass es da eigentlich gar keine Diskussionsgrundlage geben kann und darf, wir sind ja nicht bei Wünsch-dir-was. Geografische Grundsätze müssen in solch einem Fall entscheidend sein und Hünfeld liegt nunmal südlicher als der ein oder andere Verein in unserer Nachbarschaft. Durch diese Konstellation kann es kein Vertun geben, dass Hünfeld in die Mitte geht." Dass Hünfeld II rein formal in die Kreisoberliga Nord abgestiegen ist, spielt bei der Einteilung der neuen Runde keine Rolle. Denn mit der festen Zuordnung der Gruppenligisten im Abstiegsfalle wird lediglich die Abstiegssituation in den darunter liegenden Ligen klar geregelt. Für die Zuordnung in der neuen Saison hat dies also keine Bewandtnis.

RWB freut sich auf Gemeindecup in der Liga

Der frisch gebackene A-Liga-Meister Burghaun hat sich hingegen schon mit der Nord-Gruppe angefreundet: "Rein geografisch ist das sinnvoll, außerdem haben wir in der Nord-Staffel ja sogar deutlich mehr Derbys als in der Mitte", erklärt RWB-Vorstand Mario Hutfleß, der es "albern" findet, wenn eben nicht die geografischen Maßstäbe zugrundegelegt würden. "Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass alle Gemeindeteams mit Steinbach II, Kiebitzgrund/Rothenkirchen und uns in der Nord spielen. Kommen dann noch Haunetal, das ja auch ein Stammverein unseres JFV ist, und Dittlofrod/Körnbach hinzu, können wir uns auf eine richtig gute Liga mit vielen Zuschauern freuen. Aber: wir nehmen es, wie es kommt."

Die Einteilung der Süd-Staffel sollte hingegen geräuschloser vonstattengehen: Während Müs, Petersberg, Reulbach/Brand und Großenlüder II geografisch der Mitte-Staffel zuzuordnen sind, dürfte der Weg für Kressenbach/Ulmbach, Gundhelm/Hutten, Bellings/Hohenzell und Löschenrod in den Süden führen.

Mögliche Ligeneinteilung nach geografischen Gesichtspunkten durch die Torgranate-Redaktion

KOL Nord (16):
FSG BebraSG Neuenstein
SG Dittlofrod/Körnbach
SG Niederaula/Kerspenhausen
FSG Hohenroda
ESV Weiterode
SG Niederjossa/Breitenbach
SG Mecklar/Meckbach/Reilos
SG Haunetal
SV Steinbach II
SG Gudegrund/Konnefeld
SG Friedewald/Ausbach
SG Wildeck
FV Friedlos (Aufsteiger)
RW Burghaun (Aufsteiger)
FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen (Umgruppierung)

KOL Mitte (16):
Spvgg. Bimbach
TSV Bachrain
RSV Margretenhaun
SG Edelzell/Engelhelms
TSV Pilgerzell
KSV Niesig
FSG Dipperz/Dirlos
SG Sickels
SG Schlitzerland
SG Hilders/Simmershausen
1. FC Nüsttal
SG Reulbach/Brand (Aufsteiger)
Teutonia Großenlüder II (Aufsteiger)
Hünfelder SV II (Absteiger)
Germania Müs (Absteiger)
RSV Petersberg (Absteiger)

KOL Süd (16):
TSV Rothemann
SG Huttengrund
SG Rückers
SG Bad Soden II
FSG Vogelsberg
SG Magdlos
SG Lauter
Buchonia Flieden II
SV Mittelkalbach
FV Steinau
SG Hattenhof
SV Schweben
SG Löschenrod (Aufsteiger)
SG Bellings/Hohenzell (Aufsteiger)
SG Kressenbach/Ulmbach (Absteiger)
SG Gundhelm/Hutten (Absteiger)

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