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Käsmanns Prophezeiung

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Von: Ralph Kraus

Marlon Weitz von der FSG Hohenroda wurde Torschützenkönig der Kreisoberliga Nord
Marlon Weitz von der FSG Hohenroda wurde Torschützenkönig der Kreisoberliga Nord © Ralph Kraus

23 Tore in 22 Spielen: Marlon Weitz glänzte in der abgelaufenen Runde mit einer Top-Quote. Der 20-jährige Stürmer der FSG Hohenroda holte sich mit dieser Ausbeute die Torjägerkrone der Kreisoberliga Nord.

„15 Saisontore hatte ich mit vorher als Ziel gesetzt. Dass es letztlich so gut läuft und ich sogar Torschützenkönig geworden bin, freut mich umso mehr“, sagt der Angreifer, der sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Leonhard Käsmann von der SG Dittlofrod/Körnbach lieferte. „Käsmann und ich kennen uns ja und er hat mir zu einem Zeitpunkt, als er fünf Treffer mehr auf seinem Konto hatte, schon prophezeit, dass ich das Rennen machen werde. Warum er das Gefühl hatte, kann ich nicht sagen“, verrät Weitz, der aus Mansbach stammt, seit Februar aber in Burghaun wohnt.

Torschützenkönig mit 30 Prozent Trainingsbeteiligung

„Somit habe ich kommende Runde ein Heimspiel mehr“, lacht der Angreifer, der sich auf die Duelle mit seiner Wahlheimat freut. „Zumal in Burghaun mit Mario Hutfleß ja ein Vorstand am Werk ist, der aus meinem Heimatort Mansbach stammt. Das werden gute Spiele“, freut sich der Torjäger, der sich durchaus vorstellen kann, dass seine FSG Hohenroda kommende Runde ganz weit vorne mitspielen könnte.

„Man sieht ja anhand der Aufstiegsrunde, dass wir eine richtig gute Mannschaft haben. Lässt man mal die Punkte weg, die die Teams aus der Vorrunde mitgenommen haben und nimmt nur die Ergebnisse der Aufstiegsrunde, dann sind wir hinter Meister Hohe Luft Hersfeld zusammen mit Neuenstein Zweiter. Wir haben gegen die ganzen starken Mannschaften 13 Punkte aus den sieben Spielen geholt. Das spricht für sich“, sagt Weitz, der aber Neuenstein, Niederaula/Kerspenhausen und auch Dittlofrod/Körnbach als Titelkandidaten für die Saison 2022/2023 auf der Rechnung hat. „Dittlofrod hat mit Leuten wie Leonhard Käsmann oder Levin Baumgart echte Waffen in seinen Reihen.“

Damit Hohenroda weit vorne dabei sein kann, muss aber vor allem eines besser werden. „Wir hatten unheimlich viele Coronafälle und Verletzte. Insgesamt haben wir in den 22 Spielen über 30 Leute eingesetzt, mussten immer wieder aus der Zweiten auffüllen. Oft standen uns nur elf, zwölf Mann zu den Spielen zur Verfügung. Dass es trotzdem so gut lief, zeigt, dass wir tatsächlich Möglichkeiten haben.“

Weitz selbst hat den Traum, auch mal höherklassig zu spielen: „Aber da muss ich an mir arbeiten. Letzte Runde hatte ich nur 30 Prozent Trainingsbeteiligung. Das war so ziemlich der schlechteste Wert innerhalb der Mannschaft“, gibt er zu. „Aber ich arbeite bei Kali auch in drei Schichten und entsprechend fällt es schwer regelmäßig zu trainieren.“ Woran er noch am meisten arbeiten muss? Weitz lacht: „An meiner Laufbereitschaft. Nach hinten muss ich noch deutlich zulegen“, so der Angreifer, der seine Stärken aus der Geschwindigkeit und dem „Näschen“ im Zentrum zieht.

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