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„Hängst am Ticker und kannst nichts machen“

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Von: Tobias Konrad

Gesenkte Köpfe beim VfL Philippsthal, die in die A-Liga abgestiegen sind.
Gesenkte Köpfe beim VfL Philippsthal, die in die A-Liga abgestiegen sind. © VfL Philippsthal

Es kam, wie es kommen musste. Der VfL Philippsthal muss den Gang in die A-Liga antreten. Trotz eines Sieges am letzten Spieltag. Ein Rückblick auf das Wochenende und den Rattenschwanz der Abstiege.

Irgendwie war klar, dass die drei gefährdeten Teams ihre Hausaufgabe am Samstag erfüllen würden. Dem SV Steinbach II genügte ein Punkt bei der SG Friedewald/Ausbach für den sicheren Ligaverbleib, beim 7:2-Sieg machte es die SVS-Reserve überdeutlich. Auch dank Michael Wiegand und Petr Kvaca. Zwei Hessenligaspieler, die fünf der sieben Treffer erzielten. „Die beiden stechen einfach heraus. Im Kicker-Ranking hätten sie die Note eins verdient“, sagte Trainer Steffen Vogt, der nach drei Jahren den Club verlässt. Wie wichtig der Dreier war, wurde beim Blick auf die anderen Plätze klar. Sowohl die SG Wildeck (1:0 bei der SG Haunetal) als auch der VfL Philippsthal (3:0 gegen die bereits abgestiegene SG Heinebach/Osterbach) siegten, sodass die SVS-Reserve bei einer Niederlage abgestiegen wäre.

VfL Philippsthal trauert letzten drei Saisonspielen hinterher

Die schlechteste Ausgangslage hatte vor dem letzten Spieltag der VfL, doch am Sonntag war Philippsthal zwischenzeitlich gerettet. Der Hünfelder SV II schob sich in der Gruppenliga auf einen Nichtabstiegsplatz. Doch Kerzell schlug zurück und drehte einen 0:3-Rückstand in einen 5:4-Sieg. Klassenerhalt. Hünfelds Reserve nicht. Und damit auch nicht Philippsthal. „Das ist schon alles irre. Die Hälfte der Mannschaft war in Hünfeld, ich habe intensiv den Torgranate-Ticker verfolgt. Du hängst permanent am Handy. Du hoffst, bangst und kannst nichts machen“, schildert Christoph Voland, Sportlicher Leiter des VfL.

Das Kind sei nun in den Brunnen gefallen - wie nah Voland der Abstieg aber geht, ist zu spüren. Besonders trauert er den drei Spielen vor dem letzten Spiel hinterher. „Es war eine Misere. Wir spielen erst bei Steinbach II, verschießen zwei Elfmeter und kassieren in der letzten Minute das 1:2. Eine Woche später verlieren wir daheim 0:2 gegen Wildeck. Wieder eine Woche später führen wir 4:1 bei Gudegrund/Konnefeld und spielen nur 4:4. Das ist alles einfach nur unglücklich.“

Nach Abpfiff am Samstag herrschte jedoch vorerst Unklarheit, da den Teams in Aussicht gestellt wurde, dass nur ein Team absteigt. Voland griff zum Telefon, Klassenleiter Rainer Schmidt informierte richtigerweise, dass zwei Mannschaften absteigen müssen. Sofern Hünfeld II absteigt. Vom HSV- und Philippsthal-Abstieg ist zudem der FC Real Espanol Bebra (Abstieg in die B-Liga) betroffen. Schmidt betonte indes in einem Gespräch mit torgranate.de, dass Hünfeld „wohl kaum in der Nord-Staffel spielen wird. Wir entscheiden das zeitnah bei einem Treffen mit allen Kreisfußballwarten.“ Einen Starttermin für die neue Saison hat er bereits ins Auge gefasst. Die Hersfelder Ligen sollen demnach am ersten Augustwochenende (5./6./7. August) in die Punktrunde der Spielzeit 2022/2023 gehen.

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