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Christian Birkenbach: „Wird wieder eine schwierige Saison“

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Von: Ralph Kraus

Fußball 2018-2019/Kreisoberliga Fulda Süd 2018-2019/SV Schweben (rot) - SG Löschenrod (schwarz) 1:
Christian Birkenbach (rotes Trikot, hier im Duell mit dem ehemaligen Löschenröder Silvan Gaul) erwartet mit Schweben zum Auftakt die SG Hattenhof. © Charlie Rolff

Nach der Winterpause kehrte Christian Birkenbach zum SV Schweben zurück, schaffte dort am letzten Spieltag als Spielertrainer den Klassenerhalt in der Kreisoberliga Süd. Der 32-Jährige wagt einen Blick voraus und erwartet auch diesmal wieder eine schwierige Runde.

Den Auftakt zur neuen Saison bildet am Sonntag das Heimspiel gegen die SG Hattenhof. Zwei Teams, die beide erst am letzten Spieltag dem Abstieg von der Schippe gesprungen sind. Ist das gleich zum Start ein Duell zweier Abstiegskandidaten?

Natürlich ist es eine neue Saison mit neuen Vorzeichen. Aber neutral betrachtet vermute ich schon, dass das zwei Mannschaften sein werden, die wohl eher in der zweiten Tabellenhälfte angesiedelt sein werden. Wenn man unser Auftaktprogramm sieht, dann ist es gleich zu Beginn ein richtungsweisendes Spiel.

Sie sprechen es an. Danach folgt der Doppel-Spieltag mit dem Derby in Mittelkalbach und dem Treffen mit Gruppenliga-Absteiger Kressenbach/Ulmbach.

Wenn ich die ersten drei Spiele nehme, dann ist Hattenhof vom Papier her vielleicht die leichteste Aufgabe. Aber das gewinnst du auch nur, wenn du diszipliniert auftrittst. Dann haben wir ein Fifty-Fifty-Spiel auf dem kleinen Platz in Mittelkalbach. Über Kressenbach/Ulmbach weiß ich noch nicht so viel.

Christian Birkenbach: Kreisoberliga Fulda-Süd stärker als letzte Saison

Im Vorjahr hat Schweben beide Spiele gegen Hattenhof verloren und dabei jeweils fünf Gegentore kassiert. Ist Hattenhof so etwas wie ein Angstgegner?

Beim ersten Spiel war ich als Zuschauer vor Ort. Das war von Schweben ganz schlecht. Ich würde behaupten, dass das eines der schlechtesten Spiele unserer Mannschaft in den letzten Jahren war. Das Rückspiel in der Abstiegsrunde haben wir verloren, weil wir viel zu naiv an die Aufgabe herangegangen sind. Da haben wir uns drei, viermal auskontern lassen, haben die Tore durch viele persönliche Fehler kassiert. 

Das Hauptaugenmerk wird darauf liegen, Hattenhofs Torjäger Azamfirei auszuschalten, oder?

Wenn man über Hattenhof spricht, dann ist es klar, dass man ihn zuerst in den Griff kriegen muss. Das wird aber schwer. Wir haben deshalb auch nicht vor, extra einen Spieler abzustellen, der ihm nur hinterherrennt. Vielmehr müssen wir kompakt spielen und stehen und müssen aufpassen, dass wir uns nicht wieder auskontern lassen.

Schweben wird meist der unteren Tabellenhälfte der Kreisoberliga Süd zugerechnet, aber dass es so schlecht läuft, wie es vergangene Saison lief, kam für viele überraschend. Für Sie auch?

Über die Hinrunde kann ich nicht so viel sagen, weil ich da noch in Flieden war. Aber klar: Wenn man aus 15 Spielen nur zwei Siege holt, dann ist das enttäuschend. In der Abstiegsrunde war das letztlich mit vier Siegen aus sieben Spielen okay, aber es war schon extrem knapp. 

Was macht Sie hoffnungsfroh, dass die Ausgangslage dieses Jahr eine bessere Saison verspricht als die abgelaufene Runde?

Es wird genauso schwer wie vergangene Saison. Wir haben einen kleinen, engen Kader mit vielen heimischen Spielern, was aber auch genau so gewollt ist. Die Einheimischen sollen spielen. Keiner darf sich verletzen. Man hört ja aus allen Vereinen, dass die Vorbereitungen holprig verlaufen. Vielleicht entscheidet anfangs auch ein bisschen die Tagesform. Und davon ist abhängig, wie gut du in die Runde reinkommst.

Was hat sich personell getan in Schweben?

Luigi Tranchina und Andy Heinzl sind weg. Das ist schon schade. Alexander Bleuel und Florian Storch haben in der Abstiegsrunde schon wieder gespielt, sind jetzt voll dabei. Neu haben wir mit Celal Eyvaz einen Spieler aus Thüringen dazu bekommen. Mirko Kekule ist aus Oberkalbach zurück, aber er hat nach seiner Covid-Erkrankung noch Probleme. Ansonsten hat sich nichts getan.

Ihre Titelfavoriten?

Trotz des Abgangs von Benedikt Kreß sehe ich Gundhelm/Hutten immer noch als sehr stark an. Rothemann wird auch vorne mitspielen. Bei Kressenbach/Ulmbach muss man abwarten und Rückers musst du immer auf der Liste haben. Mit Löschenrod und Bellings/Hohenzell als Aufsteiger, sowie den beiden Absteigern aus der Gruppenliga, ist die KOL Süd jedenfalls deutlich stärker geworden.

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