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Polizeifunk sorgt für Störgeräusche im Stadion

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Von: Steffen Kollmann

Kristian Gaudermann SG Barockstadt gegen Kevin Heinz Eintracht Trier
Der Polizeifunk sorgte dafür, dass vom Spielgeschehen zwischen der SG Barockstadt und Eintracht Trier immer wieder abgelenkt wurde. © Charlie Rolff

Gerade in der Halbzeit sprachen die 2056 Zuschauer im Stadion weniger über das Spiel der SG Barockstadt, sondern die Störgeräusche im Stadion. Mehrmals dröhnten aus den Lautsprechern während des Spiels seltsame Laute – ein nicht alltäglicher Grund steckte dahinter. 

Da die Partie gegen Eintracht Trier als Risikospiel eingestuft worden war, waren zahlreiche Polizeikräfte vor Ort im Stadion. Und der Polizeieinsatz sorgte dafür, dass immer wieder Geräusche aus den Lautsprechern dröhnten. „Das war ein Störfaktor, der eigentlich nicht passieren darf. Wir müssen das in den Griff bekommen, zumal das bestimmt zehn-, zwölfmal vorgekommen ist“, betonte SGB-Trainer Sedat Gören. (Lest hier: Barockstadt bleibt im vierten Spiel in Folge ungeschlagen)

Stadionsprecher Rainer Martiker, der aufgrund des Polizeieinsatzes seine eigentliche Sprecherkabine verlassen musste, klärte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auf: „Bei jedem Funkkontakt der Polizisten gab es diese Störgeräusche“, erklärte Martiker, der eine Lösung für das nächste Risikospiel im Blick hatte. Künftig soll die Polizei bei solchen Einsätzen in die Leichtathletik-Kabine „ausquartiert“ werden, damit sich die Technik von Stadiondurchsage und Polizei weitläufig aus dem Weg gehen können. 

Regionalliga Südwest: Barockstadt-Verteidiger Aaron Frey freut sich über Kostanz in der Viererkette

Ob die Polizei mit den Trierer Anhängern letztlich viel zu tun hatte, blieb kurz nach Schlusspfiff noch unbeantwortet. Zumindest sorgten die fast 100 Anhänger für lautstarke Stimmung. „Wenn das Licht angeht, herrscht sowieso eine besondere Atmosphäre. Dann haben unsere Fans uns noch super unterstützt, und sogar die Trierer Anhänger haben Alarm gemacht“, schwärmte SGB-Innenverteidiger Aaron Frey.

Der Neuzugang aus Erlensee sah das Glas nach dem torlosen Unentschieden als halbvoll und nicht halbleer an – zumal die SGB im vierten Spiel in Folge ungeschlagen blieb und in diesem Zeitraum nur zwei Gegentore kassierte. „Wir sind in unserer Viererkette derzeit gut eingespielt und lassen wenig zu – auch wenn ich mir sicher bin, dass die Jungs, die hinten dran sind, ihre Aufgabe ebenfalls gut machen würden. Wir hatten vor dem Spiel schon gehofft, dass wir die drei Punkte wieder hier behalten können, und wenn du eine der Gelegenheiten nutzt, gewinnst du das Spiel dreckig 1:0“, wusste Frey, der aber konstatierte: „Die Tendenz stimmt.“  

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