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Geburtstagskind Wolf bringt Gören kurz auf die Palme

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Von: Steffen Kollmann

Tobias Wolf SG Barockstadt
Der 34. Geburtstag von SGB-Torhüter Tobias Wolf (links) hätte kaum besser laufen können. © Charlie Rolff

20 Jahre musste die Region Fulda auf die Rückkehr in die Regionalliga warten – für Tobias Wolf waren es immerhin zwölf Spielzeiten. Der erste Spieltag fiel ausgerechnet auf den 34. Geburtstag des Barockstadt-Torhüters – und hätte kaum besser laufen können.

Oft gefordert war die langjährige Nummer eins nicht, dennoch forderte er die volle Tribüne einmal zu einem Raunen heraus. Nur acht Minuten, nachdem sein gleichaltriger Gegenüber Markus Scholz den Ball an Dominik Rummel vertändelt und einen Elfmeter verursacht hatte, ließ Wolf mit einem cleveren Haken TSV-Spieler Mick Gudra ins Leere laufen. „Da war Sedat kurz mal sauer. Aber ich habe ihm gesagt, dass ich einfach mein Spiel spiele“, berichtet Wolf von einem kleinen Disput mit Trainer Gören.

„Natürlich kann so etwas auch mal in die Hose gehen, gerade wenn der erste Kontakt schlecht ist. Zum Glück haben wir das vorne eiskalt bestraft“, freute sich das Geburtstagskind, das von einem „Team Wolf“ auf der Tribüne im Anschluss gefeiert wurde. Den 34-Jährigen erfüllte es sichtlich mit Stolz, gegen Ende seiner Laufbahn noch mal auf dieser Bühne auflaufen zu können: „Man erlebt diese Spiele viel bewusster als früher, weil man damals als junger Kerl noch weiter nach oben wollte. Jetzt kann ich diese Spiele genießen.“

Barockstadts Moritz Reinhard mit Schienbeinprellung

Zufrieden sein konnte der Schlussmann auf ganzer Linie mit der Leistung seiner Vorderleute. Dass die Regionalliga für einige Spieler wie den überragenden Leon Pomnitz Neuland war, war während der 90 Minuten nicht zu sehen. „Wir konnten die Euphorie aus der Meistersaison mitnehmen. Aber trotzdem ist noch Potenzial nach oben da. Ich hoffe, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist“, dachte Wolf zum Beispiel an die fehlende Abgezocktheit vor dem gegnerischen Tor, die dafür sorgte, dass die vielen euphorischen Barockstadt-Fans bis zum Schluss zittern mussten.

Genauso wie ein ganz besonderer Tribünengast: Julian Pecks, letztjähriger Aufstiegsheld, fieberte bei der Liveübertragung als Co-Kommentator neben Torgranate-Redakteur Johannes Götze mit. „Ich freue mich riesig für die Jungs. Sie haben von Anfang an Herz und Leidenschaft gezeigt, aber auch spielerisch einen klasse Job gemacht“, frohlockte der Verteidiger, der nun für die SG Bronnzell spielt.

Natürlich kann so etwas auch mal in die Hose gehen, gerade wenn der erste Kontakt schlecht ist.

SGB-Keeper Tobias Wolf zu seinem Dribbling

Einzig die Verletzung von Moritz Reinhard trübte die Stimmung im Barockstadt-Lager. Kurz vor der Pause hielt Franck Tehe den Fuß drüber, Gören befürchtete auf der Pressekonferenz gar einen Schienbeinbruch beim Angreifer. Am Tag später gab Reinhard selbst Entwarnung: Er zog sich „nur“ eine Prellung zu.

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