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Astoria Walldorfs Aufstieg ist mit Dietmar Hopp verbunden

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Von: Ralph Kraus

Dietmar Hopp
Dietmar Hopp verhalf nicht nur der TSG Hoffenheim zum sportlichen Aufstieg, sondern unterstützt auch den FC-Astoria Walldorf. © Uwe Anspach/dpa

Für die meisten Fußballfans in Deutschland war der FC-Astoria Walldorf bis ins Jahr 2007 ein unbeschriebenes Blatt. Der Verein spielte meist unterklassig, erst Mitte der 1990er-Jahre begann mit dem Aufstieg in die Verbandsliga ganz behutsam der sportliche Aufstieg.

Ein ganz entscheidender Schritt auf dem Weg nach oben war das Bündeln der Fußballkräfte zwischen den Vereinen 1. FC 08 Walldorf und der SG Walldorf-Astoria 02 im Jahr 1995. Es sollte der Beginn einer Erfolgsgeschichte sein, die mit der Verbandsliga-Meisterschaft 2007 ihren ersten Höhepunkt fand.

Dietmar Hopp ist eng verbunden mit dem FC-Astoria Walldorf

Es folgten sieben Jahre in der Oberliga Baden-Württemberg, ehe 2014 der nächste Schritt auf dem Weg nach oben gelang. Mit dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest ging es hoch in die vierthöchste deutsche Spielklasse, der man nunmehr schon in der neunten Saison am Stück ohne Unterbrechung angehört. Beste Platzierung seither war der fünfte Tabellenplatz aus der Saison 2019/2020.

Eng verbunden ist der Erfolg auch mit dem Namen Dietmar Hopp. Der Macher der TSG Hoffenheim engagiert sich in der Rhein-Neckar-Region generell viel im Sport und unterstützt auch die Walldorfer. Auch deshalb trägt das Stadion des FC-Astoria Hopps Namen. Bei der Namenseinweihung 2016 erklärte Walldorfs Trainer Matthias Born, der damals bereits im Amt war: „Vor Hopps Engagement standen hier zwei Aschenplätze. Heute findet man in Walldorf eine sensationelle Anlage vor.“

FC-Astoria Walldorf schmiss 2016 den SV Darmstadt 98 und den VfL Bochum aus dem DFB-Pokal

Herausragend sportliche Ereignisse waren die beiden Gewinne des badischen Pokals, die die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeuteten. Erstmals nahm Astoria Walldorf 2014/2015 an diesem Wettbewerb teil. In der ersten Runde schied der Regionalliga-Aufsteiger gegen Bundesligist Hannover 96 beim 1:3 allerdings direkt aus. Lars Stindl und der Spanier Joselu schossen die entscheidenden Hannoveraner Tore erst in der Schluss-Viertelstunde.

Besser lief es zwei Jahre später. 2016/2017 kegelte Astoria in der ersten Runde zunächst den damaligen Bundesligisten Darmstadt 98 mit 1:0 aus dem Wettbewerb, um dann auch in der zweiten Runde gegen Zweitligist VfL Bochum (4:3 n.V.) die Oberhand zu behalten. So schaffte Walldorf es bis ins Achtelfinale, wo man sich Arminia Bielefeld erst im Elfmeterschießen beugen musste. Spätestens jetzt kannten Fußballfans in Deutschland den FC-Astoria Walldorf.

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