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Dominik Rummel über seine Zuschauerrolle

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Von: Johannes Götze

Dominik Rummel SG Barockstadt
Dominik Rummel will wieder jubeln – auf dem Platz. © Charlie Rolff

Dominik Rummel (29) ist nicht zu beneiden: Ein Garant des Regionalliga-Aufstiegs der SG Barockstadt ist seit fünf Spielen in der Zuschauerrolle. Nun ist der Torjäger auf dem Weg der Besserung und schildert seinen Blick von außen.

Dominik, im dritten Spiel gegen Mainz mussten Sie früh ausgewechselt werden. Wie schnell war Ihnen bewusst, dass Sie länger fehlen werden?

Ich kenne meinen Körper und wusste recht schnell, dass ich mir im hinteren linken Oberschenkel eine Muskelverletzung zugezogen habe. Manchmal dauert so etwas zwei, manchmal vier Wochen. Aber mir war sofort klar, dass ich erst einmal zuschauen muss. Das ist sehr frustrierend.

Weswegen?

Naja, wenn du als Fußballer solche Höhepunkte wie das Flutlichtspiel gegen Trier oder die Reise zu Hessen Kassel verpassen musst, fühlt sich das jedes Mal wie ein Schlag in die Magengrube an – zumal gerade das erste Saisonspiel auch für mich persönlich gut lief, ich in einer richtig guten Verfassung war und viel Vertrauen in meinen Körper hatte.

Sie sind Verletzungsleid gewohnt. Gehen Sie damit anders als noch vor fünf Jahren um?

Außer den Knie- und Sprunggelenksverletzungen, die jeweils operiert werden mussten, hatte ich fast immer nur mit muskulären Problemen zu kämpfen. Gerade die Stelle im Oberschenkel ist bei mir eine Baustelle. Aber damit muss ich mich arrangieren, das gehört zu meiner persönlichen Fußballkarriere leider dazu.

Dominik Rummel: SG Barockstadt muss sich für keinen Punkt schämen

Und wie weit sind Sie noch weg von der Mannschaft?

Das Physioteam und ich sind die Behandlung diesmal etwas anders und intensiver angegangen. Gerade bei Muskelverletzungen sind die Alltagsschmerzen schnell verflogen, da muss ich schon mal gebremst werden. Jetzt bin ich aber zurück im Mannschaftstraining und kann wieder voll belasten. Ob ich allerdings schon gegen Worms im Kader stehe, müssen der Trainer und das Physioteam entscheiden. Ich jedenfalls brenne darauf, wieder zu spielen.

Bei dem aktuellen Lauf der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz mit Platz fünf und fünf ungeschlagenen Partien in Serie kein Wunder. Was macht das Team derzeit aus?

Leon Pomnitz spielt brutal gut und trägt die Mannschaft. Er ist das Herz. Außerdem hilft uns das Gerüst, das teilweise schon viele Jahre zusammenspielt. Da weiß jeder, wie der andere läuft und tickt. Das sind Mechanismen, die in Fleisch und Blut übergangen sind. Dass viele Spieler untereinander befreundet sind und wir auch mal Spielglück haben, hilft zudem sehr.

Also sollten die Ziele angepasst werden?

Alles andere als der Klassenerhalt wäre vermessen, völliger Humbug und das falsche Zeichen. Wir brauchen uns aber auch für keinen Punkt zu schämen, weil wir uns jeden verdient haben. Gegen jeden Gegner ist etwas möglich, wenn wir die Spiele wie bisher angehen.

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