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Regionalliga: Eintracht Trier und Stuttgarter Kickers wollen das letzte Ticket

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Des Öfteren durfte sich Eintracht Trier um Yannick Debrah (umarmt Dominik Kinscher, rechts Jason Armand Kaluanga Bwanga) in Stadtallendorf freuen. Nun kommt‘s zum Duell mit den Stuttgarter Kickers.
Des Öfteren durfte sich Eintracht Trier um Yannick Debrah (umarmt Dominik Kinscher, rechts Jason Armand Kaluanga Bwanga) in Stadtallendorf freuen. Nun kommt‘s zum Duell mit den Stuttgarter Kickers. © Stefan Tschersich

Die Hessenliga wird in der kommenden Saison 20 Teams umfassen, denn seit Samstagnachmittag steht fest: Eintracht Stadtallendorf folgt der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz nicht in die Regionalliga. Noch nicht fest steht aber, wer sich das 18. und letzte Ticket für die Regionalliga Südwest schnappt: Eintracht Trier oder die Stuttgarter Kickers. Die Entscheidung fällt am Dienstag (19 Uhr) im Trierer Moselstadion.

Nach 89 Minuten hatte Mustafa Ünal genug gesehen. Der Trainer der Stuttgarter Kickers schaute sich Eintracht Trier aus der Nähe an – und wird bei Stadtallendorfs 0:5-Klatsche gegen Trier und damit dem endgültigen Sargnagel auf die Aufstiegsträume nicht allzu viele Erkenntnisse gewonnen haben. Er ging, als die Gastgeber gerade den ersten eigenen Eckball des gesamten Spiels hatten und sich daraufhin gnadenlos auskontern ließen. Das 0:5. Da hatte Trier längst die besten Spieler ausgewechselt und für das entscheidende Spiel am Dienstag geschont.

Diese Szene war bezeichnend für den Auftritt des TSV: Emotional und physisch ging nichts mehr. Ein völlig unnötiger Elfmeter zum 0:1, zwei bitterböse Ballverluste zum 0:2 und 0:3. Gerade die sonst so souveränen Innenverteidiger Malcolm Phillips und Perry Ofori erwischten einen hundsmiserablen Tag. „Flasche leer. Komplett. Das ist brutal“, sagte TSV-Trainer Dragan Sicaja nach einer nervenaufreibenden Saison, in der Stadtallendorf mehrfach die Hessenliga-Meisterschaft auf dem Silbertablett serviert bekam und verspielte. In den Aufstiegsspielen fehlten Kraft und Frische.

Regionalliga Südwest: Geht das letzte Ticket an Eintracht Trier oder die Stuttgarter Kickers?

Dabei war Eintracht Trier keine Übermannschaft. Nicht wie die Stuttgarter Kickers drei Tage zuvor. Die Kickers hatten Regionalliga-Format, Trier durfte der Kategorie Top-Oberligist zugeordnet werden. Eigentlich ein Gegner auf Augenhöhe. „Wir haben aber gesehen, dass meiner Mannschaft in der entscheidenden Phase auch Typen auf dem Platz fehlen. Und wir haben in dieser Saison Fehler gemacht, deswegen sind wir verdient nicht aufgestiegen“, sagte Sicaja. Bis zum 12. Juli gibt er seinem Team frei, wird es in nicht mal drei Wochen auf die neue Saison vorbereiten.

Wer nun das Regionalliga-Feld komplettiert, entscheidet sich morgen im Moselstadion unter der Leitung des hessischen Schiedsrichters Christian Ballweg (SKG Bickenbach). Eintracht Trier genügt schon ein Remis gegen die Stuttgarter Kickers. Als Favorit gelten dennoch die Gäste. „Die Kickers sind schon jetzt eine Regionallliga-Mannschaft. Physisch und individuell stark“, sagte Eintracht-Trainer Josef Cinar, der dennoch vor Selbstvertrauen strotzt: „Aber wir sind Eintracht Trier und spielen im Moselstadion.“ Rund 650 Gästefans waren mit in Stadtallendorf und sorgten für eine einnehmende Stimmung. Morgen in Trier dürfte die Zuschauerzahl in Richtung fünfstellig gehen. Nicht nur Cinar erwartet ein Fußballfest.

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