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FSV löst Pflichtaufgabe

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FSV-Trainer Thomas Brendel freute sich über den Einzug in die nächste Runde. Foto: Charlie Rolff
FSV-Trainer Thomas Brendel freute sich über den Einzug in die nächste Runde. © Charlie Rolff

Hessenligist SC Viktoria Griesheim konnte in der 3. Runde des Hessen-Pokals dem Regionalligisten FSV Frankfurt phasenweise Paroli bieten, es reichte für die Südhessen aber nicht für eine Überraschung. Mit 1:4 (1:2) mussten sich die Gastgeber dem Favoriten geschlagen geben, konnten sich aber mit 510 Besuchern über eine stattliche Kulisse und damit abzüglich der Schiedsrichterkosten und nach der Einnahmeteilung mit dem Gegner immerhin finanziell über einen Gewinn freuen.

Die Gäste mit dem ehemaligen Fuldaer Kenan Mujezinovic im Tor traten auf dem Kunstrasenplatz am Hegelsberg in ungewohnter gelb-schwarzer Farbkombination an. Durch die frühe Führung riss der abstiegsgefährdete Regionalligist die Partie schon in der Anfangsphase an sich. Nach einem Steilpass war Stürmer Arif Güclü frei durch und überwand Viktoria-Torhüter Paul Jivan mit einem Flachschuss (7.). Die Bornheimer legten durch Jannik Sommer mit Hilfe des Innenpfostens das zweite Tor schnell nach (26.). Da schien es auf eine klare Sache für den Favoriten hinauszulaufen, doch der Hessenligist hielt die Partie durch den Anschlusstreffer von Kapitän Pascal Bender (33.) offen. Sechs Minuten später hätte Griesheim den Ausgleich erzielen können, als Nino Cassaniti aus 25 Metern den Ball gegen die Latte knallte.

"Wir waren nah am Ausgleich dran, da haben wir uns ganz gut geschlagen und waren relativ auf Augenhöhe"; konstatierte Griesheims Trainer Richard Hasa. Im zweiten Abschnitt spielte die Viktoria mit viel Ballbesitz weiter nach vorne, aber der Ausgleich war ihnen nicht vergönnt. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte der FSV Frankfurt die Partie schon entschieden. Einen starken Angriff über die rechte Seite schloss Güclü aus acht Metern resolut ab (71.). Nachdem Innenverteidiger Alieu Sawaneh per Kopfball die Latte traf, markierte Lukas Gottwald nach einem Abpraller vom Pfosten den Endstand (74.).

Brendel mit klaren Worten Richtung Schiedsrichter

"Da hat der FSV seine Qualitäten im Abschluss gezeigt und die wenigen Chancen genutzt", meinte Hasa. Die Gelb-Rote Karte gegen Griesheims Jean-Marie Starck wegen taktischem Foulspiel (76.) fiel nicht mehr ins Gewicht. FSV-Coach Thomas Brendel konnte ein positives Fazit ziehen: "Wir sind natürlich auf einen sehr motivierten Gegner getroffen, der in der ersten Halbzeit versucht hat, uns das Leben schwer zu machen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann deutlich gemacht, wer der klassenhöhere ist. Somit ist der 4:1-Sieg verdient." Akzeptabel waren laut Brendel die Bedingungen bei den Gastgebern: "Das ist ein guter Kunstrasen. Ich wäre froh, wenn wir beim FSV so einen Kunstrasen hätten."

Nur einmal - in der 19. Minute - hatte Brendel Grund sich zu ärgern, da Schiedsrichter Christoffer Reimund seinen Spieler Jannik Sommer etwas salopp mit "Hey Sommer" ansprach. "Ich finde das war jetzt nicht ein Spiel, wo ein Schiedsrichter unbedingt so eine Art verbaler Kommunikation führen muss. Das gehört einfach nicht hier her und das habe ich dem Unparteiischen eben auch gesagt. Letztlich ist so etwas unnötig und respektlos und kann zweifellos anders geregelt werden", fand der FSV-Coach klare Worte.

Die Statistik:

SC Viktoria Griesheim: Jivan; Adusei, Kern, Schumacher, Bender - Starck, Cassaniti (79. Samb), Schüßler, Lorenz - Stumpf (70. Kazimi), Paraschiv (75. Rasch).
FSV Frankfurt: Mujezinovic; von Schrötter, Sawaneh, Gottwalt, Williams - Sommer, Burdenski, Hodja, Karahan (62. Reutter) - Güclü (79. Evis), Hirst (62. Franjic).
Schiedsrichter: Christoffer Reimund (Zwingenberg).
Zuschauer: 510.
Tore: 0:1 Arif Güclü (7.), 0:2 Jannik Sommer (26.), 1:2 Pascal Bender (33.), 1:3 Arif Güclü (71.), 1:4 Lukas Gottwalt (74.).
Gelb-Rote Karte: Jean Marie Starck (Griesheim/76.).

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