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Ticketpreise wie in der A-Liga und kostenloser Glühwein

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Von: Steffen Kollmann

SG Barockstadt - FSV Mainz 05 II
Viele Mainzer Dauerkarteninhaber sorgten am Bruchweg für eine gute Zuschauerzahl und tolle Atmosphäre. © Mainz 05

Am letzten Spieltag des Kalenderjahrs den Zuschauerrekord der bisherigen Saison aufstellen, trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt – das ist der U23 des FSV Mainz 05 am Samstagmittag gelungen.

Dass insgesamt 755 Zuschauer den Weg ins Bruchwegstadion, wo die Nullfünfer früher in der Bundesliga gespielt haben und das inzwischen nur noch aus drei statt früher vier Zuschauertribünen besteht, lag nicht nur daran, dass viele Fans aus Fulda den Weg von der einen in die andere Domstadt angetreten hatten.

FSV Mainz 05: Günstige Tickets und Glühwein sorgen für Rekordkulisse

Die Hausherren wurden von einigen hundert Anhängern unterstützt, die ansonsten bei den Heimspielen der Bundesliga-Mannschaft für Stimmung sorgen. Nur drei Euro kostete das Ticket für die Dauerkartenbesitzer des Erstligisten. Zum Vergleich: Genauso viel kostet hierzulande der Eintritt in der A-Liga. Und es war sicher kein Nachteil, dass die Verantwortlichen den Anhängern nach der Partie Glühwein spendierten.

Der stimmungstechnische Höhepunkt des Spiels ereignete sich kurz vor Ende, als die Fankurve lautstark „Last Christmas“ sang – der passende Rahmen für das dritte Adventswochenende. Die Barockstädter können auf ein bemerkenswertes Jahr 2022 zurückblicken. Auf die kaum noch für möglich gehaltene Hessenliga-Meisterschaft und den erstmaligen Regionalliga-Aufstieg folgte eine famose Halbserie in der neuen Spielklasse. 29 Punkte stehen zubuche – sollten 40 Zähler für den Klassenerhalt wirklich vonnöten sein, wären fast drei Viertel schon geschafft.

SG Barockstadt: Dominik Rummel im neuen Jahr mit größerer Rolle

„Hätte mir jemand an Silvester 2021 gesagt, dass wir uns jetzt in so einer Situation befinden, hätte ich es nicht so wirklich geglaubt. Ein superschönes Jahr für alle“, sagte Kapitän Patrick Schaaf, schob aber direkt hinterher, dass der Erfolg nicht von ungefähr komme: „Donnerstag und Freitag haben wir vor dem Training den Platz vom Schnee befreit. Und am Dienstag haben wir 100-Meter-Sprints gemacht. Wir haben uns erarbeitet, wo wir stehen.“

Im neuen Jahr könnte dann Dominik Rummel eine größere Rolle spielen als zuletzt. Nachdem der Angreifer verletzungsbedingt 15 Spiele am Stück verpasst hatte, reichte es zuletzt immerhin zu zwei Kurzeinsätzen. Die Wintervorbereitung möchte der 29-Jährige nutzen, um endlich wieder richtig fit zu werden – um dann endlich sein erstes Tor in der Regionalliga Südwest zu bejubeln.

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