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Peters gelingt Hattrick innerhalb von vier Minuten

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Fußball 2020-2021/Testspiele2020-2021/FSV Thalau (blau) - FSV Frankfurt (weiss) 0:5
FSV-Trainer Thomas Brendel konnte einen Kantersieg bejubeln. © Charlie Rolff

Für Regionalligist FSV Frankfurt war das Hessenpokal-Achtelfinale gegen Verbandsligist SV Pars Neu-Isenburg im eigenen Stadion letztlich nur eine Pflichtübung. Mit 8:0 (4:0) fegte die Mannschaft von Trainer Thomas Brendel die zwei Klassen tiefer auf einen Abstiegsplatz stehenden Gäste aus der PSD-Bank-Arena und qualifizierte sich souverän für das Viertelfinale.  

Ungewöhnlicherweise hatte der unterklassige Club auf sein Heimrecht verzichtet und wollte unbedingt auswärts antreten. „Unser Präsident Sasan Tabib wollte uns dieses Stadionerlebnis ermöglichen“, erklärte dazu der neue Pars-Trainer Siar Daudi, der bis Oktober noch den Ligakonkurrenten Rot-Weiss Frankfurt gecoacht hatte. Letztlich zahlte der Underdog während der 90 Minuten viel Lehrgeld, konnte weder taktisch noch konditionell mit dem Viertligisten mithalten.

Dabei hatte Neu-Isenburg durch Vladimir Trucic nach 50 Sekunden den ersten Torschuss zu verzeichnen. So aber gelang dem FSV Frankfurt durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Ivan Leon Franjic (4.) die schnelle Führung. Eklatante Abwehrschwächen nutzte der Gastgeber aus und legte weitere Treffer nach. Nach einer Freistoßflanke erhöhte Lukas Gottwalt auf 2:0 (16.).

Wir wollten die Stadionluft genießen, auch wenn die vielen Gegentore keinen Genuss darstellen.

Pars-Trainer Siar Daudi

Stürmer Cas Peters, der die Hälfte aller Treffer markierte, scheiterte zunächst am Ex-Fuldaer Aykut Bayar im Pars-Tor und traf im Nachschuss zum 3:0 (27.). Verteidiger Manuel Reutter sorgte dann für den Halbzeitstand (34). Da war längst klar, dass Pars lediglich an Erfahrung gewinnen würde, um etwas ungewohnte Stadionluft zu schnuppern. „Wir wollten das mitnehmen und genießen, auch wenn die vielen Gegentore keinen Genuss darstellen“, sagte Daudi.

Mit Milad Salem und Ihab Darwiche standen zwei Akteure in seinem Team, die schon im Profizirkus spielten und auch das FSV-Trikot zeitweise trugen. Mann des Spiels war der Niederländer Cas Peters, denn ihm gelangen innerhalb vier Minuten drei Tore in Folge (59./62./63.) und somit ein lupenreiner Hattrick zum zwischenzeitlichen 7:0. Den Schlusspunkt setzte dann Sturmpartner Arif Güclü vor 373 Zuschauern zum 8:0-Endstand. / pac

Statistik:

FSV Frankfurt: Endres; Reutter, Konrad, Gottwalt, Recica - Burdenski, Heim (64. Sommer), Franjic (46. Lüders), Kelati (64. Karahan) - Güclü, Peters.
SV Pars Neu-Isenburg: Bayar - Nopp, Jourdan, Alempic, Cociu - Salem (84. Kapoor), Darwiche (32. de Carvalho), Müller, Erdem - Affo, Trucic (72. Idrissi).
Schiedsrichter: Patrick Haustein (Großen-Buseck).
Zuschauer: 373.
Tore: 1:0 Ivan Leon Franjic (4.), 2:0 Lukas Gottwalt (16.), 3:0 Cas Peters (27.), 4:0 Manuel Reutter (34.), 5:0, 6:0, 7:0 Cas Peters (59./62./63.), 8:0 Arif Güclü (79.).

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