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Mythos Klopp: Im Bruchwegstadion fing alles an

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Von: Steffen Kollmann

Jürgen Klopp Bruchwegstadion
Im Mainzer Bruchwegstadion, wo die SG Barockstadt zu Gast sein wird, legte Jürgen Klopp den Grundstein seiner erfolgreichen Trainerkarriere. © Frank Rumpenhorst/dpa

Es gibt traditionsreiche Fußballstätten, mit denen man sofort besondere Geschichten und Momente verbindet. Beispiel: Die Vier-Minuten-Meisterschaft im Gelsenkirchener Parkstadion. Oder der Büchsenwurf vom Gladbacher Bökelberg.

Die großen Erlebnisse im Bruchwegstadion liegen noch nicht allzu lange zurück – aber werden allen Mainzer Fans auf ewig im Gedächtnis bleiben. Schließlich entstand dort, wo morgen Barockstadt auf die Zweitvertretung der Nullfünfer trifft, der Mythos Jürgen Klopp.

Ab 1938 spielte Mainz 05 am Bruchweg und verzeichnete dort seine ersten großen Erfolge. Nach Jahren in der Drittklassigkeit etablierte sich der FSV in den 90er-Jahren in der Zweiten Liga, auch dank der Arbeit von Wolfgang Frank. Der inzwischen verstorbene Trainer, nach dem der Campus um das Bruchwegstadion und Nachwuchsleistungszentrum inzwischen benannt ist, galt als kreativer, in die Zukunft denkender Coach – und hatte einen großen Einfluss auf die spätere Arbeit von Jürgen Klopp.

Jürgen Klopps Trainerkarriere begann im Bruchwegstadion

Der heutige Liverpool-Trainer wurde – passend zum Image des Karnevalsvereins – am Faschingswochenende 2001 vom Spieler zum Coach befördert. Es entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte: Drei Jahre später glückte erstmals der Aufstieg in die Bundesliga, nach einem 3:0 am Bruchweg gegen Eintracht Trier – wie Barockstadt ebenfalls heute Neuling der Regionalliga Südwest. Ein Jahr später glückte trotz einer 2:4-Heimniederlage gegen den schon feststehenden Meister Bayern München der vorzeitige Klassenerhalt am 32. Spieltag.

Nach zwischenzeitlichen Abstiegs und Abschieds von Jürgen Klopp spielen die Nullfünfer seit 2009 ununterbrochen in Deutschlands Beletage. Unter einem weiteren späteren Welttrainer, Thomas Tuchel, zog die Bundesliga-Truppe 2011 aus dem zu klein gewordenen Bruchwegstadion aus. Heute spielen nur noch die U23 und U19 in der früher einmal 20 000 Zuschauer fassenden Arena.

Dort, wo Sevilla einst im UEFA-Cup zu Gast war, läuft morgen die SG Barockstadt auf. „Beim ersten und einzigen Mal, als ich dort war, war ich Jugendspieler von Kickers Offenbach und der OFC war in die Zweite Bundesliga aufgestiegen. Kevin Hillmann war auch mit dabei. Unser Spiel dort wird eines der Highlights in dieser Saison“, unterstreicht SGB-Allrounder Marius Löbig.

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