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Der Wahnsinn geht weiter: SG Barockstadt schlägt KSV Hessen Kassel klar – Fotos

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Von: Johannes Götze

Der „Bomber“ hat für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zugeschlagen und mit Torschütze Moritz Reinhard feiern Aaron Frey (von links), Leon Pomnitz, Patrick Schaaf und Kevin Hillmann.
Der „Bomber“ hat für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zugeschlagen und mit Torschütze Moritz Reinhard feiern Aaron Frey (von links), Leon Pomnitz, Patrick Schaaf und Kevin Hillmann.  © Memento36

Der Wahnsinn der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz geht weiter: Der Aufsteiger ist zum fünften Mal in Folge ungeschlagen geblieben und hat dank des klaren wie verdienten 3:0 (1:0)-Erfolgs im Duell der Fuldastädter den KSV Hessen Kassel im Auestadion in eine noch tiefere Krise gestürzt.

Sedat Gören, Trainer der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, sah nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage keinen großen Anlass, etwas zu ändern. Im Vergleich zum 0:0 am Dienstag gegen Eintracht Trier rückte lediglich Marius Löbig für Jonas Pfalz in die Startelf und übernahm dessen Position als Linksaußen. Der KSV, der nach sieben Partien erst zwei Punkte auf dem Konto hatte, musste gezwungenermaßen umstellen: Der erfahrene Kevin Nennhuber flog bei der verdienten, aber extrem unglücklichen 2:3-Niederlage in Homburg vom Platz, er wurde in der Innenvereidigung von Paul Stegmann ersetzt. Außerdem bekam in der Offensive Marco Dawid den Vorzug gegenüber Jon Mogge.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz reitet die Welle, KSV Hessen Kassel kriselt

Dass Nennhuber schmerzlich vermisst wurde, war spätestens nach sechs Minuten klar: Denn die Innenverteidigung um Stegmann (19) und Maurice Springfeld (24) fehlte ein gutes Stück Erfahrung, um die Defensive anzuleiten und ihr Sicherheit zu verleihen. Gar das Gegenteil war der Fall. Beim 1:0 durch Moritz Reinhard verlor Springfeld das Kopfballduell gegen Moritz Reinhard, der nach Pomnitz-Flanke aus halblinker Position und in Summe sicherlich 13 Metern Torentfernung per Hinterkopf ins lange Eck traf (6.). Sein lang erwarteter erster Saisontreffer, den er sich aufgrund seines Kampfgeistes längst verdient hatte. Und natürlich verlieh der Führungstreffer den Gästen noch mehr Flügel, während die der Gastgeber mehr und mehr gestutzt wurden.

Barockstadt hatte das Geschehen über ganz weite Teile der ersten Halbzeit im Griff, nur ein einziges Mal musste SGB-Keeper Tobias Wolf an alter Wirkungsstätte die Luft anhalten, als ein Lupfer von Serkan Durna an den Querbalken klatschte. Barockstadt beschränkte sich auf Spielkontrolle gegen ideenlose Gastgeber und versuchte situativ in den gefährlichen Bereich vorzustoßen. Richtig gefährlich wurde es nicht.

Dafür schlug die Barockstadt aber auch im zweiten Durchgang extrem zeitig zu – weil diesmal Stegmann völlig unnötig Leon Pomnitz knapp im Strafraum über die Klinge springen ließ. „Mister zuverlässig“ vom Punkt, Marius Grösch, ließ sich das nicht entgehen, traf per Elfmeter bereits zum vierten Mal im achten Saisonspiel und baute damit seinen Vorsprung in der internen Torjägerliste aus.

Für den KSV so etwas wie der Genickschlag. Dass Coach Tobias Damm alles versuchte, wurde an den Zeitpunkten seiner Wechsel offensichtlich: Schon zur Pause tauschte er dreifach – nahm dabei unter anderem Geburtstagskind Steven Rakk vom Feld – und zog bereits 25 Minuten vor Schluss seine letzten Optionen. Na klar: Mit viel Offensivpersonal vor den rund 1533 Zuschauern ergaben sich ein paar Halbchancen zum Anschluss, doch genauso öffneten sich Räume und ermöglichten schon Reinhard das 3:0 (54.), das später Dominik Wüst im Konterspiel nach Löbigs Vorlage erzielte.

Die Statistik:

KSV Hessen Kassel: Zunker; Najjar, Stegmann, Springfeld, Mißbach (65. Fischer) – Rakk (46. Vesco), Brill – Dawid (46. Döringer), Kahraman, Durma (46. Iksal) – Jones (65. Mogge).
SG Barockstadt: Wolf; Gaudermann, Grösch, Frey, Hillmann – Schaaf (83. Ziga), Ganime – Reinhard (89. Garic), Pomnitz (89. Fuchs), Löbig (74. Duran) – Siakam (46. Wüst).
Schiedsrichter: Felix Prigan (TSV Deizisau).
Zuschauer: 1553.
Tore: 0:1 Moritz Reinhard (6.), 0:2 Marius Grösch (49., Foulelfmeter), 0:3 Dominik Wüst (73.).

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