1. torgranate
  2. Regionalliga

Die Neuzugänge der SG Barockstadt

Erstellt:

Von: Ralph Kraus

Fotos von SG Barockstadt vs. FC Gießen
Die Neuzugänge um Jonas Pfalz (links) und Kristian Gaudermann (Zweiter von links) sollen in die Mannschaft integriert werden. © Charlie Rolff

Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz befindet sich seit Donnerstag im Trainingslager am Störmthaler See in der Nähe von Leipzig. Hauptziel des viertägigen Camps ist es, die Neuzugänge zu integrieren. Das Team soll so eng zusammenwachsen. Wir haben uns mit den Neuen unterhalten und stellen die acht externen Zugänge an dieser Stelle kurz vor.

Samuel Zapico

Für den Torhüter, der aus dem spanischen Sabadell stammt, ist es der zweite Anlauf in Deutschland. Nach den Stationen in Sandershausen und beim KSV Baunatal ging es zunächst zurück in die Heimat, ehe ihn sein Kumpel Sergio Sosa Perez zum SV Neuhof lockte. „Ich wollte unbedingt wieder nach Deutschland, denn hier wird auch in der vierten und fünften Liga richtig guter Fußball gespielt“, erklärt der 25-Jährige, der sich mit seinen 1,98 Meter einen Zweikampf mit Tobi Wolf im Tor liefern wird. „Als Torwart kann immer nur einer spielen. Aber wir beide pushen uns im Training und werden so beide stärker. Das macht dann auch die Mannschaft besser - egal wer spielt.“

Aaron Frey

Vier Jahre Fußball in den USA hat der 1,93 Meter große Innenverteidiger hinter sich. „Eine wichtige Zeit für mich in der Entwicklung. Du sprichst die Sprache nicht, deine Familie kann dir nicht mehr überall helfen. Da wirst du erwachsen“, sagt der nunmehr 24-Jährige, der wie Kollege Jan Lüdke vom 1. FC Erlensee nach Fulda gekommen ist. In den USA war Frey vor allem wegen des Studiums, bekam dort ein Stipendium. Hier machte er seinen Bachelor in Business Administration. „Da war unter der Woche täglich von 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr erst Training, danach ging es zur Uni. Auch fußballerisch hat mit die Zeit viel gebracht - vor allem athletisch und im Fitnessbereich.“

Kristian Gaudermann

Mit 26 Jahren der bisher älteste Neuzugang. Der rechte Verteidiger kommt vom FC Gießen, hat bereits 126 Regionalligaspiele auf dem Buckel. In der Jugend spielte Gaudermann für die TSG Wieseck, stieg danach mit Stadtallendorf und Gießen aus der Regionalliga ab. „Es gibt wenige Spieler, die so viel Erfahrung im Abstiegskampf haben“, nimmt es der Neue mit Humor und fährt mit einer Floskel fort: „Hört sich komisch an, aber es ist hilfreich, wenn man umgefallen ist und gelernt hat, wieder aufzustehen.“ Sein erster Eindruck: „Klasse. Man merkt sofort, dass man in gewachsene Strukturen kommt. Die Herzlichkeit und Ehrlichkeit, mit der ich aufgenommen wurde, hat mir imponiert.“

Almir Ziga

SSV Jeddeloh II heißt keineswegs, dass der Bosnier in einer zweiten Mannschaft gespielt hat. Jeddeloh II heißt schlichtweg der Ort, in dem Almir Ziga bisher in der Regionalliga Nord gespielt hat. Der 26-jährige Bosnier, der einst in der Jugend des SV Meppen groß wurde und das Fuldaer Mittelfeld verstärken soll, hat den Weg nach in die Barockstadt ganz bewusst gewählt: „Meine Frau stammt aus Frankfurt und wir wollten ganz bewusst in diese Region zurück. Fulda hat schon deshalb meinen Vorstellungen entsprochen, weil das hier so eine kleine Familie ist. Das war bisher in Jeddeloh II auch so und das war mir ganz wichtig. Ich muss mich wohl fühlen und will Freude am Fußball haben.“

Jan Lüdke

„Ich hatte ja in doppelter Hinsicht schon einen gewissen Kontakt nach Fulda. Einerseits, weil wir ein paar Mal gegeneinander gespielt haben, dazu kommt, dass ich den ein oder anderen Spieler wie Kevin Hillmann oder Marius Löbig privat gut kenne“, sagt der 24-Jährige, der im zentralen Mittelfeld für noch mehr Belebung sorgen soll. Lüdke kommt vom einstigen Fuldaer Ligarivalen 1. FC Erlensee, spielte davor für Viktoria Nidda. Von der Stadt Fulda hat Lüdke in der kurzen Zeit noch nicht viel gesehen: „Aber ich kenne den Weihnachtsmarkt. Da waren wir letztes Jahr mit der Erlenseer Mannschaft im Anschluss an unser Spiel hier. Das war auf jeden Fall schon mal nicht schlecht.“

Louis Fuchs

Er stammt aus dem Raum Bad Hersfeld, wurde einst beim TSV Kalkobes groß. Und dennoch kommt der Stürmer eher aus dem „großen“ Fußball. Fuchs wechselte aus der U19 des Zweitligisten SC Paderborn in die Johannisau. „In Paderborn waren bei allen die Augen nur voll auf den Fußball gerichtet. Da gab es überhaupt kein anderes Thema. Man hat kaum Freizeit für etwas anderes gehabt“, erklärt Fuchs, dem gleich zum Einstand beim 3:1 gegen Gießen in nur einer Halbzeit zwei Tore gelangen. „So kann das ruhig weitergehen. Ich glaube, da hätte niemand was dagegen“, schmunzelt der 19-Jährige, der nach drei Jahren Paderborn nun in die „Heimat“ zurückgekehrt ist.

Jonas Pfalz

„Das große Ziel habe ich noch nicht abgehakt. Der Traum, Profifußballer zu werden, besteht immer noch“, macht der 21-jährige Linksfuß deutlich, der aus einem Duisburger Stadtteil vom West-Regionalligisten VfB Homberg nach Fulda gewechselt ist. Pfalz durchlief sechs Jahre lang die Jugend von Borussia Mönchengladbach. Der linke Offensivspieler stammt aber aus Hessen – genauer gesagt aus Wehrda in der Nähe von Marburg. „Gladbach war meine Kindheit. Ich habe den Fußball gelebt und tue das auch weiterhin“, sagt Pfalz, der sich freut, „dass ich meine Familie wieder regelmäßig im Umfeld spüre. Es gab einige Optionen, die Heimatnähe war mir wichtig.“

Luka Garic

Vom neuen Ligarivalen FSV Frankfurt ist der Linksfuß gekommen. Vorher spielte der 22-jährige Deutsch-Kroate viele Jahre bei Kickers Offenbach. „Es ist nicht alles glattgelaufen in den letzten Jahren. Das hatte ich mir anders vorgestellt“, sagt Garic über die letzten Spielzeiten, in denen er mit Knöchel- und Knieproblemen zu kämpfen hatte. Der Kontakt nach Fulda besteht schon länger, wie er verrät: „Mit Trainer Sedat Gören hatte ich schon im vergangenen Winter Kontakt. Und ja, vielleicht wäre ich auch gekommen, wenn die SG Barockstadt noch in der Hessenliga spielen würde. Mein großes Ziel ist es, dass ich es in Fulda schaffe, einen großen Schritt nach vorne zu machen.“

Auch interessant