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Hessen Kassel beweist Moral gegen Oliver Reck

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Hessenpokal 2021/2022 3. Runde VfL Biedenkopf - KSV Hessen Kassel
Nael Najjer (rechts) und Hessen Kassel holten einen 0:2-Rückstand auf. © Stefan Tschersich

Hessen Kassel schien auf dem Weg, den Saisonstart in den Sand zu setzen. Das 2:2 (0:2) gegen Rot-Weiß Koblenz dürfte trotz nur einem Punkt aus zwei Spielen wichtig gewesen sein.

Trainer Tobias Damm änderte seine Startelf gegenüber der Vorwoche auf einer Position: Für den verletzten Oliver Schmitt (Verdacht auf Kreuzbandriss) kam Nils Stendera in die Startelf.

Koblenz stand hinten stabil und setzte immer wieder gefährliche Konter als Nadelstich: So in der 18. Minute, als Nils Lihsek den Ex-Offenbacher Christian Stark frei spielte, der aber das Tor der Löwen verfehlte. Nur vier Minuten später dann doch die Führung der Gäste: Nach einem Freistoß von Yanni Regäsel köpfte Alexis Weidenbach den Ball in die Maschen von Nicolas Gröteke. Kurz nach dem Koblenzer Treffer hatte Jon Mogge die große Gelegenheit zum Ausgleich, zielte aber knapp neben das Tor.

Hessen Kassel mit Powerplay nach der Halbzeitpause

Besser machte es auf der Gegenseite Thilo Töpken, der frei vor dem Löwen-Torwart auf 2:0 für Rot-Weiß erhöhte. Und es hätte noch schlimmer kommen können: In der 40. Minute rettete Gröteke in letzter Not gegen Lihsek. Doch auch der KSV hatte in einem zu diesem Zeitpunkt spannenden und abwechslungsreichen Spiel noch seine Gelegenheiten: Zunächst scheiterte Mogge an Torwart Tim Kips (41.), bevor der Koblenzer Innenverteidiger Oluwatobiloba Adewole kurz vor dem Pausenpfiff den Ball von der Linie kratzen musste.

Im zweiten Durchgang zeigten die Löwen eine tolle Moral, entwickelten immer mehr Druck. Jascha Döringer hatte Pech, als er mit einer feinen Einzelleistung nur die Latte traf (51). Das Signal zur Wende kam dann von Trainer Tobi Damm nach knapp einer Stunde Spielzeit: Mit einem Dreifach-Offensivwechsel kam mit Daniele Vesco, Marcel Fischer und Lukas Iksal zusätzlicher frischer Schwung ins Spiel. Der KSV zog fast ein Powerplay wie beim Eishockey auf und belohnte sich mit einem Tor von Fischer (69.). Fast folgerichtig der Ausgleich in der 81. Minute: Nach einer Rechtsflanke von Nael Najjar erzielte Jon Mogge mit einem spektakulären Flugkopfball den Ausgleich. Die Löwen wollten mehr, wurden von den fast 1.600 Zuschauern frenetisch nach vorne gepeitscht. Mit viel Glück retteten die angeknockten Koblenzer den Punktgewinn im Auestadion, den sich die Gäste mit einer guten Leistung im Spiel gegen den Ball in der ersten Halbzeit verdient hatten.

Die Statistik:

Hessen Kassel: Gröteke; Mißbach, Starostzik, Mogge, Brill, Döringer, Rakk, Dawid, Stendera, Springfeld, Najjer.
Rot-Weiß Koblenz: Kips; Adewole, Maroudis, Guthörl, Töpken, Limani, Lihsek, Weidenbach, Stark, Afamefuna, Regäsel.
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (TSV Gau-Odernheim).
Zuschauer: 1600.
Tore: 0:1 Alexis Weidenbach (23.), 0:2 Thilo Töpken (32.), 1:2 Marcel Fischer (69.), 2:2 Jon Mogge (81.)

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