1. torgranate
  2. Regionalliga

Holpriger, aber verdienter Derbysieg für OFC

Erstellt: Aktualisiert:

Symbolbild Choreographie Kickers Offenbach
6500 Zuschauern sahen den Derbysieg der Kickers Offenbach. © Huebner/Scheiber

Die in der Regionalliga Südwest auswärts tor- und punktlosen Offenbacher Kickers haben auch ihr zweites Heimspiel gewonnen. Vor rund 6500 gewann die nach dem 0:1 in Koblenz stark in die Kritik geratene Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt verdient mit 3:1 (1:1) gegen den Lokalrivalen FSV Frankfurt.

Die drei Punkte dürften im Offenbacher Lager die Gemüter erst einmal beruhigen, über den Berg sind die neuformierten Kickers aber noch lange nicht. Gegen den FSV profitierte der OFC von einer nicht allzu defensiven Grundhaltung seines Gegners und davon, dass die Bornheimer sich noch mehr Fehler leisteten als die vor allem anfangs erkennbar verunsicherten Kickers.

So beim Führungstreffer durch den vor einer Dreier-Abwehrkette im linken Mittelfeld aufgebotenen Dominik Wanner. Nach butterweicher Flanke aus dem Halbfeld von Sechser Björn Jopek konnte Wanner den Ball auch deshalb ins Tor köpfen, weil FSV-Keeper Henry Bremer unmotiviert und unentschlossen aus dem Kasten herausgekommen war (29.). 

OFC gewinnt Derby in der Regionalliga Südwest

Nach Azaouaghs Ausgleichstreffer, erzielt per Kopf nach Müller-Ecke (33.), war es wieder Wanner, der die Kickers nur zwei Minuten später erneut in Führung brachte. Wieder flog der Ball aus dem rechten Halbfeld, diesmal getreten von Spielmacher Rafael Garcia, Richtung Sturmzentrum, wo Wanner mit langem Bein Bremer ein weiteres Mal überwandt (35.). Das erlösende 3:1 besorgte Jopek per Handelfmeter, verursacht von Reutter (70.).

Die Kickers wirkten nach der harschen Kritik ihres Trainers jederzeit bemüht, in den Abläufen hakte es jedoch immer wieder. Nachdem Schmidt in der Spieltagspressekonferenz insbesondere seinen Sturm an die wand genagelt hatte, überraschte der Trainer mit einer Startelf ohne gelernten Mittelstürmer. Knöll und Hosiner saßen auf der Bank, in vorderster Linie agierten Lemmer und Hermes. Auch wenn der Sieg gegen einen weitgehend harmlosen FSV nie in Gefahr geriet, zu Ruhe und Sicherheit fand der OFC nicht; was auch daran gelegen haben könnte, dass vier recht zeitige Wechsel die Abläufe störten.

Immerhin: Die Kickers zeigten eine engagierte Vorstellung. Lichtblick wie schon in Koblenz: Shako Onangolo, der auf der rechten Seite zum Einsatz kam.

Kickers Offenbach: Richter; Okitasombo, Zieleniecki, Garica (53. Mairose), Hermes (72. Knöll), Derflinger (61. Saric), Lemmer, Wanner (72. Zitzelsberger), Jopek, Breitenbach, Marcos.
FSV Frankfurt: Bremer; Reutter, Weissmann (70. Ünlücifci), Knothe, Agha (70. Hupfauf), Azaouagh, Peters (84. Walter), Boutakhrit (87. Messina), Müller (87. Kuhinja), Sannomiya, Awassi.
Schiedsrichter: Mika Forster (FC Flehingen).
Zuschauer: 6500.
Tore: Dominik Wanner (29.), 1:1 Ahmed Azaouagh (32.), 2:1 Dominik Wanner (35.), 3:1 Björn Jopek (70., Handelfmeter).

Auch interessant