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Barockstadt vor Regionalliga-Auftakt: „Wir waren verwöhnt“

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Von: Tino Weingarten

Sedat Gören mahnt zur Geduld: „Es kann vorkommen, dass wir mal zwei, drei oder sogar vier Spiele hintereinander verlieren.“
Sedat Gören mahnt zur Geduld: „Es kann vorkommen, dass wir mal zwei, drei oder sogar vier Spiele hintereinander verlieren.“ © Charlie Rolff

Mit dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest beendete die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz einen vier Jahre langen Anlauf erfolgreich. Doch was ändert sich für die Mannschaft und das Trainerteam in der neuen Liga?

Fünf Wochen lang forderte Trainer Sedat Gören seine Spieler in der Vorbereitung. Acht Neuzugänge mussten in die Mannschaft integriert werden, das Team konditionell und spielerisch auf die neue Spielzeit eingestellt werden. „Wir haben gut und hart trainiert. Für uns alle ist das eine neue Situation. Die Spieler und der Verein können sich jetzt messen“, sagt Sedat Gören. Der Trainer der SG Barockstadt weiß, dass auch auf ihn neue Aufgaben zukommen.

Regionalliga-Auftakt: SG Barockstadt gegen TSV Steinbach Haiger

Gleich zum Auftakt in die Regionalliga-Saison bekommt die SGB einen Vorgeschmack auf das, was bevorsteht. Mit dem TSV Steinbach Haiger reist am Samstag (14 Uhr) der Vierte der Vorsaison in die Johannisau. „Wir waren die letzten Jahre sehr verwöhnt, aber die neue Situation gilt es anzunehmen. Da kommen Profis, die zweimal am Tag trainieren. Das ist deren Beruf“, betont Gören. Plötzlich ist nicht mehr die SG Barockstadt der Favorit, sondern in den meisten Duellen werden es die Gegner sein.

„Es wird sich was ändern, wir können nicht mit Ballbesitz-Fußball die Liga dominieren. Da wird es andere Mannschaften geben, darauf müssen wir vorbereitet sein und ruhig bleiben. Es kann vorkommen, dass wir mal zwei, drei oder sogar vier Spiele hintereinander verlieren. Da müssen wir geduldig bleiben und uns Schritt für Schritt etwas aufbauen“, warnt Gören, der zum Wochenstart gesundheitlich angeschlagen war und die Mannschaft erst am Donnerstag persönlich auf das Spiel gegen Steinbach Haiger vorbereitet hat.

Es gibt keine Paniksituation. Wir haben höchstes Vertrauen in die Spieler, die wir haben.

Sedat Gören über die Personalie Justin Eilers.

In den Testspielen wechselte Gören teils die komplette Mannschaft durch. Gegen Rot-Weiß Erfurt (1:1) gab er allen Spielern über zweimal 60 Minuten Spielpraxis. Ein Luxus, den der Barockstadt-Trainer so auch noch nicht kannte: „Wir werden ein Gerüst haben, aber es wird keine erste Elf geben, die sieben Spiele am Stück startet. Wir werden jeden Spieler brauchen.“ Ob noch jemand zum gut besetzten Kader hinzukommt, ließ er hingegen offen. Gegen Erfurt spielte Justin Eilers, trainierte zweimal mit. Eine Entscheidung steht noch aus. „Es gibt keine Paniksituation, dass wir unbedingt handeln müssen. Wir haben höchstes Vertrauen in die Spieler, die wir haben“, betont Gören.

U23-Regel, Absteigerzahl - Wissenswertes zur Regionalliga Südwest

Doch nicht nur spielerisch wird sich die SG Barockstadt an die neuen Begebenheiten anpassen müssen. In jedem Spieltagskader müssen vier Spieler auftauchen, die vor dem 30. Juni 2022 ihr 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. „Durch diese Regelung haben die jungen Spieler mehr Chancen, auf Einsatzzeiten zu kommen“, sagt Gören. Im aktuellen Kader erfüllen mit Jonas Jakob, Robin Fabinski, Luka Garic, Jan Vogel, Yunus Kocak, Louis Fuchs, Jonas Pfalz und Arnis Mulaj acht Spieler diese Regelung.

Für das Ziel, den Klassenerhalt, wird die SG Barockstadt mindestens drei Mannschaften hinter sich lassen müssen. Steigen Südwest-Vertreter aus der 3. Liga ab (Mannheim, Wehen Wiesbaden, Saarbrücken, Elversberg, Freiburg II), erhöht sich die Absteigerzahl. Maximal sind fünf Absteiger in die Oberligen möglich.

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