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Tabellenführer Ulm zu stark: SG Barockstadt verliert trotz leidenschaftlichem Auftritt

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Von: Tino Weingarten

Der Tabellenführer der Regionalliga Südwest erwies sich als zu stark: Die SG Barockstadt unterlag dem SSV Ulm verdient mit 0:2 (0:0), wird dabei jedoch einer Großchance nachtrauern.

Die Ambitionen des SSV Ulm sind klar: Es soll in die 3. Liga gehen, nachdem der Verein den Aufstieg in der vergangenen Saison um nur drei Punkte verpasst hatte. Zuletzt durchlebte der ehemalige Bundesligist, bei dem Ralf Rangnick einst seine ersten Schritte als Trainer ging, eine kleine Schwächephase, schied im Verbandspokal aus und ließ den Vorsprung an der Tabellenspitze durch ein torloses Unentschieden bei der U21 des VfB Stuttgart geringer werden.

Regionalliga Südwest: SSV Ulm zu stark für die SG Barockstadt

Bei der SG Barockstadt tat sich der SSV lange schwer, weil die Hausherren, bei denen in Kristian Gaudermann und Kevin Hillmann die etatmäßigen Außenverteidiger fehlten, tief und vor allem gut verteidigten. So kamen die Gäste zwar zu Abschlüssen, SGB-Keeper Tobias Wolf musste in den ersten 45 Minuten aber nie eingreifen. Auf der Gegenseite hätte die Barockstadt in Führung gehen müssen, als SSV-Kapitän Johannes Reichert als letzter Mann am Ball vorbeitrat und Marius Löbig so alleine auf das Tor zulief, seinen Abschluss allerdings einen Meter über die Latte setzte (25.).

In den Minuten vor dem Halbzeitpfiff fanden Angriffe der Hausherren immer weniger statt, die Ballbesitzphasen der Ulmer in der gegnerischen Häflte waren dagegen erdrückend. Dieses Bild zeichnete sich auch nach dem Seitenwechsel ab, als die SGB ein erstes Mal durchatmen musste, weil Lucas Röser mit einem Heber nur die Latte traf (53.). Wenige Minuten später sollte Röser jedoch zum Erfolg kommen, als er eine Hereingabe wuchtig ins Tor schoss (60.).

SGB-Trainer Gören: SSV Ulm ist nicht unser Maßstab

Die SG Barockstadt zeigte einen ordentlichen Auftritt, wehrte sich nach allen Möglichkeiten. Nur ließ Ulm - außer der Großchance Löbigs - wenig zu und nutzte auf der anderen Seite kleinste Fehler SGB. Marcel Schmidts bekam am linken Strafraumeck zu viel Platz, den der Außenspieler mit dem Treffer zum 2:0 ins kurze Eck bestrafte (67.). Die Mannschaft von Trainer Sedat Gören brauchte kurz, um die beiden Gegentore aus den Kleidern zu schütteln, trat dann aber noch einmal in der gegnerischen Häflte auf. Klare Chancen gab es jedoch nicht mehr, allerdings verhinderte die SGB, dass Ulm die Muskeln spielen lassen konnte.

„Er muss nicht so überhastet abschließen, hat keinen im Rücken und kann Tempo rausnehmen. Wir wussten, dass Ulm viel Druck machen wird, wir haben wenig Entlastung gehabt. Aber Ulm ist nicht die Mannschaft, mit der wir uns messen müssen. Freiberg nächste Woche ist so ein Gegner, aber das Ergebnis von ihnen heute ist nicht gut“, sagt SGB-Trainer Gören mit Blick auf die 0:5-Niederlage des SGV gegen den FSV Frankfurt. SSV-Trainer Thomas Wörle sah einen verdienten Sieg seiner Mannschaft: „Wir kamen nicht gut rein, haben dann aber die Schlagzahl erhöht und viel Tempo im Ballbesitz gehabt. Fulda hat es uns sehr schwer gemacht.“

SG Barockstadt: Wolf; Ganime, Frey, Grösch, Göbel (77. Duran) - Ziga (86. Fuchs), Schaaf - Reinhard (86. Lüdke), Pomnitz, Löbig (70. Pfalz) - Siakam (46. Wüst).
SSV Ulm: Ortag; Geyer, Reichert, Yarbrough - Allgeier, Schmidts (88. C. Maier) - P. Maier, Chessa (71. Hingerl), Rösch (80. Ahrend) - Jann (80. Dulleck), Röser (71. Rühle).
Schiedsrichter: Marc Heiker (TSV Kürnbach).
Zuschauer: 2287.
Tore: 0:1 Lucas Röser (60.), 0:2 Marcel Schmidts (67.).

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