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Regionalliga Südwest: VfR Aalen meldet Insolvenz an

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Der VfR Aalen aus der Regionalliga Südwest geht nach dem Insolvenzantrag schweren Zeiten entgegen.
Der VfR Aalen aus der Regionalliga Südwest geht nach dem Insolvenzantrag schweren Zeiten entgegen. © Ralph Kraus

Überraschung in der Regionalliga Südwest: Der Tabellen-Vierzehnte VfR Aalen hat Insolvenz angemeldet – bereits die zweite in den jüngsten fünf Jahren.

„Die Entwicklung im Zuge von Ukrainekrieg, Energieverteuerung und Inflation hat leider gegen uns gearbeitet. Die Zuschauerzahlen von früher rund 2300 bei Heimspielen haben sich bei durchschnittlich 1200 Besuchern eingependelt“, erklärt das Präsidium des VfR die klaffenden Lücken in der Budgetplanung.

VfR Aalen droht nach Insolvenzantrag Neun-Punkte-Abzug in der Regionalliga Südwest

Für den früheren Zweitligisten ist es bereits die zweite Insolvenz innerhalb weniger Jahre. Bereits Anfang 2017 waren die Aalener nicht zahlungsfähig – bis heute spüren die Verantwortlichen die Folgen. „Dazu haben auch Altlasten aus der letzten Insolvenz und der dritten Liga beigetragen. In der Regionalliga war es unter den äußeren Umständen der letzten drei Jahre nicht möglich, neben den laufenden Kosten auch noch einen mittleren sechsstelligen Betrag auszugleichen.“

Das Präsidium verspricht jedoch: „Wir werden gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter ALLES versuchen, einen Insolvenzplan auszuarbeiten, umzusetzen und den VfR Aalen in ein finanziell und sportlich ruhiges Fahrwasser zu führen.“ Dem VfR droht nun ein Punktabzug von neun Punkten. Damit würde der Verein nach jetzigem Stand auf den letzten Tabellenplatz abrutschen. Sollten die Aalener die Saison nicht zu Ende spielen können, könnten – ähnlich wie bei Türkgücü München in der vergangenen Drittliga-Spielzeit – alle bisherigen Ergebnisse annulliert werden. Darunter auch die höchste Saisonniederlage der SG Barockstadt.

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