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Hasenhüttl, Kohler und Kampl gehören zu Aalens Geschichte

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Von: Ralph Kraus

Tobias Cramer Trainer VfR Aalen
Tobias Cramer, in Hessen bekannt aus Trainerzeiten in Korbach und Kassel, ist nun Coach des VfR Aalen. © Charlie Rolff

Mit dem VfR Aalen wartet als erster Auswärtsgegner der SG Barockstadt ein Verein mit viel Tradition in der Regionalliga Südwest.

1951/1952 spielte der Club bereits ein Jahr in der 2. Liga Süd gegen Gegner wie den heutigen SSV Ulm (damals TSG Ulm 1846), Jahn Regensburg oder den SV Darmstadt 98. Später, in den 1970er-Jahren, war Aalen dann Sprungbrett für Spieler wie Dieter Hoeneß, der über den VfB Stuttgart im Anschluss bei Bayern München landete.

In der jüngeren Vergangenheit ging der Stern des VfR 1999 wieder auf. Als Meister der Oberliga Baden-Württemberg stieg Aalen vor dem SV Sandhausen in die Regionalliga auf. Hier kam es 1999/2000 auch zu den ersten beiden (von insgesamt vier) Duellen mit Borussia Fulda. Als Trainer waren an der Ostalp jetzt Leute wie Willi Entenmann, Frank Wormuth (später Co-Trainer von Joachim Löw), Jürgen Kohler oder Ralph Hasenhüttl (heute in der Premiere League beim FC Southampton) tätig.

Auch prominente Spieler hatte Aalen unter Vertrag. Kevin Kampl zog es von hier aus zu Red Bull Salzburg, Joel Pohjanpalo kam von HJK Helsinki, ehe er in den „großen“ Profifußball aufstieg.

VfR Aalen spielte drei Jahre zweite Liga von 2012 bis 2015

Die sportlich erfolgreichste Zeit erlebte der VfR Aalen mit dem Aufstieg in die zweite Liga im Jahr 2012. Drei Jahre tummelte sich der Verein nun im Unterhaus, schaffte mit einem 9. Platz die beste Platzierung aller Zeiten und fegte unter anderem den damaligen Aufstiegsfavoriten 1. FC Kaiserslautern mit 4:0 aus dem Stadion.

Doch schon ab dem zweiten Zweitliga-Jahr ging es finanziell bergab, weil sich der Hauptsponsor zurückzog. Es folgte eine Insolvenz und letztlich der Absturz in die Regionalliga, wo der VfR in den vergangenen drei Jahren die Plätze 14, 13 und 12 einfuhr. In der aktuellen Saison scheint der Blick wieder ein Stückchen weiter nach oben zu gehen. Der 2:1-Auftaktsieg in Freiberg durch ein Tor in der Nachspielzeit macht Mut.

Trainer in Aalen ist seit dieser Runde übrigens ein alter Bekannter. Tobias Cramer kam neu von den Sportfreunden Siegen. Der 47-Jährige trainierte unter anderem von 2010 bis 2013 in der hiesigen Verbandsliga Nord den TSV Korbach mit Torjäger Christoph Osterhold. Später übernahm Cramer den KSV Hessen Kassel und war dort Trainer, als Kassel in der Hessenliga mit 2:6 bei der Barockstadt unter die Räder kam. Trainer Sedat Gören sowie Spieler wie Tobias Wolf, Leon Pomnitz, Patrick Schaaf, Dennis Müller und Kevin Hillmann waren im Mai 2019 schon dabei.

Wissenswertes über Aalen und den VfR

Die Stadt: Aalen liegt im nordöstlichen Teil der Schwäbischen Alb etwa 70 Kilometer von Stuttgart und knapp 50 Kilometer von Ulm entfernt. Die Stadt hat etwa 68.000 Einwohner und ist flächenmäßig die zweitgrößte Stadt im Regierungsbezirk Stuttgart.

Das Stadion: Die Ostalb-Arena fasst 14.500 Zuschauer. Fast 4700 Plätze sind überdachte Sitzplätze. Eingeweiht wurde das Stadion 1949. Seither wurde die Aalener Heimstätte zweimal saniert und sukzessive nach und nach erweitert. Zu einem Konzert von Herbert Grönemeyer kamen sogar schon einmal 30.000 Fans ins Stadion.

Sehenswürdigkeiten: Aalen bietet eine Vielfalt aus kulturellen Angeboten, traditionellem Fachwerk umgeben von seiner Stadtmauer und verwinkelten Gässchen zum Flanieren. Das Limes-Museum wurde von der Unesco als Weltkulturerbe eingestuft und bietet einen Einblick über das Leben in einem römischen Kastell im Jahre 100 nach Christus.

Bisherige Duelle mit Fulda: Zweimal traf der VfR Aalen in seiner Geschichte auf Borussia Fulda. In der Saison 2001/2002 gewannen die Aalener beide Duelle in der Regionalliga mit 3:0 und 2:0. 1999/2000 holte die Borussia in Aalen ein 4:4 und fuhr beim 4:1 zu Hause den bisher einzigen Fuldaer Sieg ein.

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