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SG Barockstadt: Der eigenen Stärke wird Tribut gezollt

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Von: Steffen Kollmann

Kevin Hillmann SG Barockstadt gegen Koblenz
Kevin Hilmmann und die SG Barockstadt gastieren beim VfB Stuttgart II. © Charlie Rolff

Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Diese Frage musste sich die SG Barockstadt in den vergangenen Wochen häufig gefallen lassen. Vier Spiele in Folge endeten Remis – kein Verein der Regionalliga Südwest teilte häufiger die Zähler.

„Wir überzeugen mit brutaler Laufbereitschaft und Einsatzwillen. Aber in den vergangenen Spielen haben wir auch gemerkt, dass wir dieser Spielweise so langsam ein bisschen Tribut zollen. Wir sind körperlich so ein bisschen im Tal“, sagt Barockstadts Mittelfeldspieler Leon Pomnitz. Besonders deutlich wurde das beim jüngsten Auswärtsspiel in Walldorf, als es trotz 3:0-Führung noch ein 3:3 gab. Pomnitz ist sich trotzdem sicher, „dass wir dem mit der richtigen Trainingssteuerung entgegenwirken und auch unseren Spielstil entsprechend anpassen werden. Wir brauchen wieder mehr Ballbesitzphasen im Spiel.“

SG Barockstadt in der Regionalliga Südwest: Brutale Laufbereitschaft, körperliches Tal

Damit das klappt, kann sich Trainer Sedat Gören die ein oder andere Veränderung in der Startelf gut vorstellen. Keine Option für die erste Elf, zumindest aber eine Variante für den Kader ist Dominik Rummel. Der Angreifer, der zuletzt am 20. August gegen Mainz im Einsatz war, hat seinen langwierigen Muskelfaserriss auskuriert und scheint wieder einsatzbereit.

Gegner Stuttgart steht mit komplett ausgeglichener Bilanz zwar im Tabellenmittelfeld, steckt derzeit aber in einer Ergebniskrise. Die vergangenen drei Partien gingen verloren, sogar schon seit vier Spielen in Folge steht vorne die Null. Das überrascht Gören nicht nur, sondern erfreut den Trainer nicht wirklich: „Mit Walldorf und Koblenz hatten wir schon zwei Gegner, die liefern mussten – auch weil sie wissen, dass sie gegen einen Aufsteiger spielen.“

SG Barockstadt: Anreise mit dem ICE, Spiel im Schatten der Mercedes-Benz-Arena

Ein Aufsteiger, der nach Spitzenreiter Ulm die wenigsten Niederlagen kassiert hat und seit zehn Spielen ungeschlagen ist. Eine Tatsache, die nach vier Unentschieden in Folge fast in den Hintergrund gerückt ist. „Aber nicht bei uns. Wir können die Situation gut einschätzen, wissen, dass wir neu in der Liga sind und mit vielen Spielern auflaufen, die schon in der Hessenliga bei uns gespielt haben“, betont Gören und stellt unmissverständlich klar: „Wir stehen super da.“

Am Sonntag gibt es für Spieler und Verantwortliche eine Premiere: Denn die Fulda-Lehnerzer reisen am Spieltag mit dem Zug an und fahren mit selbigem Verkehrsmittel nach der Partie wieder nach Hause. „Mit dem ICE fahren wir zum ersten Mal. Wir haben viele Varianten ausprobiert und wollen es jetzt mal so versuchen“, erklärt Gören. Das Spiel findet auf dem Rasenplatz neben der Mercedes-Benz-Arena statt.

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