1. torgranate
  2. Regionalliga

OFC und Kassel sollen für Schaaf und Co. zu Fußballfesten werden

Erstellt:

Von: Ralph Kraus

 Patrick Schaaf SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
Patrick Schaaf (rechts) hat eine herausragende Hinrunde für die SG Barockstadt gespielt. © Charlie Rolff

Aufsteiger SG Barockstadt überraschte in der ersten Halbserie alle in der Regionalliga Südwest. Für viele als Absteiger Nummer eins in die Saison gestartet, strafte die Mannschaft von Trainer Sedat Gören alle Kritiker Lügen.

„Der ganze Verlauf der Hinrunde ist wirklich ein bisschen überraschend – auch für uns“, gibt Patrick Schaaf, Kapitän der SG Barockstadt, zu. „Wir wussten, dass wir den Klassenerhalt schaffen können, aber dass es so gut läuft, hatte glaube ich niemand so auf der Rechnung.“

Beeindruckend sei vor allem eines gewesen: „Die Art und Weise, wie wir nach den Niederlagen in Aalen und gegen Mainz II am zweiten und dritten Spieltag reagiert haben. Erst der Sieg gegen Steinbach Haiger und dann diese beiden Spiele: Da dachte ich schon ‚Willkommen in der Regionalliga‘“, sagt Schaaf. „Dass wir aber dann eine Serie starten, war schon wirklich eine Reaktion.“

Barockstadt-Kapitän Patrick Schaaf zur Hinrunde: „Ein bisschen überraschend“

Bemerkenswert sei auch, „dass wir jetzt gegen jeden Gegner mindestens einmal gespielt und dabei bewiesen haben, dass wir wirklich gegen jeden bestehen können. Es war in keinem einzigen Spiel so, dass wir keine Chance gehabt hätten, vielleicht sogar zu gewinnen.“ Geht es darum, den bislang stärksten Gegner zu benennen, fällt es Schaaf nicht allzu schwer, die Frage zu beantworten: „Was Ulm hier bei uns im Stadion abgeliefert hat, das war schon echt top. Besonders, mit welcher Gelassenheit die ihr Spiel bei uns durchgezogen haben, das habe ich so ganz selten erlebt.“

Zu den Knallerspielen gehörte für den Kapitän das 3:1 im Homburger Waldstadion: „Homburg hat eine enorme Qualität, das Spiel kann auch ganz anders ausgehen. Aber wir haben an diesem Abend die Konter perfekt gesetzt. Das ist eines der Spiele, das besonders hängen bleiben wird. Genauso wie die Atmosphäre beim 1:1 in Offenbach.“

SG Barockstadt: Heimspiele gegen OFC und Kassel sollen Feste werden

Und wie geht es jetzt weiter? „Wenn man von drei Absteigern ausgeht, dann hat der 16. bisher 15 Punkte aus 20 Spielen geholt. Um an uns vorbeizuziehen, müssten die also jetzt in der zweiten Hälfte 15 Punkte aus nur 14 Spielen holen. Von daher denke ich, dass wir mit 38 Punkten durch sein müssten. Drei Siege fehlen also noch, auch wenn man bei einer 18er-Liga ja immer von der 40-Punkte-Marke spricht.“

Doch es gibt noch einen weiteren Grund, gut aus den Startlöchern kommen zu wollen. „Je eher wir die Punkte eingefahren haben, umso befreiter können wir aufspielen und umso besser können wir in der Endtabelle einlaufen. Noch dazu würden die Spiele gegen Offenbach und Kassel richtige Feste, wenn wir wieder an die Form der Hinserie anknüpfen könnten.“

Auch interessant