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Verlängerung mit Gören: Wertschätzung und Fingerzeig für die Zukunft

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Von: Tino Weingarten

Bildergalerie vom Regionalliga-Spiel der SG Barockstadt bei den Kickers Offenbach
Dass die Verantwortlichen der SG Barockstadt die Arbeit von Sedat Gören schätzen, wird nicht zuletzt durch die Länge des neuen Vertrags deutlich. © Oliver Müller

Dass die SG Barockstadt mit Trainer Sedat Gören verlängert, ist keine Überraschung. Der Regionalligist weitet den Vertrag des 51-Jährigen jedoch um zwei Jahre aus – und läutet damit den nächsten Entwicklungsschritt der SGB ein.

Die Entscheidung der SGB-Verantwortlichen, mit Gören zu verlängern, sei Formsache gewesen, heißt es in der Pressemitteilung des Regionalligisten. Der Sportliche Leiter Volker Bagus stellt das heraus, sagt, dass Gören und die SG Barockstadt einfach passe.

SG Barockstadt: Verlängerung mit Gören ein Fingerzeig für die Zukunft

Der Vertrag mit Aufstiegstrainer Gören wurde gleich um zwei Jahre verlängert. Der 51-Jährige freut sich über die Wertschätzung der SGB-Macher, deren Entscheidung zudem als Vertrauensbeweis und Fingerzeig für die Zukunft verstanden werden kann. Denn seit Gören den Verein im Oktober 2018 übernahm, entwickelte er das Team stetig weiter, erreichte Saison für Saison bessere Platzierungen, mit dem vorläufigen Höhepunkt, die Tür zum Klassenerhalt in der Regionalliga weit geöffnet zu haben.

Wenn man sieht, dass wir uns etabliert haben, kann man anfangen, in kleinen Schritten etwas aufzubauen. Dabei darf allerdings nichts kaputt gemacht werden.

Sedat Gören.

Hier soll allerdings kein Stillstand eintreten. „Wir wollen weiterkommen und den Verein in der Liga etablieren. Das Ziel ist es, in der Regionalliga sattelfest zu sein. Darauf kann man anderes aufbauen“, sagt Gören. Anderes – das bedeutet Professionalisierung und die 3. Liga ins Auge fassen. „Wenn man sieht, dass wir uns etabliert haben, kann man anfangen, in kleinen Schritten etwas aufzubauen. Dabei darf allerdings nichts kaputt gemacht werden“, betont der 51-Jährige.

Dass Gören die Welt des Profifußballs in seiner Zeit als aktiver Spieler erlebte, sieht er für sich selber als Vorteil: „Ich habe nicht auf der Schulbank gesessen und mir die Sachen angelesen. In jungen Jahren habe ich das selber erlebt und gewisse Sachen gesehen. Das ist vielleicht mein großes Plus.“ Sechs Jahre lang war Gören Profi bei verschiedenen Vereinen in Ankara, spielte in der Türkei bei Zweit- und Drittligisten. „Natürlich war das nicht so optimiert, wie es heute ist. Gewisse Trainer waren nicht modern, sodass wir in der Vorbereitung vier Wochen keinen Ball gesehen haben. Aber wir hatten Spieler und Charaktere aus verschiedenen Ländern, mit denen man lernen musste, umzugehen“, erläutert Gören, was er aus dieser Zeit lernte.

Sedat Gören: Verein und Spieler sind professioneller geworden

Blickt Gören auf die mehr als vier Jahre bei der SG Barockstadt zurück, erkennt er, dass Verein und Akteure professioneller geworden sind. „Die Spieler können viele Dinge mittlerweile schneller umsetzen und sind im Kopf sowie taktisch weitergekommen“, freut sich Gören, der sich bei seinem Trainerteam um Co-Trainer Atilla Güven, Torwarttrainer Witold Sabela und Videoanalyst Senouci Allam bedankt: „Sie haben viel Zeit investiert und einen großen Teil zum Erfolg beigetragen.“

Neben allen positiven Aspekten hadert der 51-Jährige allerdings auch damit, zur Winterpause nicht schon näher am Klassenerhalt zu sein. In einigen der acht Unentschieden, die die SG Barockstadt in dieser Saison sammelte, erkannte Gören eher verpasste Siege als gewonnene Punkte. Und dennoch blickt die SG Barockstadt auf eine Hinrunde, für die sie sich auf die Schultern klopfen – und Gören die Früchte erntet.

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