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Lucky Punch durch Schaaf: Barockstadt gewinnt gegen FSV Frankfurt – Video-Highlights und Bildergalerie

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Von: Tobias Konrad

Die SG Barockstadt hat den vierten Heimsieg in der Regionalliga Südwest eingefahren. Dank eines späten Tores von Kapitän Patrick Schaaf siegte die SGB im Hessen-Duell mit 2:1 (1:1) gegen den FSV Frankfurt.

Mit zwei Wechseln im Vergleich zum 1:2 bei Stuttgart II startete die SG Barockstadt. Kapitän Patrick Schaaf kehrte nach der Freude über die Geburt des zweiten Kindes in die Startelf zurück, außerdem schickte Coach Sedat Gören Will Siakam ins Rennen. Beim FSV Frankfurt vertraute Trainer Tim Görner auf die Elf vom 3:0-Sieg in Koblenz, einzig Kapitän Ahmed Azaouagh rückte wieder in die Anfangself.

FSV Frankfurt mit Blitzstart bei der SG Barockstadt

Mit einem Blitzstart begann das hessische Duell in der Regionalliga Südwest. Vom Anstoß weg spielte der FSV Frankfurt nach vorne und nach elf Sekunden drückte Cas Peters eine Flanke über die Linie. Die Gäste wirkten anfangs ballsicher, die SG Barockstadt schüttelte den Schreck aber rasch aus den Kleidern. Nach nur neun Minuten konnte die SGB schon vier Ecken – allesamt gefährlich und von Pomnitz getreten – vorweisen und im Nachgang des vierten Eckballs traf Eric Ganime aus rund acht Metern zum Ausgleich. Anschließend neutralisierten sich beide Teams und verrichteten viel Arbeit im Mittelfeld. Erst nach einer halben Stunde wurde es wieder ereignisreicher: Löbigs Schuss rauschte knapp am Pfosten vorbei (31.), auf der Gegenseite klärte die SGB im Fünfer geschlossen (32.) und FSV-Keeper Omer Hanin parierte glänzend gegen Aaron Freys Drehschuss von der Strafraumgrenze (34.). Die Barockstädter hätten mit der Führung in die Halbzeit gehen und Ganime den Doppelpack schnüren können, doch der Ex-Neuhofer traf nach einem Pomnitz-Freistoß aus dem Halbfeld mit seinem langen Bein nur die Latte (39.).

SG Barockstadt: Marius Grösch scheitert vom Elfmeterpunkt, Kapitän Patrick Schaaf mit Lucky Punch

War die SG Barockstadt vor der Pause die aktivere Mannschaft, erarbeite sich der FSV Frankfurt nach Wiederbeginn ein leichtes Übergewicht und mehrere Eckbälle. Es dauerte eine gute Viertelstunde, ehe die Gören-Elf wieder im Spiel war. Und wie! Der eingewechselte Dominik Wüst wurde plump von FSV-Stürmer Peters im Strafraum gefoult. Ein sicherer Treffer für den etatmäßigen Elfmeterschützen Marius Grösch? Mitnichten. Der Innenverteidiger wollte den Ball in die Mitte chippen, Hanin hatte den Braten jedoch gerochen (65.). Die Hausherren waren nun wieder griffiger, Frey wurde geblockt und Frankfurt kam kaum mehr in Strafraumnähe. Es deutete jedoch kaum noch etwas auf einen Dreier für die Fulda-Lehnerzer hin, ehe Kapitän Schaaf das 2:1 erzwang. Eine Flanke verlängerte Hillmann und Schaaf legte seine gesamte Energie in den Schuss. 2:1 – Hanin sah nicht gut dabei aus (85.). Die SGB verteidigte fortan alles weg, der FSV reklamierte in Minute 90 Handelfmeter, als sich drei, vier Barockstädter in einen Abschluss warfen.

Marius Löbig (Barock – weiss) – Amid Khan Agha (FSV – schwarz)
Mit harten Bandagen arbeiteten die SG Barockstadt um Marius Löbig (weiß) und der FSV Frankfurt um Amid Khan Agha. © Charlie Rolff

Barockstadt-Coach Gören: „Arroganter Elfmeter, den ich so nicht akzeptieren kann.

„Ich wollte ihn so schießen, habe es aber einfach nicht gut ausgeführt. Dass wir trotzdem gewinnen, ist ein Verdient der Mannschaft. Wir haben einen Fight geliefert von der ersten Minute an. Bei Schaafi werde ich mich noch mit einer Kleinigkeit bedanken“, schilderte Grösch. „Es war ein hochklassiges Spiel auf tiefen Boden. Läuferisch sind beide Teams an die Grenze gegangen. Dass Marius den Elfmeter so arrogant schießt, kann ich nicht akzeptieren. Kompliment an die Mannschaft, dass sie danach im Spiel geblieben ist. Dass uns ein richtiger Stürmer fehlt, sage ich seit Wochen. Wir haben Probleme, Bälle zu halten. Im Mittelfeld reißen Spieler wie Pomnitz oder Schaaf Woche für Woche Kilometer ab, doch ganz vorne müssen wir den Gegner mehr stressen. Das ist kein Vorwurf, aber ich erwarte mehr“, konstatierte Gören nach fünf sieglosen Spielen in Folge und vor dem Spiel gegen Spitzenreiter SSV Ulm. Dessen Gegenüber Görner resümierte: „ Wir haben die Standards nicht gut verteidigt, waren anfangs gut drin in einer intensiv geführten Partie. Barockstadt war letztlich zwingender. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Momentum des gehaltenen Elfmeters nutzen.“

SG Barockstadt: Wolf; Gaudermann, Grösch, Frey, Hillmann – Schaaf, Ganime – Siakam (72. Lüdke), Pomnitz (90.+1 Ziga), Löbig (46. Wüst) – Reinhard (85. Duran).
FSV Frankfurt: Hanin; Reutter, Awassi, Knothe, Weißmann – Azaouagh (78. Sannomiya), Müller (85. Kuhinja), Agha (78. Messina), del Vecchio (72. Ünlücifci) – Boutakhrit (85. Spence), Peters.
Schiedsrichter: Fabian Knoll (ASV Kleinottweiler).
Zuschauer: 2348.
Tore: 0:1 Cas Peters (1.), 1:1 Eric Ganime (9.), 2:1 Patrick Schaaf (85.).
Besonderes Vorkommnis: Omer Hanin (Frankfurt) pariert Foulelfmeter von Marius Grösch (65.)

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