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Wird rotiert? Oder bleibt es bei der Stammelf?

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Von: Steffen Kollmann

Dominik Wüst (SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - schwarz) - Lasse Wilhelm (1. FSV Mainz 05 II - weiss)
Dominik Wüst (links, gegen den Mainzer Lasse Wilhelm) gehört zu den Spielern, die in die erste Mannschaft der SG Barockstadt rein rotieren könnten. © Charlie Rolff

Die SG Barockstadt steht in der Regionalliga Südwest vor dem nächsten Flutlichtspiel. Beim KSV Hessen Kassel steht die dritte Begegnung in nur sieben Tagen an.

Daher stellt sich für Trainer Sedat Gören die Frage: Vertraut er seiner Stammelf, die zuletzt fast unverändert blieb und in den jüngsten vier Spielen acht Punkte einfuhr? Oder nutzt der Coach die Gelegenheit, um zu rotieren und einigen Akteuren die Chance zu geben, die zuletzt weniger zum Zug kamen? „Ich werde genau beobachten, in welchem Zustand die Jungs sind“, betont Gören, der seiner Mannschaft ein großes Kompliment ausspricht: „Die Jungs machen das derzeit hervorragend.“

SG Barockstadt schiebt Favoritenrolle gegen Hessen Kassel von sich

So gut, dass es für die Spieler, die hinten dran sind, schwer ist, sich ins Scheinwerferlicht zu stellen. Keine einfache Situation für viele Akteure, die in der Vorsaison bei der SG Barockstadt oder ihrem vorherigen Verein eine größere Rolle innehatten als derzeit. „Es ist ja nicht so, dass diese Spieler raus sind. Wir führen viele Gespräche, appellieren an die Jungs, dass sie gebraucht werden. Aber klar, es ist nicht einfach für die, die hinten dran sind“, weiß Gören.

Chancen werden sich für alle Spieler ergeben, beispielsweise durch den Hessenpokal, der für Barockstadt zwei Spiele im Oktober vorsehen könnte. „Du bist jetzt im Profibereich. Da gibt es keine Minute Ruhe“, unterstreicht der SGB-Trainer, der mit seiner Mannschaft den starken Saisonstart vergolden könnte. 14 Punkte aus acht Spielen wären eine super Bilanz, doch dafür braucht es einen Sieg in Kassel. Die Favoritenrolle schiebt Gören vor dem Spiel beim Tabellenletzten aber von sich: „Wir werden nie als Favorit ins Spiel gehen. Wir sind immer noch ein Aufsteiger.“

Aber ein Aufsteiger, der in vielen Belangen zu gefallen weiß. Beispielsweise in Sachen defensive Stabilität. Nur eine Mannschaft – Tabellenführer und Aufstiegsaspirant Ulm – hat weniger Gegentore kassiert als die Fulda-Lehnerzer. Und auch die spielerische Entwicklung gefällt dem Übungsleiter: „Wir sind eine spielstarke Mannschaft, sonst wären wir niemals Hessenliga-Meister geworden. Selbst bei einem Aufstiegskandidaten wie Homburg haben wir uns nicht versteckt.“

Mit diesem Motto wird Gören, der bis auf den weiterhin verletzten Torjäger Dominik Rummel alle Mann an Bord hat, auch ins Spiel in Kassel gehen. Der noch sieglose Gegner steckt in einem Negativstrudel, in den die SGB in dieser Saison tunlichst nicht geraten möchte. „Wenn du unten reinrutscht, ist es einfach so, dass ganz viel gegen dich läuft.“ Entsprechend besteht der Druck auf Seiten der Gastgeber – ein möglicher Vorteil für die SG Barockstadt.

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