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Die Rufe nach einem Stürmer werden lauter

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Von: Johannes Götze

Bildergalerie vom Regionalliga-Spiel der SG Barockstadt gegen die U23 des FSV Mainz 05
Dominik Rummel vergräbt das Gesicht im Trikot. Der SGB-Stürmer musste mit einer Muskelverletzung früh raus. Nicht nur deshalb ging der Barockstadt die Durchschlagskraft ab. © Charlie Rolff

Der Vorjahresfünfte ist weder Maßstab noch Messlatte für die SG Barockstadt – und doch offenbarte die 1:3-Niederlage gegen die Mainzer U 23, dass der Regionalligaaufsteiger einige Dinge schleunigst lernen muss, um nicht ins falsche Fahrwasser zu gelangen.

Als 05-Coach Jan Siewert in der Pressekonferenz von seinem Joker Simon Brandstetter schwärmte, fiel es seinem Gegenüber Sedat Gören nicht allzu schwer, eine klare Forderung zu stellen: „Einen Stürmer müssen wir noch holen.“ Gören verglich dabei Brandstetters tollen Heber zum 3:1 mit einer ähnlichen Situation seines jungen Linksaußen Jonas Pfalz, der den Ball nicht ins, sondern aufs Tor hob und so die größte Möglichkeit in Durchgang eins vergab.

SG Barockstadt: Trainer Sedat Gören fordert weiteren Stürmer

Torgefahr und Durchschlagskraft geht den Gören-Schützlingen ab, sie trafen in nun drei Ligaspielen zweimal – jeweils durch Innenverteidiger Marius Grösch vom Elfmeterpunkt. Zeit bleibt den Barockstädtern noch bis zum 31. August, dann schließt das Transferfenster für Spieler, die in Lohn und Brot stehen. Das Anforderungsprofil ist klar: Einer, der auch gegen den Ball arbeiten kann, sich gut zwischen den Linien bewegt und Durchschlagskraft mitbringt.

Dominik Rummel, angeschlagen ausgewechselt, sein Ersatz Dominik Wüst bis zur Pause und anschließend Moritz Reinhard brachten auf der Mittelstürmerposition keinen nennenswerten Abschluss zustande. Immerhin: Reinhard rieb sich auf und holte den Strafstoß zur 1:0-Führung heraus. Allerdings liegt auch viel Last auf den Schultern der Sturmreihe, denn die Zentrumsspieler schaffen es (noch)nicht, für Torgefahr zu sorgen. Die Wege sind weit.

Was aber erneut über weite Strecken funktionierte: das Defensivverhalten. Ganz ähnlich wie beim 1:0-Auftaktsieg gegen Steinbach Haiger nervte Barockstadt den Gegner im ersten Durchgang über die Maßen, war das bessere Team, näher am 1:0. Erst mit Beginn des zweiten Durchgangs und der Hereinnahme von Routinier Brandstetter, der das zuvor im Schnitt 19,9 Jahre junge Mainzer Team führte, kamen die Nullfünfer auf, spielten schnell durchs Zentrum und entblößten mehrfach die zu offene linke Defensivseite der Fuldaer. Das 1:1 war unnötig: Nach Kevin Hillmanns Fehlpass konterte Mainz schnell und SGB-Keeper Tobias Wolf kam einen Schritt zu spät. Elfmeter. Beim 2:1 langten Mainz drei Stationen, weil Barockstadt es verpasste, im Zentrum ein einfaches taktisches Foul zu begehen.

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