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SGB-Fanbus: Die Macher wünschen sich mehr Interesse

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Von: Ralph Kraus

Fußball 2022-2023/Regionalliga Südwest 2022-2023 - Hier: Die Fanbusleiter Alwin Quell (links) und Winfried Farnung (rechts) - w.farnung@outlook.de
Alwin Quell (links) und Winfried Farnung organisieren den Fanbus bei Auswärtsfahrten der SG Barockstadt. © Charlie Rolff

Auch nach Homburg fuhr von Fulda aus wieder ein Fanbus der SG Barockstadt. Organisiert wurde der wie immer von Alwin Quell und Winfried Farnung. 

Die beiden sind echte Vereinsmenschen – und dicke Kumpel. Und das von Kindesbeinen an. „Wir sind beinahe nebeneinander in Thalau groß geworden, waren gemeinsam in der Schule und sind schon – bevor wir die Organisation des Busses übernommen haben – regelmäßig mit dem Fanbus mitgefahren“, erklärt Alwin Quell. Dass beide nun fast zeitgleich ihren 70. Geburtstag feiern, passt ins Bild. Der eine freut sich auf das Jubiläum nächsten Mittwoch, der andere „rundet“ neun Tage später.

Organisation für Barockstadt-Fanbus seit 2015 in Thalauer Hand

1996, mit dem Aufstieg von Borussia Fulda in die Regionalliga, startete das „Abenteuer Fanbus“. Lange war Rolf Hasenauer der Macher, ehe die zwei Thalauer 2015 die Organisation übernommen haben. Beide tun viel dafür, dass das Projekt „überlebt“. „Es ist schon so, dass wir die Leute auch mal anrufen, ob sie nicht doch Lust haben, mitzufahren“, erklärt Quell.

Durchschnittlich seien es meist so knapp über 20 Personen, die die weiten Regionalliga-Fahrten mitmachen. „Wenn wir in der Nähe die Derbys spielen, dann wird der Bus auch voll. Aber für die langen Strecken wünschen wir uns schon noch mehr Mitfahrer“, erklärt Winfried Farnung. Zum Spiel bei der TSG Balingen waren es nur elf Mann im Bus, ähnlich nun beim Spiel in Homburg. „Das ärgert mich dann schon bei einer Stadt mit 70.000 Einwohnern. Zumal das Angebot kaum Leute aus Fulda direkt annehmen, sondern in der Mehrzahl kommen die Fans aus dem Umland“, so Quell.

Sponsor übernimmt Teile der Kosten

Ein Gönner deckelt die finanziellen Ausgaben. „Mit dem Busunternehmen haben wir einen festen Preis vereinbart. Wir nehmen dann pro Mitfahrer immer 20 Euro. Dazu machen wir an Bord ein Tippspiel und verkaufen die Getränke. Alles, was danach noch zu stemmen ist, übernimmt zum Glück ein Sponsor, der uns wohl gesonnen ist. Sonst würde es überhaupt nicht gehen“, weiß Alwin Quell.

Mit an Bord sind regelmäßig auch Bewohner des Antoniusheim. „Menschen mit Inklusion nehmen wir kostenlos mit. Es sind öfter mal zwei, drei Mann aus dem Antoniusheim mit dabei“, freut sich Quell. Winfried Farnung indes wünscht sich vor allem eines: „Dass wir irgendwann mal durchschnittlich bei über 30 Mitfahrern herauskommen. Das wären dann schon mal 600 Euro Einnahmen. Das wäre klasse.“

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