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TSV Steinbach Haiger: Nino Miotke darf Dubai nach zehn Monaten Ausreisesperre verlassen

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Von: Tino Weingarten

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Nino Miotke ist zurück im Mannschaftstraining des TSV Steinbach Haiger. Der 24-Jährige saß zehn Monate in Dubai fest. © Verein

Nino Miotke ist ins Mannschaftstraining des TSV Steinbach Haiger eingestiegen. Eine gewöhnliche Meldung, die jedoch ihre Besonderheit hat: Denn der 24-Jährige saß in den vergangenen zehn Monaten in Dubai fest.

Miotke verbrachte die Weihnachtstage mit einem Bekannten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Urlaub, der für den 24-Jährigen mit einer Ausreisesperre endete. Laut Berichten der „Hessenschau“ wurde dem Spieler des TSV Steinbach Haiger vorgeworfen, an einer Schlägerei in einem Restaurant beteiligt gewesen zu sein. Die rechtliche Lage in den Emiraten sieht vor, dass für die Dauer eines Strafverfahrens eine Ausreisesperre verhängt wird.

TSV Steinbach Haiger: Nino Miotke saß zehn Monate in Dubai fest

Erst zehn Monate später durfte Miotke wieder zurück. „Er hat zwei Prozesse gehabt, in denen er beide Male freigesprochen wurde“, sagt Arne Wolfarth, Geschäftsführer des TSV. Nach dem ersten Prozess wurde Einspruch erhoben, Miotke musste den zweiten Prozess über sich ergehen lassen. Von Beginn an beteuerte der 24-Jährige seine Unschuld, bekam Rückendeckung vom Verein.

„In der Anfangszeit haben wir ausgelotet, was wir machen können. Doch die Möglichkeiten als Verein waren begrenzt. Über einen Sponsor haben wir eine Wohnung vermittelt“, erläutert Wohlfarth, denn zu Beginn musste Miotke noch Übernachtungen in einem Hotel bezahlen. Verein und Spieler blieben in Kontakt, brachten sich fortlaufend auf den neuesten Stand. In Dubai durfte sich der gebürtige Siegener zumindest frei bewegen, hielt sich fit.

Beim Regionalligisten ist er wieder ins Training eingestiegen, von Matchfitness sei er jedoch noch ein Stück entfernt, betont der TSV-Geschäftsführer: „Klar, dass es nicht von jetzt auf gleich so ist wie unter normalen Umständen. Er bekommt von uns alle Zeit der Welt. Wichtig ist, dass er jetzt hier. Der Alltag und die Normalität tut ihm gut.“

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